Ich habe mein Innere Tertial gesplittet und die 2. Hälfte in der 2. Medizinischen Klinik (Onko/Hämato/Nephro) am UKA verbracht. Hier war ich jeweils einen Monat auf der 7.3 und auf der Intensivstation 2.2.
Am UKA gibt es grundsätzlich 5 Studientage pro Tertial, die man sich auch frei einteilen kann. Die Vergütung mit 350€ pro Monat ist leider unterdurchschnittlich. Es gibt allerdings die Möglichkeit ein günstiges Zimmer im Wohnheim zu bekommen (glaube 150€/Monat). Zu Kerstin als PJ Koordinatorin muss ich glaub ich nichtmehr viel sagen. Sie ist einfach ein Goldstück und ohne sie wäre das PJ am UKA nicht halb so gut.
Station 7.3:
Eine der onkologischen Normalstationen. Hier werden va. solide Tumoren behandelt. Viele Patienten werden hier nur zum Staging oder zur Therapiefortführung aufgenommen. Man hat also einen relativ hohen Durchsatz, aber dadurch kann man auch viele Aufnahmen machen und dokumentieren. Auch praktisch darf man viel machen. Während meiner Zeit dort wurden mehrere Assistenzärzte neu eingearbeitet und trotzdem wurde darauf geachtet, dass ich auch coole Sachen wie Aszites- und Pleurapunktionen unter Anleitung machen konnte. Die Blutentnahmen halten sich hier wirklich in Grenzen, weil auch die Pflege Blut abnimmt.
Das Team ist wirklich toll. Oberärztlich wird die Station vor allem von Frau Uhrmacher und Frau Hopfgartner betreut, die wahrscheinlich zu den liebsten Ärztinnen am ganzen UKA gehören. Ich habe meistens versucht mich an eine Assistenzärztin zu halten, damit ich va ihre Patienten besser kennenlerne und mehr Einblicke in die Betreuung und Stationsarbeit bekomme. Den anderen Ärzten habe ich aber auch immer wieder geholfen und jeder war so dankbar dafür. Das war ich vom Chirurgietertial gar nicht gewohnt. Offizielle Arbeitszeiten sind glaub ich von 8:00 bis 16:30, allerdings wurde ich meistens ab 2 Uhr gefragt, warum ich denn noch hier bin und ob ich nicht nach Hause möchte :D
Jeden Mittwoch (außer zu den Schulferien) gibt es für die gesamte 2. Med ein Lecture Lunch mit gratis Mittagessen und je nach Thema ganz interessanten Vorträgen.
Intensivstation 2.2
Meinen letzten Monat war ich dann noch auf der Intensivstation der 2. Med. Hier wurden va. die eigenen onkologischen/nephrologischen Patienten behandelt, aber natürlich auch andere Krankheitsbilder.
Der Tag beginnt hier um 7:30 mit der Übergabe vom Nachtdienst und endet mit ca. 16 uhr nach der Übergabe an den Spätdienst. Die letzte Übergabe habe ich mir aber meistens gespart und bin um 3 nach hause. Während meiner Rotation waren wir 3 PJler, was für max 11 Patienten schon echt viel ist. Deshalb haben wir uns (freiwillig!) auf Früh- und Spätdienst verteilt.
Auf der 2.2 habe ich definitiv am meisten gelernt. Der Oberarzt Jan Kissel nimmt sich regelmäßig Zeit, um intensivmedizinische und nephrologische Themen zu besprechen und man merkt richtig, dass ihm das Spaß macht. Auch die Assistenzärzte erklären einem viel und leiten PJler auch gerne in praktischen Sachen an zb. wie man eine Arterie legt.
Der Umgang auf der Station empfand ich als richtig schön, sowohl von ärztlicher als auch pflegerischer Seite (mit einer Ausnahme, aber die gibts ja eigentlich überall).
Als PJler hat man hier nicht so viele Pflichten. Blutabnahmen kamen hier so gut wie nie vor. Die Assistenzärzte freuen sich sehr darüber, wenn man ihnen mit den körperlichen Untersuchungen hilft (in der Frühschicht wird jeder Patient einmal untersucht, in der Spätschicht nur die Beatmeten).
All in all kann ich das PJ in der 2. Med uneingeschränkt empfehlen. Ich hatte zunächst gar keine Lust auf das Innere Tertial, aber irgendwie hat es das Team doch geschafft mich abzuholen. Hat teilweise sogar Spaß gemacht :D