PJ-Tertial Innere in Charite Campus Benjamin Franklin (6/2020 bis 10/2020)

Station(en)
Gastroenterologie, Rheum/Infektio, Hämatoonkologie
Einsatzbereiche
Diagnostik, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Station
Heimatuni
Berlin
Kommentar
Allgemeines:
- das Tertial wird in 2 Gebieten der Inneren Medizin abgeleistet, es gibt keine Option auf mehr oder weniger "Splitting".
- Die "Splittingwünsche" werden bei der Einführungsveranstaltung am ersten Tag abgegeben und von Prof. Somasundaram in wohlwollender Art und Weise berücksichtigt. Niemand muss auf eine Station, die er/sie gar nicht mag. In meiner Rotation war die Wunschverteilung eher: ZNA>Hämaonoko>Gastro>Kardio=Pulmo=Geriatrie=Nephro. In die Psychosomatik kann man auch gehen. Jede Unterabteilung hat mehr oder weniger Kapazitäten für PJ, abhängig von der Vielzahl der Stationen/Teams (Onko hat zb 3 Teams, Gastro hat auch drei Teams, in die ZNA konnten i.d.R. am meisten auf einmal)
- Essensgutschein kann und sollte täglich ausgenutzt werden (für 7Euro kann man allerhand Eis, Schoki oder andere gesündere Sachen essen). ;)

Fortbildung:
- Ich persönlich habe die Erfahrung im PJ gemacht, dass es sehr davon abhängt, ob man was lernt, wie engagiert man sich zeigt und ob man die "richtigen" Stationsärzte ausfindig machen kann. Hängt euch an die sympathischen Kolleg:innen ran und stellt Fragen Fragen Fragen! Mir hat das Aufnehmen von Patienten geholfen mich in die Fälle einzudenken und so krankheitsbasiert zu lernen. (Visiten sind manchmal weniger lehrreich als man denkt... daher sucht euch auch andere Möglichkeiten wie eben Aufnahmen oder Funktionsdiagnostik oder schlagt den Stationsärzt:innen vor, dass ihr "eure" PatientInnen selbst visitiert unter Supervision.
- die wöchentlichen PJ-Fortbildungen fanden erstmalig 5 Wochen nach Tertialbeginn statt. Das lag daran, dass sie Coronabedingt ausgesetzt wurden und es erst eines neuen Konzeptes bedurfte. Das Prinzip ist nach wievor: Peer-to-Peer-Teaching. Also auch hier kann man wieder viel draus machen, indem man eine möglichst spannende und interaktive Patientenvorstellung vorbereitet. Bei Fragen steht einem ein:e Oberärztin zur Verfügung, welche an dem Seminar auch teilnimmt.
- Generell lohnt es sich wirklich in die Funktionsdiagnostik zu gehen!! (Endoskopien mit Endosono, ERCP, interdisziplinäres Sonozentrum..) (Auch die Ambulanzen sind interessant)

Stationsspezifisches:
Gastro/Rheuma/Infektio:
Es gibt drei Teams (rot, gelb, grün) mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Ich war in Team rot (CED, Onko und Privatpatienten) und Team gelb (Infektio/rheuma).
Rot: Beginn: 7.45Uhr/8 Uhr je nachdem wie man es lieber mag. Um 8 Uhr beginnt bereits die kurze Chef- und OAvisite mit Prof. Sigmund und OA Daum, wenn man daran teilnehmen möchte, dann muss man die BE+Flexülen irgendwie vorher o. danach wuppen. (Ca. 15 BEs täglich, je nach PJ-Besetzung)
Ab 9 Uhr kommen Neuaufnahmen (pro Tag zwischen 4-7), die allesamt möglichst bis 12 Uhr aufgenommen werden sollen. Die Visiten wurden von den Stationsärzte:innen sehr unterschiedlich durchgeführt: meist viel am PC mit Kurve und dann nochmal fix durch alle Zimmer.
12 Uhr ist die Mittagsbesprechung (sie wird parallel online übertragen), bei der über alle Neuaufnahmen der drei Teams aus der Nacht und selektive gesprochen wird.
Anschließend geht man als PJ-ler:in am besten Essen, denn sonst bleibt keine Zeit, meist waren die Stationsärzte:innen zu gestresst für gemeinsames Essen.
Danach können Briefe geschrieben, Patienten weiter aufgenommen oder Therapien/Diagnostik gesehen werden (Aszitespunktion, Pleurapunktion, Endoskopie ist immer ein Besuch wert!)
Gegen 15 Uhr ist erneute Teambesprechung mit OA und Chefin. Hier kann man auch " seine" Neuaufnahme vorstellen.
Feierabend ist sehr von dem Workload und der Besetzung abhängig, man muss schon eher selbst darauf achten, falls man pünktlich gehen möchte. Vor 17.30 Uhr wird man in der Regel nicht nach Hause geschickt.

Gelb: (Fachlich sehr zu empfehlen, da man ein breites rheumatologisches Spektrum sieht)
Allerdings kann es sein, dass ein Großteil der Arbeit des Teams durch Covid-19-(Verdachts)fälle aktuell in Anspruch genommen wird!!
Beginn ab 8Uhr mit BEs, Hier findet die Chefvisite später statt, es ist morgens bis 9 Uhr mit den Aufnahmen also recht entspannt (Entlassungen).
Die Visiten sind hier ausgiebiger, man bespricht den Patientin immer vor dem Zimmer. Stimmungsmäßig war es mal so mal so, es gibt ein paar sehr emotionale Charaktere im Team, aber davon nicht verunsichern lassen, es sind alle nett!!
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Patientenvorstellung
Tätigkeiten
Patienten aufnehmen
Blut abnehmen
Braunülen legen
Botengänge (Nichtärztl.)
Eigene Patienten betreuen
Punktionen
Patienten untersuchen
EKGs
Rehas anmelden
Briefe schreiben
Untersuchungen anmelden
Dienstbeginn
Nach 8:00 Uhr
Dienstende
17:00 bis 18:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
7 Euro Essensgutschein

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
2
Unterricht
2
Betreuung
2
Freizeit
2
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.47