PJ-Tertial Innere in Klinikum Ernst von Bergmann (11/2025 bis 1/2026)

Station(en)
Nephrologie / Diabetologie und Endokrinologie / Notaufnahme
Einsatzbereiche
Notaufnahme, Station
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Im EvB werden Tertiale in Innere und Chirurgie gesplittet in 2 Rotationen. Man konnte einige Wünsche angeben.
PJ-Unterricht ist immer 3x/Woche: Di, Mi, Do (Innere, Chirurgie, Notfall/Radio). Alle dürfen zu allen Terminen gehen, egal in welchem Tertial sie sich befinden. Meine Stationen hatten immer sehr viel Verständnis und haben uns sogar ermutigt dort hin zu gehen und gleich danach / davor Mittag zu essen. Das Essen in der Kantine ist kostenlos. Es gibt immer mind. 1 vegetarische Option. Entweder man nimmt sich Warmes (Hauptgericht + Dessert + Wasser) oder man holt sich im Bistro neben an Brötchen oder Salat.
Man bekommt außerdem Schlüssel + EDV Zugang. Manchmal muss man vor dem Wechsel in die nächste Tertial-Hälfte dem Schlüsseldienst des Klinikums (aka Fr. Keller) Bescheid sagen, dass man wechselt, damit man einen neuen Schlüssel bekommen kann. Der EDV-Zugang erlaubt einem fast alles, was man in ärztlicher Position tun dürfte. Man wird sogar geschult vor Tertialbeginn, damit man es gut nutzen kann.

1. Nephrologie mit angegliederter Diabetologie/Endokrinologie
- Tagesablauf:
Der Tag startet dort um 7 Uhr mit Blutentnahmen. Es gibt eine Blutentnahme-Schwester, aber es ist ungeschriebenes Gesetz, dass man ihr hilft (sind auch wirklich viele Blutentnahmen). Danach wurde visitiert, oft mit Oberarzt/Oberärztin oder auch mit Chef. Oft kamen im Verlauf noch Blutentnahmen dazu oder es musste ein Sono gemacht werden.
1x/ Woche gab es nach den Nachmittagsbesprechungen eine stationsinterne Fortbildung oder Fallbesprechungen.
- Team:
Das Team ist super nett. Alle sind sehr bemüht um ihre PJler und man merkt, dass Lehre hier schon auch groß geschrieben wird. Der Chef liebt Teaching in seinen Visiten, was auch durchaus mal etwas upgespaced sein kann, aber ich habe es nie als forführen oder als unangenehm gefunden.
- Möglichkeiten:
Wenn man möchte, besteht die Möglichkeit auch in die Dialyse oder zu den Diabetologen/Endokrinologen zu rotieren. Die Dialyse habe ich nicht gesehen, aber bei letzteren war ich für 2 Wochen und es hat sich echt gelohnt. Die Unterabteilung ist recht klein (2-3 Ärzt:innen). Gearbeitet wird viel konsilliarisch im ganzen Haus, aber auch mit eigenen Patient:innen auf Station. Ich habe hier auch wirklich viel gelernt, hatte sehr gutes 1:1 Teaching, durfte viel mitdenken in den Konsilen und falls sich jemand für die Versorgung von diabetischen Füßen interessiert, dann ist man hier glaube ich an einer wirklich guten Adresse. Die Diabetologen retten viele Füße/Zehen, die andere amputieren würden.

2. Notaufnahme:
Die Notaufnahme im EvB ist interdisziplinär gestaltet, was bedeutet, dass internistisch als auch chirurgische Patient:innen von den selben Ärzt:innen behandelt werden, für alles andere aber Konsile gestellt werden. Ich fand das Konzept super angenehm, weil ich so in beide Fächer viel Einblick gewinnen konnte.
- Tagesablauf:
Man kann sich aussuchen, ob man um 8 Uhr anfängt oder sich an verschiedene Schichten hält. Ich habe zuletzt eigentlich entweder eine Zwischenschicht gemacht (um den PJ-Unterricht mitzunehmen) oder die erste Frühschicht gemacht (ab 6:30 Uhr). Insgesamt sind sie da super flexibel, man sollte sich aber mit den anderen Studierenden absprechen, damit nicht zu viele auf einmal da sind. Am besten hängt man sich nämlich an 1 festes Team für den Tag dran. 1 Team besteht aus Arzt/Ärztin+Pflege. Jeden Tag um 8:30 Uhr ist dort Morgenbesprechung, wofür die Notaufnahme (fast) still steht. Von Zeit zu Zeit finden in diesem Rahmen auch interne FoBis statt.
- Aufgaben & Team:
Im Prinzip alles, was man als Arzt oder Ärztin dort machen würde nur mit dem Vorteil des Welpenschutzes. Ich habe immer alles nachbesprochen/ im Vorhinein besprochen und meine Nachfragen waren nie zu viel, im Gegenteil waren alle super glücklich und dankbar dafür, dass man da ist und Arbeit abnimmt. Wenn ich mich mit irgendetwas nicht wohlgefühlt habe, konnte ich immer auf das Team mit dem ich unterwegs war oder auf die Oberärzte verlassen. Insgesamt ein wirklich tolles Umfeld um zu lernen und zu wachsen. Die Pflege dort ist auch echt super, sowohl fachlich als auch menschlich. Auch von dieser Seite hatte ich das Gefühl, als Mini-Ärztin wahrgenommen zu werden und sie hatten gleichzeitig viel Verständnis, dass ich Dinge nicht alleine entscheiden wollte/durfte. Dass ich Zugang zu (fast) allen Funktionen im EDV-System hatte, hat hierbei nur unterstützt.


Insgesamt würde ich das Tertial dort sehr empfehlen und würde es wieder so wählen.
Bewerbung
über das PJ-Portal entsprechend der Fristen
Unterricht
3 x / Woche
Inhalte
Bildgebung
Sonst. Fortbildung
Repetitorien
Fallbesprechung
Patientenvorstellung
Tätigkeiten
Blut abnehmen
Notaufnahme
Eigene Patienten betreuen
EKGs
Röntgenbesprechung
Braunülen legen
Patienten aufnehmen
Punktionen
Gipsanlage
Chirurgische Wundversorgung
Untersuchungen anmelden
Briefe schreiben
Patienten untersuchen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
2
Freizeit
2
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.13