PJ-Tertial Innere in Spital Davos (3/2025 bis 7/2025)

Station(en)
Innere, Station D
Einsatzbereiche
Diagnostik, Notaufnahme, Station
Heimatuni
Magdeburg
Kommentar
Station
Die Innere Station, dort auch einfach nur Medizin (mit Betonung auf der zweiten Silbe) genannt, ist eine überschaubare Station. Größtenteils sind es einfache Cases und polymorbide Patienten, alles was komplexer wird oder bspw bestimmte Interventionen bedarf wird ans Kantonsspital nach Chur geschickt.
Der Stationsalltag auf der Inneren beginnt morgens zwischen 7:45 und 8:00 mit dem Vorbereiten der Visite, dann eine kurze, rein mündliche, Morgenvisite mit den OberärztInnen (hier KaderärztInnen gennant). Danach geht es zum Kaffeetrinken in die Cafeteria. Im Anschluss gilt es Arztbriefe zu vervollständigen, weitere Dokumentationsaufgaben zu erledigen und andere Dinge anzuordnen. Visite startet normalerweise um 9:30 Uhr und ist meistens sehr ausführlich. Danach finden etwaige Interventionen statt und am Nachmittag werden fast ausschließlich Briefe geschrieben und dokumentiert. Der Tag endet meistens mit der Röntgenbesprechung um 16 Uhr für die UAs, außer es ist noch etwas zu tun.
Auf der Station der Medizin (sogenannt in der Schweiz) geht es im Winter etwas ruhiger zu, weswegen der Start einfacher war und man nicht von der Anzahl an Patienten mit verschiedenen Krankheitsbildern überfordert wurde. Die Eingewöhnung in seine neuen Tätigkeiten, in das IT-System und die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Pflege war somit sehr angenehm.
Man darf bzw. man ist dazu angehalten als PJler (dort Unterassistent genannt, inoffiziell in der ganzen Schweiz auch Uhu für Unterhund & das ist kein Witz) eigene Patienten zu haben und die Visite zu machen etc. Einmal die Woche ist Chef- und einmal die Woche ist Kader-Visite, welche dementsprechend ausführlicher sind. Die Station wird meistens von 1 Kader, 1 AA/AÄ und 1-2 UAs geführt. Es wird meist zusammen zu Mittag gegessen und man hat ein eigenes UA-Büro mit wunderbaren Ausblick und Balkon, direkt neben dem AA-Büro. Elektive Aufnahmen gibt es nahezu nicht. Es gibt auch eine IMC-Station, welche selten mit PatientInnen der Inneren belegt ist, dort werden vornehmlich Kardioversionen durchgeführt.
Der Umgang ist dort sehr auf Augenhöhe und ich habe mich wirklich außerordentlich gut mit allen verstanden. Die Pflege ist in der Schweiz sehr versiert und ebenfalls zuständig für Zugänge und Blut abnehmen. Hier lag der Fokus wirklich mehr auf organisatorischen und medizinischen Aufgaben, für einige ist das Blutabnehmen durch die Pflege sicherlich ein Segen, mir hat es manchmal gefehlt.

Notaufnahme
Auf der Notaufnahme (dort auch nur Notfall genannt) wurde man zufällig eingeteilt und hat dort im Winter mit einem weiterem UA und zwei AA/AÄ gearbeitet, mit Ende der Skisaison wurde auf je eins und eins gekürzt. Dies verdeutlicht sehr gut die gesteigerte Patientenlast im Winter, denn dort sind etwa 3⁄4 der Patient*innen Ski- und Snowboardunfälle. Auch diese vornehmlich chirurgischen PatientInnen werden u.a. von den internistischen UAs betreut. Der restliche Anteil bezog sich dann auf internistische und pädiatrische Fälle. Mit Ende der Skisaison wandelt sich das Fallspektrum eher zugunsten der internistischen Fälle, chirurgisch ergeben sich dann neben klassischen Fällen lediglich Wander- und Fahrradunfälle.
Ein Tag in der Notaufnahme ist bedeutend länger als der stationäre, man arbeitet im Frühdienst von 7:30 Uhr regelhaft bis 20 Uhr und im Spätdienst 2h nach hinten verschoben, teilweise war ich aber auch freiwillig länger vor Ort. Ebenso ist man für Wochenenddienste eingeteilt und hat theoretisch einen sogenannten Pikett-(=Ruf)Dienst, welcher aber in meiner Zeit nicht einmal aufkam. Man bekommt dazu das Pikett-Handy mit (mit Fotofunktion, ein Blick in die Galerie lohnt sich für Einblicke in vergangene Tage). Auf dem Notfall ist man in den Ablauf komplett integriert und hat PatientInnen vollständig selbstständig behandelt. Von Anamnese über körperliche Untersuchung bis hin zu weiterer Diagnostik und Therapie bzw. Aufnahme kann man nahezu eigenständig handeln hat lediglich kurze Rücksprache mit den jeweils zuständigen Assistenten zu halten. Man ist allerdings dann auch für die Arztbriefe zuständig und so saß ich teilweise mit 10-15 offenen Briefen abends noch im UA-Zimmer und habe fleißig getippt (diktieren ist wohl auch möglich, aber nicht so gern gesehen). Komplexere, internistische Zusammenhänge wurden so klarer und chirurgische Wundversorgung sicherer.
Was auch hervorzuheben ist, ist die herausragende (Zusammen-)Arbeit mit der Notfallpflege, welche dort einen anderen Stellenwert hat als in Deutschland.
Wer sich motiviert zeigt kann auch viel Nähen oder andere interventionelle Dinge wie Repositionen oder aBGAs machen.

Freizeitgestaltung
Auch ich bin natürlich nicht ohne freizeittechnische Hintergedanken nach Davos gekommen. Davos bietet ein riesiges Potpourri an Möglichkeiten, sowohl im Winter als auch im Sommer. Ich habe beides mitgenommen, da ich von März-Juni dort war. Die Skisaison geht in Davos traditionell lange bis Mitte/Ende April. Es gibt 3 Skigebiete in der Nähe: Parsenn, Jakobshorn und Rinerhorn.
Parsenn ist das größte und abwechslungsreichste, Jakobshorn das am näheren zum Spital gelegene mit der berühmten Jatzhütte und das Rinerhorn ist klein und überschaubar. In letzterem gibt es zudem die Möglichkeit zum Nachtrodeln und/oder Nachtskifahren, was man auf jeden Fall einmal gemacht haben sollte. Außerdem ist Davos auch für den Langlauf bekannt, ich habe mich zwar nicht auf die schmalen Bretter gestellt, aber es gab auch Kurse welche vom Spital gegen geringe Kosten angeboten wurden.
Im Frühling/Sommer bieten die umliegenden Berge natürlich die besten Möglichkeiten zum Wandern oder Traillaufen. Ich habe mir persönlich mein Rennrad per Post schicken lassen & bin alle umliegenden Pässe abgefahren. Wer gerne Rennrad fährt dem würde ich absolut empfehlen das Rad mitzunehmen. Wer gerne MTB fährt kommt ebenfalls auf seine Kosten, Davos hat wohl ein sehr breites Feld an MTB-Trails.
Das Nachtleben in Davos ist auch nicht zu vernachlässigen, wir haben einige legendäre Nächte in den verschiedenen Bars verbracht. Von innen sollte man auf jeden Fall mal die Bolgenschanze, das Rotlichtli und die Tijuana Bar gesehen habe. Zum richtigen Apres Ski eignet sich vor allem die Bolgen Plaza direkt an der Talstation des Jakobshorns. Wer auf Spa/Sauna steht dem kann ich sehr das Waldhuus empfehlen, welches auf jeden Fall besser als das ortsständige Schimmbad mit Saunabereich (namentlich eau-la-la) überlegen ist. Man bekommt Handtücher, Bademantel und Badeschlappen gestellt und kann so lange man will für 30CHF dort verweilen. Zum Schwimmen ist das Schwimmbad allerdings ganz passabel, hier gibt es ebenfalls Rabattierungen (siehe Tipps).
Innerhalb der Eishockey-Saison sollte man auf jeden Fall die Gelegenheit nutzen den Lokalsport Nr. 1 mal live mitzuerleben und dem HCD aus der Fankurve zuzujubeln, die Stimmung ist wirklich richtig gut!
Im Sommer bietet der Davoser See ebenfalls genug Möglichkeiten zur aktiven Freizeitgestaltung, neben Laufen oder Schwimmen gibt es dort auch zwei Beachvolleyballfelder. Eines davon kann man online sogar reservieren, für das zweite gilt first comes, first serves. Bälle gibt es vor Ort auszuleihen unkompliziert & kostenlos mit der sogenannten Equib App. Diese App ist generell für die Davos Zeit sinnvoll, da man am Sportzentrum dort auch Fußbälle, Basketbälle, etc. damit ausleihen kann. Wir haben uns in unserer Zeit auch beim lokalen Volleyballverein gemeldet und dort konnte man donnerstags abends immer in der Halle mitspielen.
Weitere Dinge die ich persönlich zeitlich nicht mehr geschafft habe, aber empfehlenswert seien sollen: Paragliding vom Jakobshorn und Sommerrodelbahn an der Schatzalp.
Wem das alles noch nicht genug sportliche Betätigung ist dem sei gesagt, dass man auch das spitalinterne Fitnessstudio gegen kleines Geld mitbenutzen kann (man bekommt einen Transponder mit dem man 24h Zugang zum Fitnessstudio hat).
Was ich besonders fand war, dass die Freizeitgestaltung immer auch mit den Assistenten erfolgte, das Verhältnis zu denen war viel enger als ich das sonst gewohnt war und es hat diverse Abende gemeinsam gegeben. Außerdem gab es einen sogenannten TGIT, wo Donnerstagsabends in gewisser Regelmäßigkeit innerhalb der Ärzteschaft gemeinsame Aktivitäten unternommen wurden, wie bspw. eine Brauereiführung oder Spieleabende.
Zu guter letzt noch ein kleiner Insider-Tipp: Wer im April da ist wird vermutlich die Möglichkeit haben das sagenumwobene Spitalfest mitzuerleben. Ein Mottofest wo eine Davoser Lokalität angemietet wird, sich das ganze Spital verkleidet und eine gute Zeit mit kostenlosem Essen und Trinken verbringt.

Tipps
Ein paar Tipps die vor allem den Geldbeutel schonen sollten:
- Das wohl sinnvollste Angebot ist das HalbTaxAbo, vergleichbar mit der BahnCard50. Da der ÖPNV in der Schweiz teuer ist (Zürich Hin/Zurück kostet etwa 80€) rechnet sich das definitiv schon ab der zweiten Fahrt. Schaut aber definitiv per Google nach dem Schnupper HalbTax-Angebot und geht mit einem Screenshot davon einfach zum Bahnhof Davos und kauft es euch dort (für mich waren das 33CHF). Das Schnupper HalbTax ist leider „nur“ 2 Monate gültig, aber wenn man gut plant dann kann man ggf. mit einem Schnupperabo über das PJ kommen.
- In Besitz (oder auch nicht in Besitz, wer mutig ist, kann es auch ohne probieren) eines Abos bei der SBB kann von diversen, wirklich sehr lukrativen Angeboten profitieren. Ich beispielsweise habe das Snow&Rail Angebot mehrfach benutzt, da ich keinen Saison-Skipass erworben habe. Damit bekommt man in der Hauptsaison 10% auf den Tagesskipass und in der Nebensaison sogar 30%. Dazu muss man immer ein SBB-Ticket kaufen, aber es funktioniert auch wenn ihr ein Ticket von Davos Spital nach Davos Platz kauft (ca. 2CHF). Außerdem bekommt man mit diesem Angebot auch 15% auf den Intersport Skiverleih. Wenn man sich auf der SBB-Website umschaut, dann findet man dort noch mehr solcher lukrativer Angebote zB für das Schwimmbad, Kunstmuseum, Restaurants und vieles mehr.
- Wer keine Skier hat, kann entweder Skier leihen oder wer in Erwägung zieht über kurz oder lang sich welche anzuschaffen kann insbesondere zum Ende der Skisaison bei den ortsansässigen Skiverleihen in deren Outlet günstig Skier (oder Skischuhe) erwerben, Verhandeln geht dort meist auch sehr gut!
- Einkaufen ist so etwa 10-20% teurer als in Deutschland für einen normalen Einkauf. Ich bin fast immer zu Aldi Suisse gegangen, ansonsten sind Migros und Coop etwas teurere Anlaufstellen.
- In Davos findet man mit der App TooGoodToGo oft auch gute und kostengünstige Angebote.
- Das Spital hat einen eigenen Kiosk der täglich frische Brötchen und kleinere Snacks verkauft, die Brötchen die am Vortag nicht verkauft worden liegen morgens immer in der Cafeteria aus und sind kostenlos für das Personal. Dort habe ich mir das ein oder andere Mittagessen abgestaubt.
Außerdem ist es sinnvoll und hilfreich sich im Vorfeld um ein schweizer Bankkonto zu kümmern: Ich kann wärmstens die Neobank „yuh“ empfehlen. Da die Schweiz nicht Teil der EU ist, sollte man vorher schauen ob der eigene Mobilfunkanbieter dort kostenfreies Roaming anbietet. Meiner tat das nicht und ich habe mir eine eSIM über DigitalRepublic organisiert und war damit auch höchstzufrieden.

Wohnen
Zusammen mit dem Arbeitsvertrag erhält man auch die Anfrage ob man ein Appartment benötigt. Die Kosten für ein Appartment liegen für UAs bei 400CHF/Monat und werden direkt vom Gehalt abgezogen. Das Appartment ist im Personalhaus mit etwa 50m(!) Fußweg zum Spital und dort sind nahezu alle UAs und AAs wohnhaft. Die Zimmer sind sehr großzügig. Eigene Küche mit allem was man benötigt, ein kleines Badezimmer mit Dusche und ein großes Wohn-/Schlafzimmer mit einem 100cm Bett, Nachttisch, Kleiderschrank, großem Tisch und zwei Stühlen. Der Ausblick ist grandios direkt auf das Jakobshorn. Wer Besuch bekommt und nicht im 100cm Bett kuscheln möchte, der kann unkomplieziert über die Hotellerie (ja, so heißt das wirklich dort) ein Zustellbett für 5CHF bekommen. Es gibt leider keinen Gemeinschaftsraum, aber wir haben uns immer bei irgendwem im Zimmer getroffen. Das Personalhaus bietet zudem pro Etage einen Waschraum mit einer Waschmaschine und Trockner und dort findet man auch einen Staubsauber/Wischer. Das Waschen funktioniert dort mit einer Waschkarte, welche am Spital-Kiosk aufgeladen werden kann. Das Handling mit dem Kartenautomat und der Waschmaschine ist etwas umständlich, lasst es euch am besten von einem der UAs/AAs zeigen. Eine Wäsche kostet etwa 3CHF. Trocknen kann man seine Wäsche dann in einem wirklich großen Trockenraum im Erdgeschoss auf gespannten Wäscheleinen.
Bettwäsche wird vom Spital gestellt, muss aber selber gewaschen werden. Handtücher werden nicht(!) gestellt, auch gibt es keine Geschirrtücher - also bitte auf die Packliste schreiben (im Notfall kann man sonst auch das oben genannte Angebot im Waldhuus in Anspruch nehmen und das dort erhaltene Handtuch temporär, illegal ausleihen). Als weiteren Pluspunkt bietet das Personalhaus zudem noch einen Ski-/Fahrradkeller und jedes Appartment hat sein eigenes kleines 2x2m großes Kellerabteil.
In Davos müssen spezielle Müllsäcke benutzt werden, diese kann man im 10er-Pack in allen Supermärkten an der Kasse finden. Alternativ kann man einzelne Säcke auch am Spital Kiosk kaufen (Kostenpunkt 1,90CHF). Ein weiterer letzter Kostenpunkt ist die pauschale 50CHF Auszugsgebühr, wenn man selber putzt vor dem Auszug. Es gibt eine UA-Putztüte, welche immer an den UA weitergegeben wird der als nächstes geht. Es wird ein großer Hehl darum gemacht wie sauber man putzen muss, sie schauen wohl gern in den Backofen, aber es muss jetzt auch keine Tiefenreinigung sein. Wenn man darauf keinen Bock hat, kann man auch für 200CHF Auszugsgebühr putzen lassen.

Sonstiges/Generelles
- Das Essen in der Kantine ist vergleichsweise teuer, ein Tagesmenü kostet dort mit Mitarbeiterrabatt 11,50CHF. Es gibt 10er Karten mit denen das 11 Gericht kostenlos ist. Ich persönlich habe immer Essen mitgebracht (dafür sollten auch Tupperdosen o.ä. auf die Packliste)
- Es gibt einen Einführungstag, welcher immer am 1. eines Monats für alle neuen MitarbeiterInnen angeboten wird und semi-obligatorisch ist. Dabei wird einem einmal alles gezeigt und erklärt. In meinem Fall habe ich meinen Einführungstag erst 3 Wochen nach meinem Beginn gehabt und er war eher unnötig, aber man bekommt ein kostenloses Essen in der Kantine und lernt einmal Spitalleitung und das Spital genauer kennen.
- Lehre/Fortbildung wird am SpiDa an sich großgeschrieben. Es gibt jede Woche folgende Fortbildungen: 1x das sogenannte „Knorrli“ eine Vorstellung zu einem x-beliebigen Thema oder Fall, 1x einen Journal Club zu internistischen oder notfallmedizinischen Themen. Diese Vorträge rotieren zwischen dem gesamten ärztlichen Personal der Inneren also auch den UAs. Ich hatte in meiner Zeit 2x Knorrli und 2x Journal Club. Wenn man für letzteres etwas struggled kann man immer auch den Chefarzt nach Input fragen er hat immer etwas in der Hinterhand. Der kardiologische Oberarzt macht zudem noch einmal wöchentlich eine wirklich gue EKG-Fortbildung! Und jeden Freitag werden MC-Fragen aus der schweizerischen Facharztprüfung durchgesprochen (Fragen sind auf englisch und werden vorher per Mail zugesandt)
Außerdem gibt es noch 1x wöchentlich eine Online-Fortbildung vom Kantonsspital und eine chirurgische Fortbildung.
- Die Organisation vor Ort an meinem ersten Tag war die mit Abstand beste meines PJs. Man hat am ersten Tag alles relevante bekommen: eigenes Telefon, IT-Zugang und Klemmbrett, außerdem noch eine Klinik-Fleecejacke, etc.
- An dem ersten Tag wird man standesgemäß von einem UA abgeholt und einmal durch das Haus geführt, quasi ein Einführungstag light.
- Einige Wochen vor Start bekommt man eine Mail von einem der aktuellen Unterassistenten, welcher für die Dienstplanerstellung verantwortlich ist. Darin werden nochmal die genauen Schichtzeiten und das Prozedere erklärt, außerdem darf man sich jeweils ein Wochenende und einen Extra-Tag wünschen an dem man frei haben möchte. Dies wird dann versucht zu gewährleisten und in meinem gesamten Aufenthalt hat das auch gut geklappt.
- Falls ihr im Januar in Davos sein solltet, ist ein besonderes Erlebnis das WEF (World Economic Forum). In dieser Woche verwandeln sich viele Geschäfte in Ausstellungsräume von verschiedenen Ländern und der halbe Ort ist abgesperrt. Persönlich merkt man, dass sich das PatientenInnen Klientel im Krankenhaus etwas ändert und die Skipisten super leer sind, weil alle Hotels mit Kongressgästen belegt sind. Zudem gibt es jeden Abend im Langlaufzentrum ein kostenloses Buffet mit super leckerem Essen, das an unterschiedlichen Ständen des WEFs übrig blieb. Man kann sich tatsächlich jeden Abend dort satt essen plus noch ein Mittagessen für den nächsten Tag mitnehmen. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich dort ungefähr alle jungen Menschen aus Davos versammeln und es oft richtig coole Abende waren.
Bewerbung
Ich habe mich verhältnismäßig spät beworben, hatte dann Glück, dass spontan eine UA-Stelle frei geworden ist. Beworben habe ich mich nämlich nur etwa ein 3⁄4 Jahr im Voraus. Für die Schweiz sind Bewerbungszeitraum von mind. 1-2 Jahre im Voraus die Norm. Die Bewerbung läuft unkompliziert über die Spital-Website und dort den Reiter Jobs>Offene Stellen. Im Bewerbungsformular galt es dann persönliche Informationen und vor allem den Zeitraum festzulegen. Nach schneller Bearbeitungszeit von wenigen Tagen erhielt man eine erste Mail zur Kontaktaufnahme durch das Chefarztsekreteriat.
Die Kommunikation mit der HR war wirklich immer sehr kompetent und schnell. Ich empfand den Bewerbungsprozess und alles drumherum sehr angenehm und habe mich immer gut beraten gefühlt. Auch telefonisch war die Erreichbarkeit gefühlt zu jeder Tageszeit geboten. Bei einem Aufenthalt von 90 Tagen oder mehr ist es Pflicht sich bei der entsprechenden Gemeinde zu melden, was ebenfalls durch das Spital durchgeführt wurde. Etwa 3-4 Monate vor Beginn erhielt man dann postalisch den definitiven Vertrag, welchen man in einem vorfrankierten Umschlag unterschrieben retournieren musste.
Unterricht
3 x / Woche
Inhalte
Patientenvorstellung
Prüfungsvorbereitung
EKG
Fallbesprechung
Bildgebung
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
EKGs
Röntgenbesprechung
Botengänge (Nichtärztl.)
Untersuchungen anmelden
Punktionen
Patienten aufnehmen
Eigene Patienten betreuen
Rehas anmelden
Patienten untersuchen
Briefe schreiben
Notaufnahme
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Unterkunft gestellt
Gehalt in EUR
etwa 650CHF nach allen Abzügen

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
3
Unterricht
1
Betreuung
2
Freizeit
1
Station / Einrichtung
3
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.67