PJ-Tertial Neurologie in Klinikum rechts der Isar (11/2025 bis 3/2026)

Station(en)
L1c (Normalstation), L1b (Zwischenstation), Stroke Unit, Notaufnahme
Einsatzbereiche
Diagnostik, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Notaufnahme, Station
Heimatuni
Wuerzburg
Kommentar
Mein erstes Tertial habe ich in der Neurologie mit der Rotation auf Normalstation begonnen. Das war sehr angenehm, um die Strukturen und Abläufe kennenzulernen. Trotzdem wurde man nur so mäßig gut eingearbeitet. Netterweise haben das die anderen PJs in den ersten Tagen übernommen, sodass man sich doch schnell zurecht gefunden hat. An sich hat mir die Normalstation am besten gefallen, denn es gibt sehr viele unterschiedliche Fälle, viele Aufnahmen, für die man dann verantwortlich ist, und auch in der Regel genug Zeit, um immer mal wieder etwas nachzulesen. Der Tag beginnt dann um 8 Uhr, 8:30 dann Frühbesprechung mit den Neuroradiologen., danach eben Stationsalltag (BE, LP, Untersuchungen). Leider konnte ich auf der Station nicht so viel übernehmen, wie ich es mir gewünscht hatte. Auch proaktives Fragen und Eigeninitiative hat nur wenig geholfen. Das war aber eher ein Problem meiner zuständigen Ärztin. In anderen Teams war es dann ganz normal, dass man Patienten (mehr oder weniger) selbstständig betreut und auch für deren Briefe etc. verantwortlich war. Da man doch fast 2 Monate auf Normalstation verbringt, hätte ich mir das hier mehr gewünscht. Dazu kam noch, dass wir in den ersten 3 Wochen 3 PJs auf Station waren, sodass man ohnehin wenig zu tun hatte. Etwas mehr Aufgaben (und wenns nur Briefe schreiben ist) hätten da schon gut getan. Der Tag auf Normalstation geht vergleichsweise lang. Ich war im Privatteam, heißt täglich Chefvisite. Der kommt allerdings oft erst spät und lässt es auch nicht unkommentiert, wenn die PJs schon gegangen sind. Ich würde sagen im Durchschnitt war ich hier bis 17 Uhr in der Klinik.
Meine nächste Station war die L1b. Nicht unbedingt das spannendste, aber dafür konnte man oft früher gehen. Danach ging es für 2 Wochen in die Notaufnahme. Hier war alles sehr chaotisch und ich habe eine Weile gebraucht, bis ich wohl gefühlt habe. Auch hier kommt es sehr auf die Kollegen an. Manche sind super dankbar, dass man da ist und selbstständig untersucht, dokumentiert und dann eine kurze Übergabe macht, während andere einen eher ignorieren und deine Hilfe auch gar nicht wollen. Arbeitszeiten kann man sich hier legen wie man will bzw. mit anderen PJs abstimmen. Da vor 10 Uhr eigentlich nichts los ist, war ich immer von 10-16/17 Uhr da. Zum Schluss war ich auf der Stroke (Dienstbeginn 7:30). In meinen Augen ziemlich langweilig, wenn man davor viele unterschiedlichen Sachen gesehen hat. Hier ist die Hauptaufgabe, den NIHSS zu erheben (BEs macht schon der Nachtdienst). Dafür kann man aber in der Regel so lange bleiben, wie man will. Ich bin meistens vor der Nachmittagsvisite um 15 Uhr heim, außer es gab noch eine Leitstelle und was anderes spannendes. Zwischendurch gab es die Möglichkeit eine Woche in die Ambulanzen und Diagnostik zu gehen.

Der PJ-Unterricht der NRad war leider oft sehr durcheinander und wirkte unvorbereitet. Aber manche haben es auch echt gut gemacht. Wir haben das auch schon angemerkt. Also vielleicht wird es in Zukunft besser. Freitags ist dann immer PJ-Visite auf Station, bei der man sich ein Krankheitsbild am Patienten genauer anschaut und meistens detailliert bespricht. Beides hat regelmäßig stattgefunden.

Fazit: Insgesamt hat es mir richtig gut gefallen. Für mich persönlich war die Anfangssituation mit der einen Ärztin etwas unglücklich, aber ansonsten hatte ich durchwegs positive Erfahrungen mit dem Team. Trotzdem geht viel Kommunikation an Pjlern vorbei. So haben wir z.B. erst morgens von Fortbildungen oder Vorträgen erfahren, anstatt dass man uns auch eine E-Mail schickt. Die Arbeitszeiten fand ich in Ordnung, aber ich bin auch selten länger geblieben als ich musste (eigentlich nur auf Privatstation). Es gab aber auch sehr motivierte PJs, die regelmäßig freiwillig länger da waren. Zwischendurch ist die Neuro hier schon fast zu gut mit Studis besetzt, sodass manche Stationen dauerhaft doppelt besetzt waren, was in meinen Augen meist unnötig und eher nervig ist.
Bewerbung
PJ Portal
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
Fallbesprechung
Bildgebung
Tätigkeiten
Patienten aufnehmen
Patienten untersuchen
EKGs
Botengänge (Nichtärztl.)
Braunülen legen
Blut abnehmen
Notaufnahme
Röntgenbesprechung
Punktionen
Eigene Patienten betreuen
Briefe schreiben
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Essen frei / billiger
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Mittagessen regelmässig möglich
Gehalt in EUR
500

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
2
Betreuung
2
Freizeit
2
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
2

Durchschnitt 1.6