Ich kann das PJ/Famulatur auf dieser Station überhaupt nicht empfehlen. Nicht nur aus dem Grund das man eigentlich nichts machen darf ausser dokumentieren (auch im OP kann man eigentlich nie zunähen oder sonstiges ausser Haken halten und still sein) aber noch mehr aus dem Grund das das Team Katastrophe ist. Es gibt ein wenig Oberärzte und 2-3 Assistenzärzte die nett sind und versuchen jemandem etwas zu zeigen und mitzunehmen, aber ansonsten herrscht eine sehr seltsame Stimmung. Niemand interessiert sich wirklich für dich, auch wenn man versucht engagiert zu sein, und es kommen von vielen die ganze Zeit seltsame Sprüche und Blicke. Wurde durch mehrere UAs vor Ort und in vorherigen berichten auch bestätigt.
Beginn ist täglich um 7:30/7:40 bei der Morgenbesprechung. Je nachdem wo man eingeteilt ist geht man dann in den OP, auf Station Gyn, zum Gebärsaal oder in die Poliklinik.
Auf der Gyn Station hat man eigentlich nur 2 Aufgaben: die Visite zu dokumentieren (entweder währenddessen oder danach) und die Eintritte für den nächsten Tag vorzubereiten. Das sind immer unterschiedlich viele aber so durchschnittlich um die 4-5, und man braucht pro Eintritt ca 30-45min. Die ganzen Eintritte sind relativ sinnlose Arbeit, da man von vorherigen Berichten alle Diagnosen im System neu erfassen und zusammenfassen muss, sowie auch US, Labor, PAP etc Befunde umschreiben muss. Wenn man tagsüber im OP gebraucht wird und danach noch die Eintritte vorbereiten muss ist man öfters bis 17-18 Uhr da.
Im Gebärsaal kann man eigentlich noch weniger tun. Man kann mit zu den Sectios gehen und sich meistens mit einwaschen, aber meistens wirst du auch zum halten nicht gebraucht. Bei Geburten kann man eigentlich nie dabei sein, ausser man fragt die Hebammen ein paar Tage im voraus und die versuchen dich mal mitzunehmen, aber ich habe die Erfahrung gemacht von AA/OA und Hebammen aus mehreren Geburten rausgeschickt zu werden. Hier kann ich echt empfehlen einen oder mehrere Tage bei den Hebammen mit zu laufen und das Hebammenteam ist wirklich freundlich und wird dir alles zeigen was sie können. Plus Punkt auf dem GEBS ist das man meistens so ca 15-16 Uhr gehen darf (weil es nichts zu tun gibt).
In der Poliklinik ist es sehr abhängig was für eine Sprechstunde an dem Tag läuft und welcher AA und OA sie führen. Der AA hat mich an einem Tag nicht wirklich irgendwas machen lassen ausser Proben reichen/entnehmen. Ganz zum Schluss (beim letzten Patienten) wurde mir angeboten ein TVUS zu üben. Beim OA durfte ich die Patienten immer nach ihm untersuchen und es wurde mir auch mehr erklärt zu den Fällen.
Der OP ist sehr abhängig von Operateur und Eingriff. Die Hysterektomien sind immer sehr lang und als UA manipuliert man den Uterus, ist aber nur halb steril und darf somit auch nicht oberhalb der Hüfte operieren/mithelfen/stehen. Das Brustteam kann ich sehr empfehlen. Die Kollegen dort sind sehr freundlich und waren (in meinem Fall) die einzigen die mich haben nähen lassen , obwohl ich bei mehreren Operationen gefragt habe. Dort wird einem auch alles erklärt und man darf öfters 1. Assistenz sein wenn aktuell Personal fehlt.
Ein Pro ist das beide Chefärztinnen relativ freundlich sind und auch mit einem reden und ein wenig kennenlernen wollen.
Es gibt meistens 1x pro Woche eine Weiterbildung. Ich war 1 mal dort, habe aber leider nicht wirklich viel verstanden da sie eher für AA und OA sind und alles sehr detailiert erklärt wird.
Zusammenfassung: Nicht zu empfehlen.
Bewerbung
1.5 Jahre im Voraus, andere haben sich aber auch kurzfristiger beworben und den Platz bekommen.