PJ-Tertial Allgemeinchirurgie in Klinikum Forchheim (9/2025 bis 12/2025)
Station(en)
11
Einsatzbereiche
OP, Station
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Ein Wort: Grauenvoll.
Ich hatte mich eigentlich auf das Chirurgie-Tertial und insbesondere mal ein kleineres Haus (mag ich persönlich mehr) gefreut, aber es war einfach nur mies. Täglich mehrere Stunden Blutentahmen (während manche ÄiW Kaffee trinkend rumsaßen) und pVKs legen. Wegen der Blutentahmen wurde man teilweise aktiv von Visite weggeschickt - nur um ne Stunde später vom Stationsarzt angemeckert zu werden, warum man denn die Krankengeschichte von Patient xy nicht auswendig kennt! Ja, wie denn, wenn man seltenst mit auf Visite darf? Eigene Patient*innen betreuen Fehlanzeige.
Wenn man mittags mit den Blutentahmen durch ist, kann man essen gehen (ziemlich teuer und oft zu wenig, vor allem das Vegetarische) und danach darf man auch nichts Spannendes tun, sondern wird zum Briefe schreiben verdonnert. Das Höchste der Gefühle ist mal ein Verbandswechsel oder die 2. Assistenz bei einer explorativen Laparotomie. Das bringt mich zur dritten Aufgabe neben Blut und Briefen: Haken halten. Es ist häufig, es ist anstrengend, es ist meistens langweilig und man wird oft angemeckert.
Hinzu kommen immer wieder rassistische und sexistische Entgleisungen gewisser Vorgesetzter. Die Assistenzärzte behandeln PJler als billige Arbeitskräfte, Lehre findet auch von deren Seite überhaupt nicht statt. Die Stimmung im Team ist insgesamt angespannt. Immerhin die Pflegekräfte sind nett.
Fazit: Finger weg. Die Studientage sind nice und können gesammelt werden, aber der Rest ist einfach nur ne Katastrophe.