PJ-Tertial Pädiatrie in Staedtisches Klinikum St. Georg (7/2023 bis 10/2023)

Station(en)
9.2, (9.1), auf Wunsch auch Neo, ZNA und KITS möglich
Einsatzbereiche
Notaufnahme, Diagnostik, Station, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Leipzig
Kommentar
Ich habe hier mein 3. Tertial absolviert. Am St. Georg bekommt man pro Tertial 3 freie Tage zur freien Verfügung. Zusätzlich finden pro Monat 2 "2days4you" statt. An dem ersten Tag gibt es je nach Themengebiet (pro Tertial insg. 4, Innere, Chirurgie, Diagnostik und weitere Fächer) diverse Vorträge zu jeweils einem Fachgebiet als Vorbereitung/ Repetitorium vor dem M3. Am zweiten Tag geht es dann in die jeweiligen Kliniken und es werden ganz verschiedene Lernmodule von Thoraxdrainagelegen, Schockraumtraining, Rea-Training, chirurgisches Nähen, Gipsen bis hin zu Blutausstrichen oder geriatrische Assessments angeboten. Eine super Vorbereitung in Hinblick auf die anstehenden Prüfungen und man lernt auch die anderen Pjler kennen!

Die Pädiatrie beginn 7:30 mit der Übergabe auf Station, bevor es dann zur großen Morgenbesprechung zusammen mit der Kinderchirurgie und Kinderradiologie geht. Hier sieht man u.a. viele Röntgen- und MRT-Bilder inklusive radiologischer Beurteilung - ebenso als Prüfungsvorbereitung nützlich. Anschließend steht der Stationsalltag mit Visite und Aufnahmen an. Wenn man möchte, kann man eigene Patienten (natürlich mit ärztlicher Betreuung) größtenteils allein betreuen. Hauptarbeit stellen vor allem die Aufnahmen da. Hier geht es um gründliche Untersuchungen, Blutabnahmen und das Ausfüllen des Anamnesebogens. Bei Problemen oder Fragen konnte ich mir stets ärztliche Unterstützung holen. Am meisten habe ich bei der Besprechung der Anamnesebögen mit den ärztlichen Kollegen lernen können- was ist wichtig, was muss ich fragen etc. Insgesamt arbeitet man, je länger man dabei ist, immer selbstständig. Später folgt meist das gemeinsame Mittagessen. Hier wird man als Pjler gut aufgenommen und die Hierarchien sind hier um einiges flacher als in universitären Häusern. Von Assistenten bis Oberärzten und sogar Chefärzten sitzen hier alle an einem Tisch und es herrscht eine sehr lockere Stimmung- selten im PJ so viel gelacht!
Täglich laufen mehrere verschiedene Spezialambulanzen, sodass man eben nicht das ganze PJ mit Aufnahmen beschäftigt ist, sondern z.B. auch in die Rheuma-, Immundefekt-, Endokrino- oder z.B. Gastrosprechstunden hineinschnuppern kann. Manchmal ist es auch möglich bei Gelenkpunktionen zuzusehen. Ich war sehr gerne bei den ÖGD/ Kolos dabei- wo man auch assistieren darf. Hier kann man wirklich viele Eindrücke vor dem Berufsstart mitnehmen. Besuche in der Notaufnahme, auf der KinderITS oder in der Neo sind genauso empfehlenswert!
14:30 geht es dann zur Tagesbesprechung, wo man auch als PJler seine aufgenommenen Patienten vorstellt und manchmal auch theoretische Fragen gestellt bekommt. Ähnlich geht es in den Chefarztvisiten zu. Hier kann man mit Wissen zu seinen aufgenommenen Patienten glänzen. Ich hatte nie das Gefühl, vor den ärztlichen Personal "gegrillt" zu werden, stattdessen war man hier wirklich daran interessiert, dass ich etwas mitnehme aus dem Pj. Insgesamt habe ich mich sowohl im schwesterlichen als auch im ärztlichen Team sehr willkommen und wohl gefühlt. Meist waren wir mind. 2 Pjler/ Famulanten, sodass man sich in die Aufgaben gut hineinteilen konnte. Durch die zahlreichen Visiten, PJ-Tage und Nachbesprechungen zu den Patienten lernt man viel fast "nebenbei".
Wer viel sehen und lernen will, neben Basics auch mal etwas über seltene Kolibris erfahren will und ein aufgeschlossenes, lustiges Team sucht ist hier genau richtig! Auch im Hinblick auf eine spätere Bewerbung kann ich ein Tertial hier nur empfehlen!
Bewerbung
Bewerbung ging unkompliziert über das Pj-Tertial. Bei besonderen Wünschen (z.B. Rotationswünschen in die Neo/ ZNA) bietet es sich an, sich direkt mit den PJ-Verantwortlichen des Klinikums per Mail/ Telefon in Verbindung zu setzen- klappt sehr unkompliziert und sind alle sehr bemüht!
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Nahtkurs
Prüfungsvorbereitung
Patientenvorstellung
Sonst. Fortbildung
Bildgebung
Repetitorien
Tätigkeiten
Untersuchungen anmelden
Notaufnahme
Braunülen legen
Patienten untersuchen
EKGs
Patienten aufnehmen
Eigene Patienten betreuen
Blut abnehmen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Frei verfügbar
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger
Gehalt in EUR
200 Euro pro Monat, 3 Studientage im Tertial, PJ-Weiterbildungen (2 Tage pro Monat) und gratis Essen
Gebühren in EUR
keine

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1