PJ-Tertial Anästhesiologie in Helios Klinikum Bonn/Rhein-Sieg (12/2025 bis 3/2026)

Station(en)
Intensivstation, OP
Einsatzbereiche
Station, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, OP
Heimatuni
Bonn
Kommentar
Insgesamt hatte ich ein tolles Anästhesie Tertial in diesem Krankenhaus und würde es absolut weiterempfehlen!

Ich war die ersten 3-4 Wochen des Tertials auf der Intensivstation, man darf sich selber aussuchen, ob und wie lange man dorthin rotiert. Dort habe ich täglich die Patienten untersucht und anschließend dokumentiert. Bei Untersuchungen (z.B. Bronchoskopie, Tracheostoma-Anlage, ECMO-Anlage) durfte man jederzeit gerne zugucken und es wurde einem viel dazu erklärt. Wenn sich die Gelegenheit ergab, durfte ich invasive Tätigkeiten unter Aufsicht durchführen (z.B. Pleurapunktion, ZVK-Anlage).
Zudem hat einer der Ärzte auf der Intensivstation das Rea-Telefon bzw. Schockraumtelefon, sodass man bei Rea- oder Schockraum-Alarm immer mitlaufen konnte.
Im OP darf man sich meistens frei aussuchen, in welchen Saal man an dem jeweiligen Tag geht. Ich habe ein bisschen gebraucht, um für mich herauszufinden, was ich gerne machen/lernen möchte und in welche Säle ich dafür am besten gehe. Sobald das Team einen und seine Fähigkeiten etwas einschätzen kann, darf man viel praktisch machen. Ich durfte folgende Dinge machen: Maskenbeatmung, Larynxmasken platzieren, intubieren, ZVK-Anlagen assistieren und Arterien legen. Da in diesem Haus viele Regionalanästhesie-Verfahren angeboten werden, konnte man oft bei Verfahren wie z.B. einer AxPlex Anlage zugucken.
Zudem besteht die Möglichkeit in die Prämedikations-Ambulanz zu gehen.
Insgesamt ist das Team super nett, sowohl von ärztlicher Seite, als auch von Seiten der Anästhesie-Pflege. Ich habe mich sehr schnell ins Team aufgenommen und integriert gefühlt.
Dem Team liegt viel an Lehre und man darf jederzeit Fragen stellen und bekommt dann eine ausführliche Erklärung. Den Anästhesisten liegt viel daran, dass man die Hintergründe versteht und nicht nur Fakten auswendig lernt. Man lernt mit der Zeit, bei welchen Personen man mehr Lehre bekommt und hält sich dann dementsprechend mehr an diese Leute.
Es wurde immer darauf geachtet, dass ich essen gehen kann und dass ich die Fortbildungen wahrnehmen kann. Diese fanden in unserem Tertial sehr regelmäßig statt, vermutlich weil wir recht viele PJler waren.

Der einzige Kritikpunkt ist, dass es vorkommen kann, dass zeitgleich viele Praktikanten z.B. aus dem Rettungsdienst da sind. Zu Hochzeiten gab es 3 Notfallsanitäter-Azubis, eine Famulantin und mich als PJlerin. Anfangs waren die Notfallsanitäter-Azubis nicht fest in einem Saal eingeplant, sodass es schwierig war, morgens einen freien Saal zu finden und man musste ggf. 2-3 Säle abklappern, bis man einen Saal gefunden hat, der noch frei war. Die Zuteilung der Praktikanten kann sich das Krankenhaus leider nicht aussuchen, sodass sich an der Situation leider wahrscheinlich nicht so viel ändern wird.

Zusammenfassend kann ich ein Tertial in dieser Abteilung jedoch vollkommen empfehlen, ich hatte eine gute und lehrreiche Zeit, die mir viel Spaß gemacht hat und mir viel Wissen vermittelt hat. Nach Ende meines Tertials gab es allerdings ein paar Personalwechsel, sodass ich nicht sagen kann, wie ein PJ hier zukünftig sein wird.
Bewerbung
PJ-Portal
Unterricht
4x / Woche
Inhalte
Bildgebung
Fallbesprechung
Sonst. Fortbildung
EKG
Patientenvorstellung
Prüfungsvorbereitung
Repetitorien
Tätigkeiten
Blut abnehmen
Botengänge (Nichtärztl.)
Punktionen
Patienten untersuchen
Braunülen legen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger
Gehalt in EUR
520

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
2
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.2