TLDR: Ist halt ein Chirurgie Pflicht Tertial. Man macht Blutabnahmen (zwischen 2-5 pro Tag), erste oder zweite Assistenz im OP, Arztbriefe vorschreiben wenn man will, Pat. Voruntersuchen (NA/Ambulanz)
Sonst normal viel Leerlauf. Aber alle sind nett und appreciaten PJs
Haus allgemein:
Da es in einer vorherigen Bewertung erwähnt wurde, die Rotation wurde NICHT abgeschafft. Wenn nur ein PJ im Haus ist bzw im chirurgischen Tertial, wird dieser abwechselnd auf VCH und Ortho/UCH eingeteilt, da das die größte Abteilungen sind (auch die wichtigsten fürs M3!!) und die halt PJs am meisten brauchen. Das ist schade und unfair, man kann aber fragen ob man hin und wieder in die Notaufnahme darf, wenn Leerlauf ist.
Normalerweise bei voller besetzung wird man aber eingeteilt in Notaufnahme (2W.) Handchirurgie (2W.) Thoraxchirurgie (2W.) Allgemein/Viszeralchirurgie (4W.) und Ortho/Unfall/Wirbelsäule (4W.)
Es gibt einen PJ-Sprecher, welcher auch die Einteilung erstellt. Ansonsten gibt es bei Fragen auch ne Whatsapp Gruppe.
Mittagessen ist gratis jeden Tag (man bekommt am Anfang des Monats so Marken die man jeden Tag abgibt). Essen ist ok, meistens gibt es eine vegetarische Option.
Man bekommt einen Zugang zum System (SAP :'( ) womit man eigentlich auf alles Zugriff hat.
Es gibt eine Umkleide und jeder bekommt einen Spint, dafür gibt es keinen "PJ-Raum" (aber ein kleines Cafe mit Kaffe-Rad)
Notaufnahme:
Super Rotation, man muss erst 8:15 oder so da sein, man kann Patienten selber untersuchen und (unter Rücksprache) betreuen. Man darf nähen und Drainagen ziehen, wenn man sich das zutraut. Je nachdem ob es was spannendes gibt kann man auch manchmal bei den Internsiten mitschauen oder mal einen Schockraum miterleben.
Handchirurgie:
Man ist meistens als erste Assistenz mit eingeteilt. Am Anfang muss man halt wissen wie man alles vorbereiten muss aber sobald man das down hat sehr entspannt. Man manchmal oft zunähen (da gerne oft Fragen und initiative zeigen, sonst vergessen die das halt oder wissen nicht dass man darauf Lust hat). Es kommen manchmal paar Fragen zur Anatomie also cool wenn man es sich angeschaut hat aber auch nicht schlimm wenn mans nicht weiss. Wenn man nciht im OP ist, ist es schon relativ mau. Man kann halt in der Sprechstunde daneben sitzen.... BEs und Viggos halten sich seeeeeehr in Grenzen (meistens machen das die Assistenzärzte der plastischen oder wenn man OP ist einer der amderen PJs) ich habe in meinen zwei Wochen insgesamt 2 viggos gelegt und einmal ne Labor Kontrolle.
Thoraxchirurgie
Nettes Team, leider relativ wenig zu tun als PJ. BE und Viggos gehen sehr fit (1-4 pro Tag), ansonsten darf man im OP zuschauen (oft DaVinci, eingentlich ganz gut zu sehen und es wird auf Anfrage auch viel erzählt) manchmal darf man bei kleineren Eingriffen mit an den Tisch, teilweise erste Assistenz. Es gibt eine OÄ, die bisschen grimmig ist, nicht persönlich nehmen.
Minuspunkt, dass man oft nicht ins Stationszimmer kommt weil niemand da ist und man dann bisschen lost ist.
Allgemein/Viszeralchirurgie
Nettes überschaubares Team. Man macht immer gemeinsam mit den Oberärzten und dem Chef Besprechung und Visiste, da trägt man das Tablett mit Verbandsmaterial. Danach sind meistens die BEs dran oder man muss in den OP. Wenn man alleine ist, ist es da wichtig den Assistenzärzten Bescheid sagt was fehlt damit das nicht liegen bleibt. (Wenn man in den OP soll also auch bisschen beeilen aber ist nicjt schlimm wenn was liegen bleibt)
Im OP ist man bei Gallen meistens zweite Assistenz, bei kleineren Sachen (Sinus oder Serom) auch mal erste und dann darf man auch oft selber viel machen.
Man kann über einen zweite Tür immer ins Assistenzarztzimmer, man kann wenn man fragt auch Arzrbriefe vorschreiben.
Alternativ kann man meistens in die Ambulanz. Das habe ich selber nicht oft in Anspruch genommen aber soll wohl sehr cool sein, weil man viel voruntersuchen darf.
Meistens ist man zu zweit also kann man sich gut aufteilen und einer wird meistens früher nach Hause geschickt
Orthopädie/Unfallchirurgie/Wirbelsäule
Wirklich nicht so schlimm.
Die Assistenzärzte sind alle suuuuper nett, teilweise schon entschuldigend. Wann immer was spannendes ist wird man mitgenommen. Es wird versucht zwischendurch bisschen Lehre zu machen (interessante Fälle durchsprechen, Abfragen zwischendurch)
Es gibt keine elektiven (!) Hüften also hält sich das sehr in Grenzen. Insgesamt hatte ich im ganzen Monat nur eine gemacht. Und selbst da waren die super nett
Morgens ist Frühbesprechung, da kann man meistens schon sehen ob die einen PJ im OP brauchen, danach teilen sich alle auf für die Visite, das ist leider ein wenig messy, man hängt sich einfach an einen der Assistenzärzte dran.
Danach macht man die Blutabnahmen (meistens so 5-10), das kann man sich dann entspannt austeilen zu zweit (plus ggf Famulanten). Manchmal soll man danach noch Verbandswechsel machen bei einzelnen Patienten (sagen die dann in der Visite)
Ansonsten sitzt man viel im Stationszimmer (kein Schlüssel, immer klopfen), man darf Arztbriefe vorschreiben und wenn was spannendes kommt oder wenn Kleinigkeiten anstehen geht man da halt kurz hin (Verbadswechsel, Drainage ziehen, Fäden/Klammern ziehen, mini Mental test machen, EKs transfundieren (mit Arzt zusammen),....)
Man darf auch in die Ambulanz aber das habe ich nie gemacht und wird einem auch nicht empfohlen.
Man kann bei den OPs auch wenn man nicht eingeteilt ist meistens zuschauen, man sieht mal mehr mal weniger.
Da man zu zweit ist (pluss ggf. Famulanten) kann man eigentlich immer bescheid sagen wenn man früher gehen /später kommen möchte.