PJ-Tertial Visceralchirurgie in Diakonissenkrankenhaus Leipzig (6/2025 bis 8/2025)

Station(en)
Viszeralchirurgie
Einsatzbereiche
OP, Station
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Meine Erfahrungen in der Viszeralchirurgie waren eher mittelmäßig. Es soll jedoch dazugesagt sein, dass ich wohl in einer Zeit des Umbruchs dort war und die Stimmung im Team sehr angespannt war, was sich sehr auf meine Erfahrung als PJlerin ausgewirkt hat. Meinen Vorgänger:innen erging es wohl besser als mir.

Der Tag beginnt mit einer Morgenbesprechung für alle chirurgischen Abteilungen um 6:50 Uhr. Die Akustik in dem Raum ist so schlecht, dass ich mich häufig gefragt habe, warum ich eigentlich dort sein sollte. Danach beginnt umgehend die Visite auf der Station, von der ich als PJlerin häufig nur einen Bruchteil mitmachen konnte. Denn um 7:15 Uhr startet der erste OP-Saal und in der Regel ist man als PJler:in als 1. oder 2. Assistenz eingeplant und steht dann auch häufig den ganzen Tag im OP. Die Stimmung im OP war okay, ich habe allerdings schon nettere Abteilungen erlebt. Erklärungen zu den OPs gab es nur vereinzelt auf Nachfrage. Positiv fand ich jedoch, dass ich häufig Nähen und Knoten durfte! Teilweise sind die OPs sehr lang und gehen auch mal ungeplant den ganzen Tag. Es gibt dafür die Möglichkeit, sich Mittagessen in den OP liefern zu lassen (wenn man rechtzeitig Bescheid weiß), manchmal kam ich jedoch gar nicht oder erst am Nachmittag zum Essen.
Wenn mit euch andere PJler:innen mit in der selben Abteilung eingeteilt sind (ist der Regelfall), könnt ihr euch in den OPs aufteilen/ablösen/absprechen. Außerhalb des OPs ist man in der Stationsarbeit für das Briefeschreiben mit zuständig. Blutentnahmen werden idR von der Stationsassistenz übernommen. Die Betreuung eigener Patient:innen ist zwar vorgesehen, ich war jedoch so viel im OP, dass ich nur sehr selten dazu kam. Die Visite und Stationsarbeit kam mir eher wie ein Sprint vor und Zeit zum Beantworten von Fragen oder dem Besprechen von Fällen gab es meistens nicht. Neben der Stationsarbeit ist man als PJler:in für die Aufnahme von prästationären Patient:innen zuständig.

Insgesamt empfand ich das halbe Tertial als die anstrengendste Zeit in meinem PJ. Zu meiner Zeit gab es ärztliche Personalausfälle/Urlaube, schlechte Stimmung im Team und extrem viel zu tun. Dabei blieb keine Zeit für ein kurzes Durchatmen, inhaltliche Lehre oder ein paar wertschätzende Worte. Chirurgisch konnte ich jedoch einiges hinzulernen (Nähen, Knoten, Wundversorgung) und sehen! Aus Erzählungen klang es jedoch so, als wäre die Stimmung nicht immer so angespannt und auch das Gesehenwerden als PJler:in normalerweise anders.
Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
Patientenvorstellung
Sonst. Fortbildung
Bildgebung
Tätigkeiten
Chirurgische Wundversorgung
Patienten aufnehmen
Patienten untersuchen
Mitoperieren
Röntgenbesprechung
Braunülen legen
Briefe schreiben
Blut abnehmen
Eigene Patienten betreuen
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
600

Noten

Team/Station
3
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
3
Klinik insgesamt
2
Unterricht
4
Betreuung
4
Freizeit
4
Station / Einrichtung
3
Gesamtnote
3

Durchschnitt 2.93