PJ-Tertial Innere in Helios Klinikum Emil von Behring (6/2025 bis 10/2025)

Station(en)
Hämatologie/Onkologie und Gastroenterologie
Einsatzbereiche
Diagnostik, Station
Heimatuni
Berlin
Kommentar
Für die Innere konnte man sich im Vorfeld per E-Mail je zwei Abteilungen wünschen, in die man je für 2 Monate rotiert ist. Am ersten Tag gab es eine Einführungsveranstaltung wo einem alles gezeigt und erklärt wurde- anschließend wurde man zu seinem entsprechenden Sekretariat gebracht. Ich war im ersten Teil in der Häma/Onko und für den zweiten Teil in der Gastro. Die Orga der beiden Sekretariate war super- ich hatte jeweils sofort meinen Schlüssel/Transponder und konnte mir direkt Wäsche abholen. In der Gastro hat man einen eigenen Spind bekommen, in der Häma Onko konnte man den Spind im Arztzimmer mitbenutzen. Es gab eine Umkleide in der man sich umziehen konnte. Bei beiden Stationen hat man ein PJler Telefon bekommen. Von Montag-Donnerstag gab es die Möglichkeit PJ Fortbildungen zu besuchen die allerdings erst gegen 15h stattfanden und auch häufiger doch mal ausgefallen sind aber alles in allem waren die Leute da sehr bemüht die Fortbildungen durchzuführen- besonders gut waren die EKG/Herzecho Fortbildungen. Für Mittagessen in der Klinik hat man einen Mitarbeiterrabatt bekommen, es war etwas durchwachsen von der Qualität her aber an sich schon ok.

Häma/Onko: Morgens gab es immer eine Besprechung wo wir alle zusammen waren. Dort wurden u.a. Chemotherapien mit der Chemopflege besprochen, Punktionen und Entlassungen etc. geplant. Dann ist man auf die Station gegangen und hat in der Regel erstmal Blutentnahmen gemacht. Je nach Besetzung der Chemopflege wurden manchmal die BEs der Ports/PICClines vom Chemoteam gemacht. Ansonsten waren es teilweise sehr viele BE’s. Dadurch hat man leider häufig die Visiten verpasst und nicht so richtig mitbekommen. Man war außerdem auch sehr häufig auf der Privatstation für BE’s und Zugänge legen weil dort auch viele PatientInnen waren. Bei der Chefvisite konnte man dann meistens trotzdem mit. Regelmäßig sollte man auch Botengänge zum Labor oder in die Patho machen für wichtige Proben, da der Haustransport häufig unterbesetzt war (An sich haben das die ÄrztInnen zum Teil auch selber gemacht aber häufig blieb es dann schon eher an den PJlerInnen hängen). Bei den Punktionen konnte man häufig zuschauen aber musste sehr proaktiv da hinterher sein damit man es nicht verpasst. Manchmal wurde einem Bescheid gesagt aber auch häufig nicht. Dass man die Punktion selber machen durfte kam so gut wie nie vor - auch nach den Berichten der anderen PJlerInnen zufolge nicht, obwohl man sehr häufig nachgefragt hatte und immer wieder drangeblieben ist gab es immer ein “Problem” oder die AssistenzärztInnen wollten es selber machen. Ich durfte mal eine Pleurapunktion machen was Spaß gemacht hat. Man hatte immer gut die Möglichkeit Mittagessen zu gehen was echt schön war. An bestimmten Tagen gab es TuKo und Radio Besprechung wo man sich auch immer reinsetzen konnte. Ansonsten sollte man Mittags/Nachmittags häufig bei den Aufnahmen unterstützen und Anamnese/Untersuchung machen, ansonsten auch EKGs schreiben (dafür musste man sich erstmal von einer anderen Etage ein EKG Gerät holen), Blutkulturen abnehmen, Verlaufsberichte schreiben… Das Team war zum Großteil sehr sehr nett und von einigen gab es etwas mehr Teaching als von anderen aber tendenziell trotzdem eher etwas weniger als ich es mir gewünscht hätte würde ich sagen. Man hatte ein PJler Telefon und war dadurch ständig erreichbar und wurde von mehreren Leuten immer wieder am Tag angerufen um Kleinigkeiten zuzuarbeiten - dadurch konnte man sich eher weniger mit eigenen PatientInnen außeinandersetzen leider auch wenn das Angebot da war. Es war allerdings dadurch kaum möglich dies umzusetzen und generell ist man jeden Tag schon sehr viel durchs Haus gelaufen. Meistens konnte man etwas früher oder pünktlich nach Hause wenn man nachgefragt hat- das war sehr nett- nur an einzelnen Tagen musste man lange bleiben. Insgesamt waren es ganz gute 2 Monate. Ich hätte mir schon gewünscht mehr eigenen PatientInnen mitbetreuen zu dürfen/dafür die Zeit eingeräumt zu bekommen und hätte mir gewünscht deutlich mehr Punktionen zu machen wie in anderen Häusern üblich.

Gastro: Aufgrund meiner Fehltage wegen M3 war ich nur relativ kurz in der Gastro. Grundsätzlich gab es morgens eine Besprechung, dann ist man auf die Station gegangen und hat dann auch die Blutentnahmen gemacht. Wenn man zu zweit war war es einigermaßen ok aber teilweise auch sehr viel. An einigen Tagen war ich alleine mit 15-20 Blutentnahmen. Wie in der Häma Onko musste man dafür teilweise auch auf die Privatstation laufen. Die ÄrztInnen waren sehr sehr nett und man konnte Bescheid sagen, wenn man es zeitlich alleine nicht alles schafft und dann haben die einem dabei auch geholfen aber trotzdem war man teilweise sehr lange und viel damit beschäftigt. Außerdem eben auch Zugänge legen- die Stationspflege hat einem parallel häufig noch Zimmer zugerufen wo man welche legen sollte.. Einzelne ÄrztInnen haben sich trotzdem viel Mühe gegeben und man hat auch eigene PatientInnen zum betreuen bekommen- das war teilweise aber auch sehr schwer umzusetzen weil man eben immer wieder kleinere andere Aufgaben bekommen hat und die Rücksprachen mit den OberärztInnen erst sehr sehr spät gewesen wären nachmittags. Manche haben sich wirklich Zeit für Teaching genommen und einem proaktiv gesagt/gefragt dass man auf die Visite mitkommen kann und dabei Sachen erklärt- das war echt nett und die Chefvisite durfte man eigentlich auch fast immer vollständig mitmachen. Mittagessen wurde zusammen gemacht und einem immer Bescheid gesagt wenn die ÄrztInnen losgehen - das fand ich auch sehr nett. Ab und an konnte man in der Funktionsdiagnostik zuschauen- dafür musste man dann extra Bescheid sagen und es unten mit den Leuten dort auch nochmal absprechen- da musste man allerdings auch proaktiv sehr sehr hinterher sein. Eigentlich konnte man auch hier meistens ein bisschen früher oder pünktlich gehen und musste nur selten länger dableiben.

Insgesamt war das Tertial in der Inneren echt ok, was ich sehr schade fand war, dass man keine feste Rotation in die Notaufnahme oder auf die Intensivstation hatte und es relativ kompliziert war das zu organisieren/ eigentlich nicht gewollt war. Man konnte schon in die Notaufnahme rotieren allerdings eher nur für eine Woche und musste es mit allen beteiligten absprechen. Außerdem waren dort auch häufig schon zu viele Leute sodass es echt schwierig war. Grundsätzlich fand ich auch nervig, dass auf allen Stationen sehr sehr häufig Basismaterialien wie Zugänge in bestimmten Größen, Blutkulturflaschen, Blutröhrchen und andere Verbrauchsmaterialien gefehlt haben und man auch sehr häufig damit beschäftigt war von Station zu Station zu laufen um sich alle nötigen Materialien zu organisieren. Alles in allem war das Haus aber wirklich sehr nett, sehr freundliche Menschen überall und eigentlich echt gute Organisation ansonsten. Ich hätte mich nur gefreut, wenn man etwas weniger Blutentnahmen gehabt hätte damit man auch wirklich mehr lernt. So hat man den Großteil der Zeit leider nicht mehr wirklich viel Neues lernen können.
Bewerbung
PJ-Portal
Unterricht
4x / Woche
Inhalte
Sonst. Fortbildung
EKG
Fallbesprechung
Bildgebung
Tätigkeiten
Untersuchungen anmelden
Patienten aufnehmen
Briefe schreiben
Braunülen legen
Patienten untersuchen
EKGs
Eigene Patienten betreuen
Röntgenbesprechung
Botengänge (Nichtärztl.)
Blut abnehmen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
Vor 15:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
474€
Gebühren in EUR
keine

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
2
Klinik insgesamt
2
Unterricht
1
Betreuung
2
Freizeit
1
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
2

Durchschnitt 1.73