Station, Diagnostik, Notaufnahme, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, OP
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Das Organisatorische vorab zuerst:
Es gibt leider keinen allgemeinen Einführungstag für PJ-Studentinnen und Studenten. Mit etwas rumfragen bekommt man jedoch alles hin.
Seitens der Uni ist Herr Selinger der Ansprechpartner. Er ist sehr nett und kompetent. Bei Problemen bzgl. Bescheinigungen, Siegeln, den ersten Tagen, etc. kümmert er sich und hat auch so ein offenes Ohr.
Die klinikinterne Koordination des PJ übernimmt Frau Prof. Hackl. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit ihr gemacht und auch 4 von 4 meiner Rotationswünsche bekommen.
PJ-Unterricht findet 1x pro Woche statt. Dieser fällt gern mal aus. Dafür wird die Anwesenheit nicht (strikt) kontrolliert. Die Qualität des Unterrichts ist unterschiedlich je nach Dozent. Feste Kurse wie Naht- oder Sonokurs gibt es nicht. Je nach Team bekommt man trotzdem einiges an Lehre, dazu aber später mehr.
Nachfolgend eine Bewertung der einzelnen Rotationen mit Informationen dazu. Insgesamt können natürlich alle Rotationen je nach aktuellem Team dort besser oder schlechter sein/werden.
Operative Intensivstation 90 B+C: Mir hat die Zeit auf der ITS 90 sehr gut gefallen. Ich hatte schon etwas Intensiv-Vorerfahrung, was für eine schnelle Eingewöhnung sinnvoll war und auch Interesse an Intensivmedizin, weswegen ich dann und wann länger geblieben bin. In der Früh hab ich die Patienten untersucht. Danach kamen die verschiedenen chirurgischen Fachdisziplinen zur Visite vorbei. AnschlieÃend standen je nach Patientenzustand noch Blutkulturen, BGAs etc. an.
Dann folgte die Visite mit einem der Oberärzte oder der Oberärztin. Je nachdem wer da ist, gibt es mehr oder weniger teaching bei Visite. Wenn man fragt, bekommt man i.d.R. aber eine saubere Antwort. Nach der Visite heiÃt es Untersuchungen anzumelden oder auch bei Interventionen wie Bronchoskopien, Sonografien, Tracheotomien, Katheterwechseln oder OP- und CT-Fahrten zu assistieren. Ich durfte mit der Zeit auch einige arterielle-Zugänge und Jugularis-ZVKs unter Aufsicht legen. AuÃerdem habe ich gelernt, einen VAC-Verband zu wechseln und generell Wundpflege durchzuführen. Ich durfte viele Sonos machen und vor allem die Assistentinnen, die vorher schon ins Sono-Zentrum rotiert sind, oder die Oà können viel erklären. Das bietet sich gerade auf ITS bei sedierten Patienten an. Weiterhin lernt man Drainagen korrekt zu beurteilen und zu ziehen. Auch hier sind die komplexen ITS-PatientInnen nach groÃen Eingriffen ideal dafür. Man lernt, welche Dinge bei Intensivpatienten besonders zu beachten sind, sieht septische Patienten und Zuverlegungen aus externen Häusern mit Komplikationen, die es zu behandeln gibt. Man lernt die Grundlagen des Kreislauf- und Volumenmanagement und der Beatmungstherapie. Man bekommt Menschen nach Tx mit. AuÃerdem liegen auch immer wieder Polytrauma-Patienten und dann und wann auch Internistische Patienten auf der Station. Somit hat man ein breites Spektrum an chirurgischen Krankheitsbildern. Manchmal, wenn die Patienten Post-Op ziemlich gut sind, hat man auch IMC-Vibes und es ist etwas entspannter und weniger zu tun. Komplexe Intensiv-Patienten im PJ eigenständig betreuen wär schon sehr hoch gegriffen. Bei den einfacheren Patienten kann man aber zum Ende hin schon seinen Beitrag leisten. Auch die Vorstellung und Diskussion einzelner Patienten bei Visite war möglich. Mit einem Meta-Visionzugang kann man gut dokumentieren und damit auch den AssistentInnen dann und wann Arbeit abnehmen. Je nach Tagesarbeitspensum haben wir uns gemeinsam zum Essen zusammengesetzt. Hier gibt es im Sommer sogar eine sehr coole Terrasse in der Sonne. Nach Mittag kommen dann die Aufnahmen aus den OPs. Dokumentieren, Untersuchen, OP-Berichte lesen und verstehen sind hier die anfallenden Aufgaben.
NotfallmäÃig ist auch viel geboten, da das UKR mit seinem groÃen Einzugsgebiet regelmäÃig notfallmäÃige extrerne Zuverlegungen erhält. Auch innerklinisch hat die ITS die Zuständigkeit für einen REA-Funkbereich des UKR. Wenn gerade nichts super wichtiges zu tun gibt, dann kann man auch da gut mitlaufen. Reanimationen und Notfall-Intubationen gibt es zwangsweise auch immer wieder. Ich habe in meiner Zeit sogar eine eCPR mit ECMO-Anlage erlebt. Hier ist das UKR auch besonders, weil es als ECMO-Zentrum viele Patienten mit dieser Therapie versorgt. Was ich sehr geschätzt habe, waren die konsiliarischen Besuche anderer Fachbereiche. Die Kardios erklären bisschen was sie im Echo sehen. Die Gastros zeigen, was sie im Sono sehen. Die HNO, MKG und PHW mach sogar dann und wann ein kurzes Teaching, wenn man fragt. So bekommt man auch mit, was alles mit den Patienten passiert und wie Entscheidungen hinsichtlich Diagnostik und Therapie longitudinal getroffen werden.
Die Zusammenarbeit mit der ITS-Pflege war anfangs etwas holprig. Immer wieder bei allen Vorstellen glättet die Wogen aber und mit den meisten bin ich bald gut ausgekommen. Einige sind auch extrem kompetent und erfahren und erklären gerne hands-on Perfusoren, Beatmungsgeräte, Monitore oder den korrekten und hygienischen Umgang mit Zugängen aller Art. Vor allem letzteres ist extrem wichtig. Gerade für die Normalstation, wo die Routine dann oft nicht mehr da ist.
Mein besonderer Dank gilt denn Assistentinnen und Assistenten Andrea Egger, Paul Kupke, Andreas Siegmund, Suzan Schildt, Tamam Ghali, Melany Salleg, Nina Käser und Juy Chi Chak. GleichermaÃen gilt mein Dank den Oberärzten Daniel Schlichting und Johannes Steinmann. Ich habe mich sehr wohl bei euch gefühlt!
Note: 1
Bewerbung
Bewerbung via Uni-Regensburg und nicht das PJ-Portal. Die Bewerbungsfrist ist recht früh und anders als die im PJ-Portal!