PJ-Tertial Innere in Krankenhaus Waldfriede (7/2018 bis 11/2018)

Station(en)
Station 7
Einsatzbereiche
Station
Heimatuni
Berlin
Kommentar
Ein sehr nettes kleines Krankenhaus. Besonders schön ist es, dass schnell jeder jeden kennt.
In der Inneren Abteilung waren wir 3 PJler. 2 waren auf der größeren Station 6 untergebracht, einer war auf der kleineren Station 7 mit zusätzlicher Betreuung der Komfortstation.
Der Tag beginnt morgens mit einer Frühbesprechung um 8 Uhr. Dort werden die Neuaufnahmen des Vortages besprochen, die geplanten Aufnahmen mit Station kurz genannt und so manches Organisatorisches geklärt. Dann geht es los mit den Blutentnahmen und Flexülen legen für die Studenten: auf der St. 6 ist man zu zweit, auf der 7 alleine. Keine Sorge! Man wird nicht überhäuft! Meistens sind es pro Student zwischen 3 und 6 Blutentnahmen und eine Flexüle pro Tag (plus die eigenen Neuaufnahmen). Die Ärzte ordnen auch nicht irgendwas stumpfsinnig an, sondern immer mit einer konkreten Fragestellung wie es auch sein sollte.
Danach geht es weiter mit Visite. Die meisten Ärzte warten auf euch bevor es damit losgeht. In der Zeit davor klären sie MRT-Termine, schreiben Briefe, ... das übliche. Alles Ärzte sind super nett, aber jeder hat seine eigene Art Visite zu machen, was nicht schlimm ist, da man so unterschiedliche Möglichkeiten lernt, es zu machen. Neu war die Einführung der elektronischen Kurve, eigentlich eine super Sache, aber mit ein paar Startschwierigkeiten aus technischen Gründen. Durch u.a. insuffizientes Klinik-WLAN oder langsame Visitenrechner dauerte die Visite manchmal länger.
Zwischen 11 und 13 Uhr kommen meist die geplanten Neuaufnahmen. Oft waren es 2-3 Patienten pro Station. In den meisten Fällen konnte man die Visite in Ruhe beenden und sich danach um die Neuaufnahmen kümmern. Dazu gehörte: Zugang, Aufnahmelabor abnehmen, Anamnese, Untersuchung, Brief anlegen, in Stationsübersicht eintragen, Anordnungen in Rücksprache mit Arzt und Untersuchungen anmelden. Im Laufe des Tertials kamen auch Aufklärungen (Kolo, Gastro, Aszitispunktion, ...) hinzu. Am nächsten Tag stellte man seinen Patient in der Frühbesprechung vor.
An den meisten Tagen war es möglich von 13-13:30 Uhr pünktlich zu essen. Die meisten Internisten haben sich dem angeschlossen, wenn sie Zeit hatten. Um 13:30 war täglich eine Röntgen-Demo in der wir alle Bilder präsentiert bekamen die von Internisten im Laufe der letzten 24 Stunden angemeldet wurden. Nach der Demo wurde das erledigt was vorher übrig blieb: seine Aufnahmen zu Ende machen, Briefe anlegen, andere Briefe fertig schreiben. Irgendwann kam der Oberarzt der Station um nochmal alle Patienten der Station durchzusprechen (wie gehts dem, was ist der Plan, ....) und sich die Neuaufnahmen anzusehen. Waren Chef-Patienten auf der Station (war bei der Komfort-Station meistens der Fall), so kam der Chefarzt ebenfalls zur Visite vorbei. Diese Nachbesprechungen waren immer sehr informativ, da man sich nochmal mit jedem Patienten beschäftigte und Durchblick bekam. Im Schnitt konnte man danach dann gegen 16:30 Uhr nach Hause. Mal früher, mal später, je nachdem wann die Nachbesprechung vorbei war.
Beide Stationen waren gastroenterologisch geführt. Der Chefarzt und 2 Oberärzte sind Gastroenterologen, ein Oberarzt ist Kardiologe.
Positiv zu erwähnen ist auf jeden Fall, dass, sofern der Wunsch besteht, man auch wochenweise in die Notaufnahme, auf die Intensivstation, die Anästhesie und die Radiologie rotieren kann. Dies kann jeder PJler machen (egal ob Chirurgie, Innere, Gyn).
Die PJler der Inneren wurden dazu angehalten, nicht alle an einem Tag Studientag zu nehmen. Sonst konnte man seinen Studientag flexibel nehmen, wann immer man wollte. Ein Ansparen von Studientagen ist allerdings nicht vorgesehen.

Rückblickend ein schönes Tertial in dem ich viel mitnehmen konnte, insbesondere in Hinblick auf die Gastroenterologie.

Von mir Note 1 und Empfehlung.
Bewerbung
Buchung unkompliziert über pj-portal.de
Da das Haus beliebt ist, sind die Plätze auch recht zügig weg.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Fallbesprechung
Bildgebung
Tätigkeiten
Blut abnehmen
Patienten untersuchen
Rehas anmelden
Patienten aufnehmen
Notaufnahme
Braunülen legen
Briefe schreiben
Eigene Patienten betreuen
Untersuchungen anmelden
Röntgenbesprechung
Dienstbeginn
Nach 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Essen frei / billiger
Mittagessen regelmässig möglich

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
1
PJler-Ansehen
1
Stimmung Klinik
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
2
Lehre auf Station
1
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.07