PJ-Tertial Dermatologie in Dermatologische Klinik Thalkirchnerstr (9/2025 bis 12/2025)

Station(en)
Station, Poli, Ambulanz
Einsatzbereiche
Station, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Ich wusste seit Jahren, dass ich Dermatologie machen möchte, und habe mich deshalb sehr auf das PJ an der LMU-Dermatologie gefreut. Umso größer war jedoch meine Enttäuschung.
Bereits am ersten Tag erhielten wir von den PJ-Koordinatorinnen einen festen Rotationsplan. Dabei mussten etwa die Hälfte der Studierenden zwei Monate auf Station verbringen, während die andere Hälfte nur etwa einen Monat dort eingesetzt war. Diese Ungleichverteilung empfand ich als deutlich unfair. Die Stationsärzte waren zwar überwiegend freundlich, erklärten Diagnosen jedoch selten und strukturiertes Teaching fand nur vereinzelt statt.
Zu Beginn des Tertials wurde uns außerdem zugesichert, dass jeden Donnerstag ein Teaching im Hörsaal stattfinden würde. In der Realität kam es jedoch insgesamt nur zu vier Teachings, von denen zwei inhaltlich 1:1 identisch waren.

Der Stationsalltag bestand größtenteils aus Blutentnahmen, Viggos, Patientenaufnahmen sowie zahlreichen Botengängen. Da vollständig analog gearbeitet wird, mussten regelmäßig handschriftliche Unterlagen aus anderen Abteilungen abgeholt werden. Zusätzlich waren wir dafür verantwortlich, am Ende des Tages alle Proben an die jeweiligen Stellen zu bringen, die sich oft auf der anderen Seite des Gebäudes befanden – Aufgaben, die meiner Meinung nach eher in den pflegerischen oder FSJ-Bereich fallen.

Der Arbeitstag begann meist zwischen 8:00 und 8:15 Uhr mit Blutentnahmen, gefolgt von der Visite. Währenddessen war man als Studierender häufig damit beschäftigt, Kurven zu suchen oder Abstriche und Verbände aufzumachen. Je nach Oberarzt gab es gelegentlich etwas Teaching, meist jedoch nicht. Im weiteren Verlauf des Tages waren wir für Hyposensibilisierungen, Allergietestungen sowie weitere Patientenaufnahmen zuständig. Nach der Mittagsvisite im Hörsaal folgten am Nachmittag weitere Aufgaben wie neue Aufnahmen, Terminvereinbarungen und erneute Botengänge. Die Kommunikation mit den Stationsärzten, was neue Aufgaben/To Dos anging, erfolgte häufig ausschließlich über handschriftliche Notizen, die auf unserem Schreibtisch lagen.

Besonders frustrierend war die tägliche Anwesenheitspflicht bis 17 Uhr, da der Dienstarzt erst ab diesem Zeitpunkt verfügbar war. Häufig saßen wir lange untätig herum und warteten auf mögliche neue Aufnahmen, die teilweise erst kurz vor 17 Uhr kamen und dann dennoch von uns bearbeitet werden mussten.
Je nach Rotation verbrachte man anschließend zwei Monate im ambulanten Bereich, einen Monat in der Poliklinik und einen weiteren Monat in einer anderen Ambulanz. Die vier Wochen in der Poliklinik waren dabei die mit Abstand lehrreichsten des gesamten Tertials: Man durfte Patienten selbstständig untersuchen, sie einem Arzt vorstellen und war jeden Vormittag für Biopsien zuständig. Gerade wenn man allein oder zu zweit eingeteilt war, führte man sehr häufig PEs durch. In den anderen Ambulanzen war die Arbeit insgesamt entspannter, allerdings wurde mehrfach versucht, uns bei personellem Bedarf in andere Abteilungen zu versetzen.
Kritisch anzumerken ist zudem die Organisation der Umkleidemöglichkeiten: Wir erhielten keinen eigenen Schlüssel für die Umkleiden, sodass wir uns teilweise im Flur umziehen mussten. Außerdem standen häufig nicht genügend Kasacks in passenden Größen zur Verfügung.
Vonseiten der Organisatorinnen hätte ich mir insgesamt mehr Mitgefühl und Verständnis gewünscht. Krankheitstage oder Arztbesuche mussten strikt offiziell angemeldet werden und führten andernfalls zu deutlichem Meckern. Zwar wurde betont, dass man sich für faire Bedingungen für die Studierenden einsetze, dieses Engagement haben wir jedoch nicht wirklich wahrgenommen.
Positiv hervorheben möchte ich jedoch die sehr gute Mensa sowie das insgesamt tolle Miteinander unter den Studierenden. Der gute Zusammenhalt und die angenehme Atmosphäre untereinander haben die Zeit deutlich angenehmer gemacht.
Bewerbung
PJ Portal
Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
Patientenvorstellung
Tätigkeiten
Poliklinik
Patienten untersuchen
Patienten aufnehmen
Blut abnehmen
Braunülen legen
Botengänge (Nichtärztl.)
EKGs
Dienstbeginn
Nach 8:00 Uhr
Dienstende
17:00 bis 18:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger
Gehalt in EUR
500
Gebühren in EUR
20 pfand für die Mensa Karte

Noten

Team/Station
2
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
3
Klinik insgesamt
3
Unterricht
4
Betreuung
3
Freizeit
2
Station / Einrichtung
4
Gesamtnote
3

Durchschnitt 2.93