Geriatrie: Auf der G2 . Da ich da anfangs war, würde ich rückblickend manches anders machen und z.B. eine Rotation auf die G1 oder 13 einfordern, mehr in die Funktionsdiagnostik oder in die Sprechstunde schauen. Das war auch die einzige Station bei der die Arzt-Pflege Kommunikation nicht funktioniert und es öfter Probleme gab. Es fallen viele Schellong-Tests und Polyneuropathie-Screening an, die man machen muss. Die Arztbriefe sind meist sehr ausufernd und daher weniger PJ- freundlich, da die Patienten meistens fix mindestens 2 Wochen bleiben (Frühkomplex-Reha) und sind meist nicht so akut vom Krankheitsbild. Dadurch ist meist auch der Lerneffekt nicht so hoch, es wird oft an manchen Medikamenten rumgeschraubt und es passiert oft nicht so viel. Theoretisch zählt auch die Nephro dazu, vielleicht kann man da auch mehr in die Dialyse. Die Oberärzte sind da schon nett, aber es fühlt sich keiner so wirklich zuständig für einen. Zum reinkommen okay aber es gibt definitiv bessere Stationen.
NFZ: Jeder ist 2 Wochen inklusive einem Wochenende mit Früh/Spätdienst in der Notaufnahme eingeteilt. Insbesondere hier finde ich ist es sehr abhängig davon, an welchen Assistenzarzt man sich hängt. Teilweise läuft man mehr hinterher, bei anderen darf man schon allein vorher Anamnese, klin. Untersuchung oder Sono machen. Die Arzbriefe kann man dann selbst diktieren und das weitere Vorgehen mit dem Arzt besprechen. Auch arterielle BGAs lassen manche einen stechen. Im Schockraum kann man meistens auch zuschauen.
Kardiologie: Hier gibt es drei Stationen: die 23 mit z.T. Telemetrie Betten, die 25 und die 33/kardiologische Wachstation. Ich würde empfehlen auf alle Fälle min. 1-2 Wochen auf die Wache und sonst auf die 23 zu gehen. Auf der 33 sind die Krankheitsbilder spannender, aber man darf/kann meistens weniger machen. Wenn man Glück hat, darf man vlt. auch mal eine Arterie legen. Einen Zugang zu dem Programm haben wir PJler leider nicht, daher ist man sehr vom Arzt abhängig, dass der einem was zeigt. Echos sieht man da sehr viele. Auf der 23 kann man auch mal Patienten selber betreuen und halt das typische machen, Arztbriefe schreiben, untersuchen etc. Die Oberärzte und der Chefarzt sind auch durchwegs freundlich und erklären im Echo oder HKU viel.
Theoretisch kann man auch in den Herzkatheter und ins Echo, das muss man aber eher selber einfordern, aber dort sind alle sehr nett.
Rhythmologie: Meistens rotiert man mit der Kardiologie auch eine Woche auf die Rhythmo, die hier als separate Abteilung geführt wird. Die Oberärzte/Chefarzt sind hier mit Abstand am nettesten und sehr motiviert einem was zu erklären, wenn man interessiert ist. Man kann jederzeit ins EPU-Labor, Schrittmacherimplantationen oder -auswertungen oder mit ins Echo/zu Kardioversionen gehen und einem wird sehr viel gezeigt. Auf Station sind immer viele Entlassungen, da die Patienten meistens nur elektiv da sind, daher kann man da auch viel beim Arztbrief schreiben abnehmen, aber wird überhaupt nicht erwartet.
IVK: Die Ärzte wechseln hier sehr viel durch und daher ist es wie immer sehr unterschiedlich was man machen darf. Für das System haben wir leider keinen Zugriff. Arztbriefe musste ich auch nicht schreiben (War aber auch nur 2 Wochen da). Nach der Visite sprechen viele mit einem die Patienten nochmal durch. Man darf Arterien und z.T. auch ZVKs legen und mit in den Schockraum. Sono kann man auch viel machen. Grundsätzlich sind aber alle sehr nett auch die Oberärzte und man kann auch die Pflege viel fragen. Würde sagen, dass man hier am meisten von selbst erklärt bekommt, aber ich hier auch am längsten da war und den Absprung zu den Fortbildungen weniger geschafft habe.
Freunde von mir waren auf der Pneumologie, Onkologie und Gastro. Auf der Onkologie darf man im Eingriffsraum auch Pleurapunktionen und ZVKs legen und KM-punktieren. In der Pneumo sind auch Pleurapunktionen und in der Gastro vlt. mal Aszites. Habe von allen überwiegend positives gehört.
Die Fortbildungen sind sehr sehr gut und jedem zu empfehlen (außer die Infektion Visite, aber wird vlt besser :) ). Es gibt einen Radio-Kurs, Kardiologie-Visite, Rheuma-Visite, EKG-Kurs, Sono-Kurs und die Dienstags-Fortbildung. Hier lernt man mit am meisten und halten viele Chefärzte zum Teil selber. Aber muss man selbst auf dem Schirm haben, man ist da eigentlich jeden Tag mal weg von Station.
Dienstende ist sehr unterschiedlich von halb 3 bis halb 6 war alles mal dabei, meistens pendelt es sich aber bei circa 3-4 ein. Grundsätzlich kann ich noch empfehlen sich viel Teaching einzufordern, Fragen zu stellen und sich Rotationen einzufordern. Viele Assistenzärzte erklären einem sonst von selbst nicht so viel.