PJ-Tertial Gastroenterologie in Staedtisches Klinikum St. Georg (1/2025 bis 3/2025)

Station(en)
Gastro
Einsatzbereiche
Station, Diagnostik
Heimatuni
Leipzig
Kommentar
Meine Zeit in der Gastroenterologie war durchwachsen und wenig lehrreich. Es sind meistens mehrere PJler:innen gleichzeitig in der Gastro, sodass man sich auf die zwei Stationen, die Funktionsabteilung und theoretisch die Sonografieabteilung aufteilen kann. Für alle gibt es eine verpflichtende Morgen- sowie eine Mittagsbesprechung. Es war ein Vor- und Nachgespräch vorgesehen, welches nicht bzw. sinnvoll stattfand.

Zunächst zur Stationsarbeit. Hier ist die Lehre wie so oft abhängig davon, an welche Assistenzärzt:innen man so gerät. Während mir auf einer Station auf Augenhöhe und mit einem Lehrangebot begegnet wurde, wurde ich auf der anderen Station förmlich wie Luft behandelt. Dementsprechend wechselhaft waren meine Aufgaben und Lernerfolge. Generell macht man auf beiden Stationen wenige Blutentnahmen und und Flexülen, bekommt nur Teile der Visite mit (hierbei hatte ich das Gefühl, dass die Teilnahme von PJler:innen nicht priorisiert wurde) und kümmert sich um geplante stationäre Aufnahmen. Es besteht das Angebot eigenständig Briefe zu schreiben. Auf einer der beiden Stationen habe ich bei der Arztbriefschreibung einiges lernen können und ein engagierter Assistenzarzt hatte Lust (je nach zeitlichen Kapazitäten) auf Teaching über die wichtigsten Krankheitsbilder der Inneren, das war toll! Vereinzelt wurden mir Transfusionen gezeigt. Insgesamt war der Stationsalltag als PJler:in jedoch recht eintönig und ohne viele Aufgaben, ich konnte immer Mittag essen gehen, häufig auch früher gehen.

Es ist vorgesehen, mindestens 2 Wochen in der Funktionsabteilung zu arbeiten. Hierbei schaut man bei zahlreichen Gastros, Kolos und ERCPs zu. Erklärungen und Teaching kommen dabei wenig vor. Einmal durfte ich einen Endoskopieschlauch im Magen unter Anleitung führen. Fürs Examen fand ich diese Hospitationen jedoch schon hilfreich und habe mich des Öfteren an Untersuchungen/Procedere erinnert. Währenddessen kommt es einem sehr eintönig vor und wenig selbstwirksam.

Zwischenzeitlich wollte ich sehr gerne in die Sonografieabteilung rotieren, um auch eigene Erfahrungen im Sono zu sammeln. Die dortige Oberärztin hatte jedoch so gar keine Lust auf PJler:innen oder Lehre, auch nicht auf Nachfrage. Ich hatte an meinen zwei Tagen nicht einmal das Sonogerät selbst in der Hand, sodass sich dies überhaupt nicht gelohnt hat.

Insgesamt ist die Stimmung im Team eher mittelmäßig. Ich hatte als PJlerin den Eindruck bekommen, dass relativ viel Unmut herrschte. Außerdem habe ich immer wieder Situationen miterlebt, die ich den Patient:innen gegenüber als respektlos empfand und habe dies auch rückgemeldet.

Ich kann die Gastroenterologie also nur bedingt empfehlen. Fürs Examen nimmt man sicherlich einige wichtige und typische Krankheitsbilder und Procedere mit, hat jedoch als PJler:in nur wenig eigenständig zu tun und viel Lehre gibt es nicht.



Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
Patientenvorstellung
Fallbesprechung
Tätigkeiten
Punktionen
Briefe schreiben
Blut abnehmen
Braunülen legen
Patienten aufnehmen
Eigene Patienten betreuen
Patienten untersuchen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger
Gehalt in EUR
400

Noten

Team/Station
3
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
3
Klinik insgesamt
3
Unterricht
3
Betreuung
3
Freizeit
2
Station / Einrichtung
3
Gesamtnote
3

Durchschnitt 2.87