PJ-Tertial Allgemeinchirurgie in Evangelisches Krankenhaus Paul Gerhardt Stift (8/2010 bis 12/2010)

Station(en)
Station 40 (Angiologie)
Einsatzbereiche
Station, Notaufnahme, Diagnostik
Heimatuni
Halle
Kommentar
Das PGS Wittenberg ist ein relativ kleines KH, entsprechend breit gefächert sind die Krankheitsbilder, die man im täglichen Stationsalltag sieht (selbst auf einer fachspezifischen Station wie der Angiologie).

Neben den normalen, alltäglichen Aufgaben, wie Patienten aufnehmen, Blutentnahmen, Flexülen/Braunülen legen etc. wurde es mir ermöglicht in ärztlicher Anleitung eigene Patienten zu betreuen. Ich empfand die genannten Aufgaben nie als "muss", eher als freiwillige Aufgabe. Erstens konnte man so einen besseren Überblick über das Krankheitsbild gewinnen und zweitens wurde mir im Gegenzug auch gerne das ein oder andere zu diesen Krankheitsbildern erzählt. Mit meinen Fragen konnte ich ebenfalls jederzeit zu den auf der Station befindlichen Ärzten gehen und sie wurden mir immer zufriedenstellend beantwortet. Weitere Tätigkeiten waren zum Beispiel Doppler-Index bestimmen, Stimmgabeltest, Pleura- und Aszites-Sonografie mit anschließender, unter Anleitung durchgeführter Punktion dieser. Des Weiteren konnte man oft auch in die Notaufnahme oder Funktionsabteilung gehen, wo einem auch oft etwas erklärt wurden und man das ein oder andere "ausprobieren" durfte (z.B. Bedienung des Gastroskops...)

Auf meiner Station habe ich mich sehr wohl gefühlt. Der Kontakt war sowohl zum Pflegepersonal als auch zu den Ärzten hervorragend, was sich auch darin widerspiegelte, dass man sogar außerhalb der Klinik gerne die Zeit miteinander verbracht hat.

Einziger Kritikpunkt war/ist die strukturierte PJ-Weiterbildung. Man nahm zwar an der wöchentlich stattfindenen Weiterbildung für Ärzte teil und durfte auf Nachfrage für einen Woche auf die Radiologie wechseln, jedoch gab es keine regelmäßige PJ-Weiterbildung, wie es laut Hören-Sagen in anderen Häusern üblich ist. Das ist natürlich sehr schade, möglicherweise aber durch die derzeit nicht optimale Personalsituation verschuldet. Laut Aussage ehemaliger PJ-ler und Ärzte war dies nicht immer so und wird demnächst hoffentlich wieder besser. Das meiste habe ich daher im täglichen Stationsalltag mitgenommen.

Positiv anzumerken bleibt: Andere Fachabteilungen ermöglichten uns auf Nachfrage eine gute Weiterbildung. Hervorzuheben sind außerdem zwei gute Sonografie-Kurse, welche aufgrund der guten Lehre sogar bis weit nach Feierabend stattfanden und danach in Eigeninitiative eines engagierten Assistenzarztes wöchentlich fortgeführt wurden.

Mein Fazit: breites Patientenspektrum, gutes Klima, verbesserungswürdige Weiterbildung
Bewerbung
über das Studiendekanant
Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
Prüfungsvorbereitung
Fallbesprechung
EKG
Patientenvorstellung
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Braunülen legen
Röntgenbesprechung
Blut abnehmen
Patienten untersuchen
Notaufnahme
Punktionen
EKGs
Botengänge (Nichtärztl.)
Untersuchungen anmelden
Eigene Patienten betreuen
Patienten aufnehmen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Unterkunft gestellt
Gehalt in EUR
240

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
2
Klinik insgesamt
2
Unterricht
3
Betreuung
1
Freizeit
2
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
2

Durchschnitt 1.8