Ich habe mein Tertial in der Inneren im Franziskus Harderberg gemacht.
Man wurde von Beginn an gut aufgenommen und die Organisation war sehr gut. Man hat vor dem Tertial noch Mails erhalten und am ersten Tag auch ein eigenes Telefon, Namensschild und Schlüssel für seinen Spint bekommen. Den Orbis-Zugang hatte man auch direkt gehabt und innerhalb der ersten Woche hat man noch die Rotationen besprechen können. Dort war man auch sehr frei in seiner Wahl, ich konnte z.B. auch in die Psychosomatik, Palliativ- und Schmerzmedizin rotieren. Das war wirklich sehr gut geregelt!
Auf Station selbst konnte man schnell viele Tätigkeiten eigenständig übernehmen. Die Betreuung über die Ärzt/-innen war wirklich sehr gut und alle sind sehr freundlich. Blut abnehmen und Branülen legen musste ich kaum. Aber umso mehr wurde man auch immer wieder dazu angeregt, alleine Patienten zu versorgen. Dadurch konnte ich sehr viel lernen, weshalb ich das Tertial in der Inneren nur jedem empfehlen kann.
Ein Minuspunkt war der Unterricht. Manchmal ist der ohne Vorwarnung ausgefallen und wir mussten erst einmal 20 min herumtelefonieren, bis sich herausstellte, dass der/die Unterrichtende keine Zeit hatte. Teilweise wurde dann auch kein anderer Termin genannt. Manchmal wurden auch Stationen oder Fachbereiche vorgestellt, was an sich nicht schlimm ist, aber nicht lehrreich fürs M3 ist. Richtige Patientenvorstellungen am Krankenbett oder Prüfungssimulationen (in einem einfachen Rahmen, mit Fragenrunden) wären sehr hilfreich gewesen, gab es aber leider nicht bzw. kaum.
Eine andere zu erwähnende Tatsache ist die Anbindung zum Krankenhaus. Die Busverbindung ist nicht gut, da würde es sich lohnen mit dem Auto zu kommen (PJler kriegen einen kostenlosen Parkplatz!) oder im Sommer mit dem Fahrrad (E-Bike werden auch gestellt).