PJ-Tertial Neurologie in Klinikum Grosshadern (9/2025 bis 12/2025)

Station(en)
H8a
Einsatzbereiche
Station, Notaufnahme
Heimatuni
LMU Muenchen
Kommentar
Das Neuro-Tertial in Großhadern lohnt sich definitiv, wenn man Lust auf das Fach hat und in Kauf nimmt, dass man viel arbeitet. Man wird zwar gefordert, dafür jedoch auch gefördert und genießt als PJler/PJlerin hohes Ansehen im Team und wird sehr freundlich aufgenommen.

HARD FACTS:
- 16 Wochen Tertial: aufgeteilt in einen Großteil auf der Heimatstation (bei mir 13 Wochen) und Rotationen (jeweils 1 Woche: ITS, Notaufnahme und Stroke)
- Arbeitsbeginn: meist war ich zwischen 7.30 Uhr und 7.45 Uhr da, geblieben bin ich pro Tag ca 10h, manchmal auch länger
- Unterricht: jeden Montag gibt es festen PJ Unterrich, der in meinem Tertial lediglich einmal verschoben wurde
- Zusatzangebote: bei uns konnte man freiwillig einen Tag nach Bad Aibling in die Reha-Klinik fahren
- es ist 1x verpflichtend einen Journal Club für die Morgenbesprechung zu halten, die Paper werden zu Beginn vergeben / man darf sich aus einen Pool an Papern eins aussuchen

STATION
- Der Stationsalltag gestaltete sich wie folgt: (für PJs nur Mi und Do Morgenbesprechung), Blutabnehmen, Viggos legen, Visite gehen, Patienten aufnehmen, Kurvenvisite, (gemeinsames Mittagessen mit allen Assistent:innen), Röntgendemo, Oberärztinnenvisite, Briefe schreiben und angefallene Arbeiten erledigen / Untersuchungen anmelden etc.
- Im Verlauf durfte ich eigene Patienten betreuen
- Kontakt zur Oberärztin, Stationsärztin (in meinem Fall die Rotantin der Psychiatrie), den anderen Assistenzärztinnen auf Station sowie der Kontakt der Pflege war über das Maß wertschätzend, freundlich und kollegial
- Als Pjlerin der H8a hatte ich das Glück, dass ich auch viel vom Epi Monitoring mitbekommen habe, hier sind sogar die Ärzt:innen auf mich zugekommen, wenn es spanennde Patient:innen gab oder Aufzeichnungen, sodass ich dadurch unfassbar viel gelernt habe

NOTAUFNAHME-ROTATION
- Man läuft in dieser Rotation immer mit einem Arzt / Ärztin mit und hilft wo man kann, untersucht selbstständig, arbeitet Verdachtsdiagnosen heraus, man kann sich aussuchen entweder 4x12h Schichten mitzulaufen, um einen freien Tag zu erhalten oder 5x8h Schichten zu machen
- In meinem Fall gab es viele Schockräume und spannende Patient:innen, sodass dies eine sehr lehrreiche Zeit war

INTENSIVSTATION
- Man läuft hier meist mit dem 2. Dienst mit, an manchen Tagen gab es sehr viele CT Fahrten, wo man als PJler auch mit angepackt hat, auch hier galt das Prinzip 4x12h oder 5x8h, während meiner Zeit gab es spannende Krankheitsbilder, wenn man Glück hat lernt man wie man eine Arterie legt oder Pleura Punktionen macht, ich hab im Zuge dieser Rotation meine erste Reanimation mitbekommen
- auch hier war das Team sehr freundlich und hat einem jede einzelne Frage beantwortet
- insgesamt sehr lehrreich
- Arbeitsbeginn 7.30 Uhr (umgezogen)

STROKE
- spannende Zeit, viele Untersuchungen und man läuft bei den Inhouse-Strokes oder auch Stroke-Schockräumen immer mit, die Stroke ist in eine TIA Seite und eine Stroke Unit unterteilt, man hilft auf beiden Seiten mit und hat auch hier die Möglichkeit beispielsweise eine Arterie zu legen


FAZIT
Insgesamt war dies mein bestes PJ Tertial, da ich natürlich Interesse am Fach hatte, aber da ich auch jeden Tag aus dem PJ rausgekommen bin und wirklich was gelernt hat. Hervorzuheben ist vor allem das Ansehen des PJlers/der PJlerin im Team, man wird dazu ermutigt eigene Patienten vorzustellen und zu betreuen, was bei mir sehr regelmäßig funktioniert hat. Ich bin in das Tertial hinein und hatte keine Struktur in meinem klinischen Arbeiten, rückblickend hat sich das durch dieses Tertial geändert
Bewerbung
Über PJ Portal
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Repetitorien
Bildgebung
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
Untersuchungen anmelden
Botengänge (Nichtärztl.)
Eigene Patienten betreuen
Rehas anmelden
Punktionen
Blut abnehmen
Braunülen legen
Briefe schreiben
Patienten untersuchen
EKGs
Patienten aufnehmen
Notaufnahme
Röntgenbesprechung
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
nach 18:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Essen frei / billiger
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Mittagessen regelmässig möglich
Gehalt in EUR
500

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
4
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.2