PJ-Tertial Allgemeinchirurgie in Asklepios Klinik St. Georg (11/2025 bis 1/2026)

Station(en)
Allgemein- und viszeralchirurgie
Einsatzbereiche
Station, OP
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Zunächst möchte ich sagen, dass ich weder ein gutes Arbeitszeugnis noch irgendeine Gegenleistung für diese Bewertung erhalten habe. Diese Bewertung ist ehrlich und entspricht genau meinen persönlichen Erfahrungen.

Ich hatte insgesamt eine sehr schöne und lehrreiche Zeit auf dieser Station. Es wurde sich stets bemüht, dass wir ausreichend lernen konnten. Je nach Interesse war es möglich, mehr Stationsarbeit zu übernehmen, Blutentnahmen zu machen oder an Besprechungen teilzunehmen. Wenn man Interesse am Fach zeigte, wurde man regelmäßig von den Ärztinnen und Ärzten mitgenommen und aktiv eingebunden.

Ich durfte unter Anleitung praktische Tätigkeiten übernehmen, zum Beispiel die Eröffnung und Entlastung eines entzündeten Lymphknotens. Andere durften im OP oder auf Station nähen. Generell wurde man immer wieder in praktische Abläufe integriert. Wenn es der Stationsalltag zuließ, kamen die Ärztinnen und Ärzte auch selbstständig auf uns zu, um Dinge wie Sonografie oder Fälle gemeinsam zu besprechen. Das habe ich als sehr wertschätzend empfunden.

Man sollte sich darauf einstellen, dass es auf dieser Station ein gewisses Geben und Nehmen gibt. Die Atmosphäre ist insgesamt locker und kollegial, funktioniert aber am besten, wenn man sich aktiv einbringt und Verantwortung übernimmt.

Am Wochenende wurde erwartet, dass jemand zum Blutabnehmen kommt. Dafür erhielt man unter der Woche einen freien Tag. Die Blutentnahmen waren meist zügig erledigt, danach konnte man entweder noch in den OP gehen oder den freien Tag nutzen. Das fand ich sehr fair und habe es auch regelmäßig so wahrgenommen.

Es gibt einen OP, der täglich läuft. Wir waren mehrere PJler, wobei es ausreicht, wenn eine Person im OP ist. Wenn mehrere Interesse hatten, wurde ausdrücklich betont, dass man sich jeden OP anschauen darf. Man konnte selbstständig in den OP-Plan schauen und die Eingriffe auswählen, die einen interessieren. Parallel sollte natürlich immer jemand auf Station erreichbar sein.

Sehr positiv hervorheben möchte ich die wöchentliche Chefarztvisite am Mittwoch. Dort werden alle Patientinnen und Patienten besprochen, ergänzt durch eine interne Fortbildung. Diese Fortbildungen hatten einen hohen Lerneffekt und waren fachlich sehr interessant. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir eine Fortbildung durch einen Arzt mit Bundeswehrerfahrung zum Verhalten und Vorgehen in medizinischen Ausnahmesituationen.

Alle Ärztinnen und Ärzte habe ich als offen, freundlich und sehr erklärbereit erlebt. Fragen waren jederzeit willkommen, und es wurde sich Zeit genommen, Dinge in Ruhe zu erklären. Gleichzeitig hatte man ausreichend Freiraum zum selbstständigen Lernen.

Zur Chefärztin: Ich habe sie als sehr engagiert, empathisch und fair erlebt. Ihr Umgang mit Patientinnen und Patienten ist beeindruckend, und ihr Einsatz für deren Wohl ist deutlich spürbar. Auch im Team zeigt sie klare Führung, ohne unfair zu sein. Natürlich gehört zu ihrer Position auch Strenge, diese habe ich jedoch als angemessen und nicht negativ empfunden.

Ich hatte selbst ein persönliches Anliegen, das mich in meiner Arbeit beeinträchtigt hat, und bin damit zur Chefärztin gegangen. Die Reaktion war sehr unterstützend und verständnisvoll. Auch im weiteren Verlauf wurde regelmäßig nachgefragt, was ich als sehr menschlich empfunden habe.

Insgesamt bin ich sehr positiv überrascht und würde jederzeit wieder dort arbeiten. Die teilweise negativen Bewertungen kann ich persönlich nicht nachvollziehen. Stressige Situationen und ein gelegentlich schärferer Ton kommen im Klinikalltag vor und sind meiner Meinung nach menschlich. Wer Dinge nicht persönlich nimmt, sich einbringt und zuverlässig ist, wird hier eine sehr gute und lehrreiche Zeit haben.
Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
Fallbesprechung
Bildgebung
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
EKGs
Blut abnehmen
Mitoperieren
Braunülen legen
Patienten untersuchen
Botengänge (Nichtärztl.)
Röntgenbesprechung
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
Vor 15:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
2
Unterricht
3
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.33