Ich kann das Innere Tertial im St. Josefs-Krankenhaus in Potsdam jedem ans Herz legen. Ich hatte dort eine tolle Zeit und konnte viel mitnehmen und lernen. Alle Ärzte und Ärztinnen im Team sind super nett und erklären sehr viel.
Wir durften viel über die Stationen rotieren, was ich sehr gut fand – ich konnte alles sehen, was mich interessiert hat. Es gibt die Gastro (Antonius), die Kardio (Katharina), die Onko-Palli (Klara) und die Gefäßstation (Lukas), zwischen denen man rotieren kann. Zusätzlich konnten wir auf die IMC rotieren, was ich jedem sehr empfehlen kann. Dort durfte ich unter Aufsicht Echos schallen, und jeden Tag gab es die Oberarztvisite.
Zudem durften wir auch ein paar Dienste in der Rettungsstelle mitmachen. Dort konnte man noch einmal selbstständiger arbeiten. Jeder hat sich sehr bemüht, einem viel beizubringen und Fragen zu beantworten – ich habe mich als PJler sehr gesehen gefühlt. Es wurde auch viel Wert darauf gelegt, dass wir eigene Patienten übernehmen und mit der Zeit immer selbstständiger arbeiten.
Ich durfte Aszites punktieren, bei Pleurapunktionen dabei sein, Ports anstechen und so weiter. Blutabnehmen war nicht primär PJler-Aufgabe, da es einen Blutentnahmedienst gibt. Ab und zu mussten wir dann auch mal Blut abnehmen oder eine Flexüle legen; das hielt sich aber in Grenzen, und ich fand es auch eher gut, um das noch üben zu können.
Bei der Visite konnte man immer mitlaufen und auch eigene Patienten visitieren. In den Oberarztvisiten wurde ebenfalls viel erklärt. Einmal pro Woche gab es eine PJ-Fortbildung, die fast immer stattgefunden hat und sehr gut war. Beginn war um 8 Uhr zur Frühbesprechung und um 13 Uhr die Röntgenbesprechung. Im Anschluss sind alle zusammen Mittagessen gegangen.
Hervorzuheben ist, dass es jeden Tag für PJler und Famulanten kostenloses Essen vom Bistro gab, das man sich vorher bestellen konnte und das eigentlich immer sehr lecker war. Gehen konnte man meist zwischen 15 und 16 Uhr; wenn gerade nicht so viel los war, wurde man auch mal früher nach Hause geschickt.
Das Organisatorische hat auch gut geklappt: Es gibt eine separate Umkleide, und jeder PJler bzw. Famulant hat seinen eigenen Spind. Die Zugangsdaten und der Wäscheautomat haben bei mir ab dem ersten Tag funktioniert.
Alles in allem war ich sehr zufrieden mit meinem Inneren Tertial und konnte sehr viel mitnehmen.