Ich habe im September und Oktober 2025 ein halbes Tertial in der Med 1 (Kardio + Pulmo) am Klinikum Fürth verbracht.
7 Wochen davon war ich auf Privatstation 49, wo ich eine angenehme und abwechslungsreiche Zeit hatte. Meine Aufgaben waren die BEs / PVKs (in der Regel so 1-2h), ab und an Schellong-Tests und die Befundung von Konsil-EKGs, die dann danach mit mir besprochen wurden. Ich habe Hilfe, wenn es morgens zu viel wurde, und Wertschätzung für die Arbeit erhalten.
Danach konnte ich Patienten betreuen, in die Funktionen und HKLs gehen, bei sonstigen Eingriffen und Visiten auf Station mitgehen, so wie ich Lust hatte.
Das komplette Team ist von AssistentInnen bis zum Chef war super nett und motiviert, mir etwas beizubringen und meine Fragen zu beantworten, einzig die Visiten waren manchmal etwas zu schnell, um hinterherzukommen. Spätestens im Arztzimmer hat sich das Team aber immer Zeit genommen, um PatientInnen oder offene Fragen zu besprechen. Wir waren häufig zusammen Mittagessen in der Kantine (kostenlos für PJ) und ich war regelmäßig auch schon am früheren Nachmittag auf dem Nachhauseweg, wenn es nichts mehr zu tun gab. Auch der Umgang mit dem Pflegeteam war angenehm und wertschätzend. Insgesamt habe ich mich auf der Station wohl gefühlt und konnte viel lernen. Liebe Grüße und vielen Dank nochmal, falls das jemand von der 49 ließt :)
In den Funktionen (HKL, EPU, Broncho, Sono,…) war man als PJ-Student immer willkommen und hat meistens super Teaching bekommen.
Der PJ-Beauftragte der Med 1 Christoph Stadelmeier hat mit der PJs der Inneren regelmäßig morgens Fallbeispiele besprochen, hier konnte man viel mitnehmen. Der wöchentliche, klinikübergreifende PJ-Unterricht hatte eher Vorlesungscharakter und die Themen waren teilweise weit weg von der PJ-Realität, was ich schade fand.
Eine Woche war ich auf der internistischen Intensivstation, hier gilt das Motto „alles kann, nichts muss“. Ich fand die Möglichkeit super, um strukturiert zu untersuchen und Patienten ausführlich zu besprechen, wir haben 6-8 Patienten am Vormittag visitiert und hatten genug Zeit, alle Details durchzugehen. In meiner Woche gab es leider nicht so viel Praktisches zu tun, wenn es Arterien oder ZVKs gibt, kann man bei den richtigen ÄrztInnen wohl aber auch mal was in diese Richtung machen.
Das Organisatorische drumherum war größtenteils unkompliziert, man hat einen Spind und Orbis-Zugang am ersten Tag bekommen und 550 Euro Gehalt.
Insgesamt wurde auf aus meiner Erfahrung heraus empfehlen, Innere in Fürth zu machen, allerdings habe ich auch nur eine der beiden Kliniken gesehen.