Ich habe die ersten 8 Wochen meines chirurgischen Tertials in der Viszeralchirurgie verbracht. Diese besteht aus 2 Stationen, einer Sprechstunde, der ITS und dem OP.
Es ging immer 7 Uhr mit der Visite los und es folgte daraufhin 7:45 die Morgenbesprechung. Danach folgten die Aufgaben des Tages auf Station oder im OP. 14:00 oder 15:00 folgt die Nachmittagsbesprechung.
Zunächst muss man sagen, dass das Team größtenteils sehr nett ist. Insbesondere der Chef ist sehr bodenständig und redet auf Augenhöhe mit Studenten. Regelmäßig nimmt der Studenten in einer eigenen kleinen Chefarztvisite mit und bespricht die Patienten. Nichtsdestotrotz muss ich mich vorherigen Berichten anschließen, dass ein bestimmter OA in der Klinik das Bild des Teams trügt. So ein Verhalten/Auftreten sollte 2025 nicht mehr tragbar sein.
Auf Station kümmert man sich hauptsächlich um BEs, Flexülen, Wundversorgung und kleinere Aufgaben. Da das Team gut besetzt ist, musste selten ein Brief geschrieben werden, ist jedoch falls es jemanden interessiert möglich. Es ist schade, das PJler im Patientenprogramm des St. Georg keine ärztlichen Berechtigungen haben. Dies verhindert klinische Aufträge anzulegen, Verlaufsdokumentionen zu schreiben oder ohne fremden Account Arztbriefe zu schreiben.
Im OP ist mein eigentlich nur als 2. Assistenz eingeteilt. Ich habe keine Kamera geführt, nur Haken gehalten und sehr selten zugenäht. Inbesondere die OPs mit dem bekannten OA waren sehr unangenehm.
Ansonsten kam es öfter vor, dass einem Aufgaben fehlten. Mit Sicherheit hätte man sich mehr engagieren und so mehr Aufgaben erhalten können aber zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Klinik nicht auf PJler angewiesen ist und diese eigentlich wirklich zusätzlich zur Lehre da sind.
Zusammenfassend: nettes Team, keine Überlastung, wenig selbstständiges Arbeiten