PJ-Tertial Innere in Universitaetsspital Basel (1/2026 bis 4/2026)

Station(en)
7.1, 6.2, 5.1
Einsatzbereiche
Station
Heimatuni
Witten/Herdecke
Kommentar
Es steht und fällt alles mit der Besetzung der Station, wenn die Stationen gut besetzt sind und ihr konstant mit Assistenzärztinnen arbeiten könnt gibt es wahrscheinlich keine bessere M3 Vorbereitung als hier. Zumindest kann ich es mir nicht vorstellen.

Im Optimalfall seid ihr zwei Wochen mit einer Assistenz und einer festen Oberärztin zusammen an einem Platz, der maximal 14 Patientinnen betreut. Davon könnt ihr so viele übernehmen wie ihr euch zutraut, bzw eure Ärztin euch zutraut. Bei mir waren es in der Regel 2. Das klingt erstmal nach nicht viel - kann einen aber voll auslasten, weil die Patientenbetreuung hier einfach sehr intensiv abläuft. In einer Woche kurz vor Ende des Tertials waren es sogar 4 Patienten, da bin ich dann aber auch schon um halb 8 drin gewesen und nach 18 Uhr aus der Klinik gekommen. Gelernt habe ich aber in der Zeit am meisten. Man bespricht dann seine Patientinnen direkt mit den Oberärztinnen, ordnet selbstständig Untersuchungen und Konsile ab und kann bei jeder Besprechung dabei sein.

Wenn es nicht Optimal läuft gibt es viele Wechsel bei den Assistentinnen und Oberärztinnen. Dann ist man ehrlich gesagt ziemlich lost und muss sich seine Aufgaben suchen. *
Es ergibt viel Sinn, dass man in so einer Situation nicht hyper viel Verantwortung trägt, sondern eben eher mitläuft. Dann kann man sich auf neue Aufnahmen stürzen, die Patienten mit Anamnese, körperlicher untersuchung im System anlegen, Medikamente übertragen und dann später mit den Ärztinnen besprechen. Falls es davon keine gibt wird man meistens EKG schreiben geschickt oder man darf Dingen hinterher telefonieren. Das ist schon auch okay und man lernt viel - aber ehrlich gesagt nicht der Hit. So lief mein erster Monat. Daher gibt es nicht durchgehend die Bestnoten. Bestnoten gibt es auch von der anderen Seite selten, dafür gutes und ehrliches Feedback. Man bekommt am Ende jedes Monats ein wirklich gutes, durchdachtes Feedback (wenn man das will). Vor allem die Kaderärztinnen sind sehr geschult was das angeht. Da bekommt man Schwächen gut aufgezeigt was kurz vorm M3 ja doch noch mal pushen kann.

Die Vorlesungen wurden hier schon oft gelobt, da kann ich mich anschliessen, will es aber etwas ausdröseln:
Der Montagsunterricht bei Prof Basetti ist okay, der Kollege hat einfach nen special flavoured autism der ihn zu nem begnadeten Diagnostiker macht aber manchmal etwas schwierig im Umgang. Bei Visiten oder im morgendlichen Röntgenrapport kommt der manchmal raus und dann hat er einfach unsympathische Aussetzer oder man hat Momente mit ihm, die sich wie ne Facharztprüfung anfühlen. Ich würde deshalb die Privatstation meiden, dann kommt man nicht so oft in diesen Genuss ;-) 4/10

Wenn aber Olivia Müller oder Sonja Seelmann Unterricht machen ist das ne andere Kiste - offener Umgang, sehr gutes Teaching, nah am Stoff und am Patienen. 10/10

Auch solche nach Spass klingenden Veranstaltungen wie Infektiologie Vorlesungen knallen anders, weil da dann zwei super cute Ärztinnen sitzen die mit den PJs absolute Basics der Antibiotika Therapie durchgehen. Da darf man so dumm reingehen wie man halt ist und kommt schlauer raus. 10/10

Donnerstags gibt es das Kardio Update - meistens sehr trockene Themen aber geiles kostenloses Essen. Frühgenug da sein und dann Snacken während Leute über Herzchirurgie abnerden. Bockt 10/10

Essen ist eh ne Klasse für sich - kostet circa 10 Franken aber man bekommt ne Suppe und n geiles Hauptgericht in vegetarisch oder mit Fleisch. Da kommt dann auch die ganze Klinik zusammen. Am Wochenende habt die Pizzeria offen die Ramen Bar. 10/10

Schlussendlich noch zu den Assis, die einen betreuen: Man kommt hier eh erst hin, wenn man vorher 2 Jahre klinische Erfahrung hat, das heisst man sitzt selten neben ner richtigen Anfängerin. Die Leute hier haben nen Plan von dem, was sie tun und richtig Bock auf Teaching (wenn es die Zeit hergibt). Besonderes shout out hier an Tommy, Chris, Doro, Laura, Julia und Augusta.

Falls ihr euer ganzes Studium auf Innere Medizin geschissen habt machen die euch ready fürs M3, falls ihr vorher schon nen Plan hattet werdet ihr hier richtig gut. Zum Zeit absitzen und ne chillige Zeit haben gibt es deutlich bessere Kliniken. Man muss hier schon viel leisten, aber das ist ja bekannt.

Ich würde es jederzeit wieder tun.

Viel Erfolg und Liebe Grüsse

*So sehen auch die Wochenenddienste aus - von denen man mindestens einmal im Monat welche machen muss. Dafür gibt es dann Kompensationstage unter der Woche (ich hab mehr Wochenenddienste gemacht um unter der Woche Ski zu fahren - dann sind die Pisten leerer).
Bewerbung
2-3 Jahre im Vorlauf oder immer wieder Kurzfristig nachfagen.
Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Fallbesprechung
Patientenvorstellung
Prüfungsvorbereitung
EKG
Repetitorien
Tätigkeiten
EKGs
Untersuchungen anmelden
Rehas anmelden
Eigene Patienten betreuen
Briefe schreiben
Patienten aufnehmen
Röntgenbesprechung
Punktionen
Patienten untersuchen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
17:00 bis 18:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
1200

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
2
Freizeit
3
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.2