Insgesamt hat es mir in Neuperlach sehr gut gefallen. Ich habe dort super viel gelernt und würde jederzeit wieder dort PJ machen. Besonders für Studierende mit Interesse an Chirurgie ist Neuperlach eine sehr gute Wahl, da großer Wert auf Ausbildung gelegt wird. Organisatorisch rotiert man monatlich durch die Abteilungen, 2 Monate Visceralchirurgie, einen Monat Unfallchirurgie und einen Gefäßchirurgie. Viermal pro Woche findet PJ-Unterricht statt (EKG, Innere, Chirurgie und Radiologie). Auf die Teilnahme wurde immer Wert gelegt, man konnte dafür ohne Probleme aus dem OP abtreten. In allen Abteilungen sind wir PJler meistens zusammen mit den Ärzten zum Mittag essen gegangen.
Visceralchirurgie:
Hier ist man für 2 Monate eingeteilt und wechselt nach einem Monat die Station (Normalstation, IMC). Fast alle Ärztinnen und Ärzte sind sehr daran interessiert, dir etwas beizubringen, sofern du Interesse zeigst. An den meisten Tagen ist man im OP eingeteilt, die Stimmung dort ist angenehm, respektvoll - mir gegenüber wurde niemand laut oder unfreundlich. Häufig durfte ich unter Anleitung praktische Tätigkeiten im OP und auf Station übernehmen. Auf Station nimmt man Blut ab und kann mit Briefen und Anforderungen helfen, was auch wertgeschätzt wird.
Unfallchirurgie:
Hier gibt es nur eine Normalstation. Auch hier waren die Ärztinnen und Ärzte unglaublich nett. Ein Physician Assistent übernimmt meist die Blutentnahmen. Wir PJler waren für die Verbandwechsel (montags, mittwochs und freitags) bei allen Patienten zuständig, was häufig bis in den Nachmittag dauerte. Im OP war man 2-3 mal pro Woche eingeteilt, meist aber nur für einen halben Tag. Die übrige Zeit verbrachte man in der Notaufnahme. Dort haben PJler allerdings keinen eigenen Zugang, sodass keine Dokumentation möglich ist. Man kann die Patienten aber voruntersuchen und anschließend mit dem Arzt besprechen. Außerdem durfte ich dort viel nähen.