PJ-Tertial Chirurgie in Universitaetsklinikum Marburg (6/2022 bis 9/2022)

Station(en)
237, 137
Einsatzbereiche
OP, Notaufnahme, Station
Heimatuni
Marburg
Kommentar
Das Chirurgie-Tertial an der Uni Marburg ist deutlich besser als sein Ruf!
Man verbringt 8 Wochen auf der VTG und 8 Wochen auf der Unfallchirurgie. Dabei ist man theoretisch einem Mentor (in der UCH immer ein Oberarzt) und einer Station zugeteilt. Dort ist man den Tag über erst mal primär mit klassischer Stationsarbeit wie Blut abnehmen, Zugänge, Verbandswechsel beschäftigt.
Man kann jederzeit zu Operationen mitkommen und assistieren. In der VTG sind auch bei fast jeder OP 1-2 Studenten vorgesehen für die Assistenz. In der UCH brauchen sie nur für Hüft-OPs mal zwingend einen Studenten, dennoch ist man auch bei jeder anderen OP gerne gesehen und die Ärzte sind regelrecht begeistert, wenn man freiwillig viel in den OP mitgeht. Dennoch besteht definitiv kein Zwang und gerade in der UCH kann man als PJler der nicht so Chirurgie-Affin ist, dem OP auch weitestgehend fern bleiben. Für die Leute, die möglichst wenig in den OP möchten, empfehle ich vor der VTG-Rotation anzufragen, ob man der Poliklinik zugeteilt werden kann, der PJler dort muss praktisch gar nicht in den OP.

Mit das Beste am Chirurgie Tertial sind die verpflichtenden 8 Dienste die man machen muss, davon sind 6 unter der Woche nach normalen Tagesgeschäft von 16-24 Uhr vorgesehen und 2 am Wochenende von 9-24 Uhr. Für jeden Dienst kriegst du 1 (2 für Wochenende) Tage frei als Ausgleich, die man auch ein wenig schieben kann, sowie 50€. Im Dienst übernimmt man das PJler Dienst Telefon und ist für alle Blutentnahmen und Zugänge auf den chirurgischen Stationen zuständig (125, 137, 235, 237) und ist bei den größeren OPs im Dienst als Assistenz vorgesehen und wird dafür angerufen. Die restliche Zeit verbringt man mit den Unfallchirurgen in der Notaufnahme und kann dort eigentlich bei allem mitmachen (Patienten vor untersuchen, Ultraschall, Nähen, etc.)

Nachmittags (VTG 15 Uhr, UCH 14:30) findet in beiden Abteilung eine Indikationsbesprechung statt, wo die OPs des Folgetages vorgestellt werden.
In der VTG machen das standardmäßig die PJler der Stationen, wovor man sich am Anfang (v.a. wg. Prof. Bartsch) ein wenig fürchtet, was aber rückblickend eine super Examensvorbereitung ist. Generell entspricht der Ruf vom Chef der VTG definitiv nicht der Wahrheit und ich kann die Ängste, die viele Studenten vorher haben oder deshalb sogar das PJ nicht in Marburg machen, absolut nicht bestätigen!

Abschließend kann ich das PJ jedem mehr oder weniger uneingeschränkt empfehlen. Für Interessierte und Motivierte Studenten wird einem viel geboten und man kann praktisch Non-Stop im OP mithelfen. Gleichzeitig kann man auch viel Zeit auf Station oder im Bistro verbringen, wenn man es darauf anliegt und hat prinzipiell viel Freizeit und immer sehr pünktlich frei. Über das Team kann ich in beiden Abteilungen nur schwärmen und hab keine negativen Erfahrungen gemacht.
Bewerbung
PJ-Portal
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Bildgebung
Nahtkurs
Fallbesprechung
Patientenvorstellung
Prüfungsvorbereitung
Tätigkeiten
Blut abnehmen
Untersuchungen anmelden
Briefe schreiben
Notaufnahme
Rehas anmelden
Mitoperieren
Eigene Patienten betreuen
Chirurgische Wundversorgung
Patienten untersuchen
Braunülen legen
Röntgenbesprechung
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
400

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
2
Klinik insgesamt
2
Unterricht
1
Betreuung
3
Freizeit
1
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
2

Durchschnitt 1.8