Ich hatte ein sehr schönes Tertial in Flensburg, wenn auch ein sehr kurzes, weil ich am Ende meine 20 Fehltage genommen hab. Ich habe das Tertial hier hauptsächlich aus freizeittechnischen Gründen gewählt und war dann doch überrascht, etwas gelernt zu haben.
Ich war erstmal 2 Wochen auf der Station A2-Kardio in der DIAKO. Hier beginnt der Tag um 07:30 Uhr damit, dass man dem Blutentnahmedienst hilft. Wir waren zu zweit auf der Station und der Blutentnahmedienst war in Urlaub, weshalb wir die ganzen Blutentnahmen machen mussten. Um 08:15 Uhr war dann Frühbesprechung bzw. Röntgenbesprechung. Da wir in einer Stunde fast nie mit allen Blutentnahmen fertig geworden sind, haben wir dann während der Visite ab ca. 9 Uhr einfach weiter Blut abgenommen. Ein Oberarzt auf der Station ist super motiviert bezüglich Lehre und gibt einem auch eigene Patienten, die man betreuen kann, und bespricht diese auch sehr ausführlich mit einem. Auch während der Visite wird von ihm viel erklärt. Ansonsten sitzt man eher viel rum, schreibt ab und zu mal nen Arztbrief oder macht bei Patienten Volumenstatus mit dem tragbaren Mini-Sonogerät. Einmal war ich auch im Herz-Echo, das war ganz cool und ich durfte die Echos auch selbst machen. Außerdem habe ich im Herzkatheter zugeschaut und durfte Patienten kardiovertieren. Zusammenfassend würde ich diese Rotation aber als sehr Blutentnahmelastig beschreiben. Je nachdem welcher Arzt/Ärztin da war, durfte ich zwischen 13 und 16 Uhr gehen.
Als nächstes war ich dann in der Notaufnahme im DIAKO. Hier habe ich am allermeisten mitgenommen. Man loggt sich eigenständig bei den Patienten ein, macht Anamnese, untersucht, befundet das EKG, schaut sich die Laborwerte an und bespricht dann das weitere Vorgehen mit einem (Ober)-arzt/ärztin. Alle Oberärzte/ärztinnen sind super nett und geduldig. Ein junger Oberarzt kann gefühlt ganz Amboss auswendig und ist sehr motiviert mit einem Themen durchzusprechen, die gerade zu den Patientenfällen passen. Das fand ich eigentlich immer ganz cool! Mit der Leiterin der ZNA, die leider etwas schroff ist, habe ich mich nicht so gut verstanden, aber das ist vielleicht persönliches Befinden. Da wir 2 PJ-lerinnen waren, haben wir uns in Früh- (07:30-16:00) und Spätdienst (13:30-22:00) aufgeteilt. Früher gegangen bin ich fast nie (außer es gab nichts mehr zu tun, aber das kommt selten vor). Ich hatte insgesamt eine sehr lehrreiche Zeit in der ZNA.
Zum Schluss war ich noch für 4 Wochen in der Pulmo (I4) im Malteser-Krankenhaus. Hier wechseln die Stationsärzte/ärztinnen irgendwie fast täglich und auch die beiden Oberärzte sind nicht so wirklich an einem interessiert. Wenn ich noch Motivation übrig gehabt hätte, hätte ich bestimmt auch noch in die Broncho, LuFu etc. gehen können. Da die Luft am Ende vom 3. Tertial aber einfach raus war, habe ich nicht mehr wirklich viel gemacht. Um 07:30 Uhr war Frühbesprechung, wo ich meistens nicht hingegangen bin (fällt auch nicht auf). Dann macht man die restlichen Viggos und Blutentnahmen, die der Blutentnahmedienst nicht geschafft hat (so 3-4). Danach bin ich Visite mitgelaufen, habe ca. 2h Mittagspause gemacht und hab nach dem Mittagessen noch 2-3 Arztbriefe geschrieben. Um ca. 14 Uhr hab ich dann gefragt, ob ich gehen darf, was ich auch immer durfte.
Zum Organisatorischen: Die Orga war im Vorhinein war super. Wir (3. Tertialer) waren fast alle (außer 2) in WGs in der Duburgerstr. in einem Mehrfamilienhaus unterbracht, von welchen man zur DIAKO-Klinik nur über die Straße gehen musste. Hier gab es eine 3er WG, in der ich war und noch 2 weitere 4er WGs. Die Wohnungen sind Altbau und sehr schön. Nur eine WG hatte eine Waschmaschine, aber wir sind zum Waschen dann immer zu denen hoch gegangen. Spülmaschine und Mikrowelle hatten wir selber. Nachmittags haben wir immer viel gemeinsam unternommen. Jeden Donnerstag ist Studientag. Also vormittags frei und von 12:15-16 Uhr PJ-Unterricht mit Anwesenheitsliste.