PJ-Tertial Chirurgie in Elisabeth Klinik (2/2007 bis 5/2007)

Station(en)
2A + 3A
Einsatzbereiche
Station, OP, Notaufnahme
Heimatuni
Berlin
Kommentar
Sehr solide Organisation des Ganzen! Man wusste, wann man wohin zu kommen und zu gehen hatte, musste eigentlich nie länger bleiben und bekam am ersten Tag einen Schnellhefter mit allen wichtigen Info´s, z.B. an welchem Wochentag welche der drei Fortbildungen stattfindet (Chirurgie, Radiologie, EKG), wer für was verantwortlich ist und wann wohin rotiert wird. Jeder PJ´ler kommt mal auf Station 2A (Viszeralchirurgie), 3A (Unfallchirurgie) und in die Rettungsstelle, an welche auch ein D-Arzt samt berufsgenossenschaftlicher Sprechstunde angeschlossen ist. Außerdem gibt es Schlüssel für Umkleideräume und zugehörige Spints, so dass man immer weiß, wo man morgens zuerst mal seine Sachen unterbringen kann (Berlin-weit keinesfalls selbstverständlich!). Es gibt stets ein Früh- (8 Uhr) und eine Mittagsbesprechung (15:15 Uhr), welche im Grunde die Start- und Beendigungszeit eines Arbeitstages einläuten und obendrein sogar durch Röntgenvorstellungen bisweilen sogar gewissen Lehrwert aufwiesen.
Fachlich gesehen darf man in so einem kleinen Krankenhaus natürlich jetzt nicht viel Spektakuläres erwarten, aber insbesondere in der Rettungsstelle kann man doch relativ viel Nützliches lernen, was alltägliche chirurgische Versorgung angeht.
Auf den Stationen hat man dann mit einem erfrischend überschaulichen Maß an Blutabnahmen zu tun und wird auch regelmäßig in den OP entsandt, wo einen vor allem Frakturen, Knie- und Hüft-TEP´s, Hernien aller Art und manchmal auch endoskopische Sigma- und Gallen- oder offene Magen-Resektionen erwarten.
Generell ist man in der Elisabeth-Chirurgie unter den Ärzten und Pflegekräften eigentlich sehr willkommen und kann sich sein Arbeitshöchstmaß nahezu selbst bestimmen. Wer will, kann alles machen, was der Stationsalltag so maximal zu bieten hat (auch Briefe schreiben, eigene Patienten, etc. - war jetzt nur nicht so mein Ding, weshalb ich´s oben nicht angekreuzt hab).
Besonders erwähenswert im positiven Sinne ist die radiologische Fortbildung des an das Krankenhaus angeschlossenen Praxisradiologen, der wirklich eine sehr gute, systematische und dadurch wertvolle Übersicht über die gesamte Radiologie gibt. Relativ wenig zu erwarten hat man hingegen man von der krankenhauseigenen Kantine, die im Verlaufe des Tertials sogar noch ihr einzig genießbares Dauerangebot - die Salatbar - wegrationalisierte.
In Zeiten größtmöglicher PJ-Ausbeutung ist somit die Elisabeth-Chirurgie eigentlich nur uneingeschränkt weiterzuempfehlen.
Unterricht
3 x / Woche
Inhalte
EKG
Sonst. Fortbildung
Bildgebung
Nahtkurs
Tätigkeiten
Braunülen legen
Röntgenbesprechung
Blut abnehmen
Notaufnahme
Patienten untersuchen
Mitoperieren
Botengänge (Nichtärztl.)
Patienten aufnehmen
Chirurgische Wundversorgung
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich

Noten

Stimmung Station
2
Kontakt zur Pflege
3
PJler-Ansehen
2
Stimmung Klinik
1
Unterricht
2
Betreuung
2
Freizeit
1
Lehre auf Station
2
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.47