PJ-Tertial Anästhesiologie in Parkkrankenhaus Leipzig-Suedost (9/2025 bis 12/2025)

Station(en)
OP-Saal, Intensivstation
Einsatzbereiche
OP, Station
Heimatuni
Goettingen
Kommentar
Das Wahltertial in der Anästhesie im Parkklinikum zu verbringen kann ich sehr empfehlen! Ich bin ins PJ gestartet, ohne so ganz konkret zu wissen, in welche Richtung ich nach M3 gehen möchte, und wurde in der Abteilung dort nachhaltig sehr für das Fach begeistert.

Generell werden die 4 Monate dort in 2 Monate OP-Saal und 2 Monate Intensivstation geteilt. Ich habe zuerst 2 Monate im OP-Saal und im Anschluss die 2 Monate auf ITS verbracht, was sich für mich als sinnvolle Reihenfolge herausgestellt hat. So konnte man mit mehr Ruhe und Struktur im OP Grundlagen lernen (Medikamente, Dosierungen, Beatmungsgrundlagen etc), welche ich dann mit in die Zeit auf ITS nehmen konnte, da dort aufgrund der höheren Arbeitsbelastung weniger Zeit für ausführliche Erklärungen ist.

Im OP-Saal wird man nach der Morgenbesprechung einer/einer Anästhesist*in bzw. einem Saal zugeteilt bzw. kann nach Wunsch/ Empfehlung dorthin gehen und verbringt dann idR den Tag dort. Das Team ist wirklich sehr nett und war wirklich bemüht, dass ich viel machen und lernen konnte. Unter Aufsicht kann man die Ein- und Ausleitung dann selbst durchführen. Es war immer Zeit und Motivation bei allen da, mir Fragen zu beantworten, sodass ich viel über Medikamente, Beatmungs- und Kreislaufmanagement und die Funktion von Narkosegeräten gelernt habe. Auch Spinalanästhesien durfte man unter oberärztlicher Supervision durchführen. Auf Wunsch bin ich in die Prämedikationsambulanz und 1 Woche in die Anästhesie im Herzzentrum nebenan rotiert. Einen kleinen Einblick in die Kardio-Anä zu erhalten würde ich euch auf jeden Fall auch empfehlen - das Team dort ist auch nett und man bekommt einen wertvollen Einblick in die Besonderheiten anderer OPs, die im Parkklinikum nicht stattfinden. Ich würde noch den Tipp geben, dass man sich morgens gut mit den anderen Praktikant*innen aus der Anä-Pflege abspricht - oft ist man sonst zu 4. dort in den kleinen Einleitungsräumen und ggf. gibt es ja noch andere Säle mit weniger PJ/Praktikant*innen dort dann.

Der große Anteil Intensivstation hat mir sehr gut gefallen, da man sich dort nach Eingewöhnungs-/Einarbeitungszeit echt gut einbringen und mitarbeiten kann. Typische PJ-Aufgaben sind dort die tägliche Statuserhebung, Patient*innen-Aufnahmen und Assistenz bei z.B. Bronchoskopien oder Punktionen. Ich wurde oft motiviert, eigene Patient*innen zu übernehmen, die man dann in enger Absprache oder zusammen mit den ärztlichen Kolleg*innen dort parallel betreut und dann auch zu Fachvisite oder internen Übergabe vorstellen soll. Arterielle Katheter, ZVK und Pleuradrainagen sollen und dürfen auf ITS auch von PJler*innen gelegt werden - wie oft man dann die Gelegenheit bekommt hängt natürlich auch etwas von anderen PJs/ Asssitenzärzt*innen auf Station ab. Ich wurde für die Punktionen von allen aus dem Team toll angeleitet. Ansonsten kann man sich auch jederzeit das Sono-Gerät schnappen und üben bzw. sollte/konnte ich auch selbstständig US-Befunde erheben am Ende, da ich auch für das Sono jederzeit eine gute Anleitung bekommen habe.

Die 10 Studientage kann man sich frei einteilen und in Absprache mit dem PJ-Zuständigen OA Dr. Haberhauer ließen sich Fehltage/ Urlaubstage etc. gut regeln. Ich habe mich durch das Tertial hinweg gut betreut gefühlt und man hatte für alle Anliegen immer eine Ansprechperson in der Nähe. Insgesamt habe ich mich in der Abteilung dort und im KH generell echt wohl gefühlt und fand auch die Zusammenarbeit mit dem ITS-Pflegekollegium und dem ATA-Team sehr wertschätzend und habe auch viel von ihnen gelernt! Ich denke, dass man als PJler*in sehr von einem kleineren Team profitiert, in welches man gut eingearbeitet wird und nicht jeden Tag neue Kolleg*innen kennenlernt, die einen auch erst einmal einschätzen müssen dann. Im Vergleich zu einer Uni-Klinik hat man natürlich nicht die gesamte Palette an special OPs/ Narkosetechniken bzw. keine HNO/MKG/Gyn. Für mich hat es sich jedoch ausgezahlt, die Basics kennen zu lernen und eine fundierte Einarbeitung in die Grundlagen von OP-Anästhesie und Intensivmedizin zu erhalten, sodass ich das PJ-Tertial hier uneingeschränkt weiter empfehlen würde.

Unterricht ist 3x/ Woche geplant (Innere, Chirurgie und Anästhesie am Mo, Mi und Fr). Gegen Ende des Tertials sind Termine auch öfter mal ausgefallen; die Gestaltung vom Unterricht war (wie überall) ziemlich abhängig von den Dozierenden. Ein kleiner Minuspunkt, der aber explizit unabhängig von der Abteilung ist, ist die Verwaltung: Zum einen kam 2x kein Gehalt und man musste in der Personalabteilung anrufen, damit sie es einem überwiesen haben. Zum anderen war es initial schwierig, an die eig. vorbereiteten Login-Daten für die Software zu kommen, dann musste man mit Wartezeit auf die Zugänge für weitere Programme warten. Was das angeht, sollte man etwas Geduld mitbringen.
Bewerbung
über das PJ-Portal, PJ-Plätze sind schnell weg hier
Unterricht
3 x / Woche
Inhalte
Prüfungsvorbereitung
Fallbesprechung
Repetitorien
Tätigkeiten
Eigene Patienten betreuen
Patienten aufnehmen
Blut abnehmen
Braunülen legen
Briefe schreiben
Röntgenbesprechung
Punktionen
EKGs
Patienten untersuchen
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Frei verfügbar
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Mittagessen regelmässig möglich
Gehalt in EUR
419

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
2
Unterricht
3
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.33