PJ-Tertial Allgemeinchirurgie in Asklepios Klinik St. Georg (7/2025 bis 9/2025)

Station(en)
C4/C5
Einsatzbereiche
Station, OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Ich war im Juli/August 2025 für 4 Wochen auf den Stationen C4/C5 in der Abteilung für Allgemein-
und Viszeralchirurgie (AVC) im AK St. Georg. Insgesamt habe ich den Abschnitt sehr positiv erlebt.
Das Team war von Beginn an sehr freundlich und zugänglich, und ich habe mich gut integriert
gefühlt. Der Arbeitstag begann um 7:00 Uhr mit den Blutentnahmen, die in der Regel überschaubar
waren. Besonders hilfreich war, dass die dringlichen Blutentnahmen direkt morgens angekündigt
wurden - diese sollten dann bestenfalls vor der Visite erledigt werden. Im Anschluss konnte man um
7:20 zunächst mit auf Visite und die restlichen Blutabnahmen danach (7:50 – 8:30) in Ruhe erledigen.
Um 8:30 war dann die Frühbesprechung mit dem gesamten Team auf Station. Es wurde kurz der
vorherige Dienst und der tägliche OP-Plan besprochen. Bei Interesse und auf freiwilliger Basis hat
man die Möglichkeit als Student Patienten und/oder bestimmte Krankheitsbilder als Übungssituation
kurz vorzustellen. Im Anschluss konnten sich die PJler und Famulanten auf die Station, die Ambulanz
und den OP (die OPs starten für gewöhnlich um 8:00, man hat also gegebenenfalls die Besprechung
verpasst) verteilen.
Auf Station unterstützte man die jeweiligen Stationsärzte und konnte auch einige Aufgaben
eigenständig erledigen (Drainagen ziehen etc). Unter Anleitung durften auch Thoraxdrainagen
gezogen werden. Bei spannenden Fällen wurden wir oft gezielt angerufen und dazugeholt, sodass
man viel lernen konnte (oft bei Patienten, die in den Schockraum kamen). Wenn es die Zeit zuließ,
haben die Ärzte auf Station auch mal ein paar Krankheitsbilder mit uns besprochen. Der Stationsalltag
bestand also nicht nur aus Blutentnahmen, Zugängen und Botengängen und war dadurch alles in allem
sehr positiv (natürlich mussten auch diese Aufgaben erledigt werden, waren aber wirklich
überschaubar und man hatte immer das Gefühl, dass die Ärzte sehr dankbar für die Unterstützung
waren).
In der Ambulanz konnte man sich jederzeit mit in die Sprechstunde setzen und zuhören. Die meisten
Patienten waren entweder präoperativ für Aufklärung und OP-Planung oder postoperativ zur
Verlaufskontrolle da. Selbst aktiv tätig war man dort zwar etwas weniger, allerdings bekommt man
ein gutes Verständnis für die geplanten oder bereits erfolgten Eingriffe. Es ist auf jeden Fall
empfehlenswert auch das ein oder andere mal dabei zu sein.
Im OP wurde man entweder bei Bedarf angerufen oder man konnte auch selbstständig runter gehen.
Je nach Eingriff (vor allem laparoskopisch) lohnte es sich auch, wenn man nicht mit am Tisch stand,
dabei zu sein. Da die Abteilung als Sarkomzentrum sehr spezialisiert ist, ist es besonders
empfehlenswert bei diesen Operationen dabei zu sein. Vor allem die Chefärztin ist auch sehr bemüht
viel zu erklären und zu zeigen bei den OPs.
Mittwochs findet die wöchentliche Chefvisite statt. Für chirurgische Fächer etwas überraschend,
nimmt sich die Chefin sehr viel Zeit für jeden Patienten, erklärt ihnen das Prozedere ausführlich (das
kommt einem als Student auch sehr zugute) und beantwortet etwaige Fragen.
Grundsätzlich gilt: Wenn man Interesse zeigt, wird auch viel erklärt und man kann viel machen.
Einzig der PJ-Unterricht ist öfter mal ausgefallen, da sich die chirurgischen Abteilungen hier allerdings abwechseln trifft die Schuld hier wohl alle Abteilungen gleich...
Zusatzinfo: Das Team freut sich besonders, wenn auch am Wochenende Studenten kommen. Dafür
bekommt man dann einen Ausgleichstag für unter der Woche. Die Ärzte behalten einen am
Wochenende auch nur so lange wie nötig/sinnvoll in der Klinik; man bekommt also einen freien Tag
für vergleichsweise wenig Aufwand und die Ärtzte sind froh, wenn am Wochenende etwas
Unterstützung mit dabei ist --> sehr faire Lösung, von der alle profitieren.
Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Fallbesprechung
Tätigkeiten
Röntgenbesprechung
Notaufnahme
Blut abnehmen
Braunülen legen
Botengänge (Nichtärztl.)
Patienten untersuchen
Mitoperieren
Poliklinik
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
Vor 15:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
2
Klinik insgesamt
2
Unterricht
3
Betreuung
2
Freizeit
1
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.53