PJ-Tertial Chirurgie in Universitaetsklinikum Marburg (11/2022 bis 3/2023)

Station(en)
237
Einsatzbereiche
OP, Notaufnahme, Station, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Allgemeinchirurgie:

Pros:
Engagierte Betreuung: Die Unterstützung durch Assistenz- und Oberärzte war gut. Sie waren stets bereit, Fragen zu beantworten und boten eine wertvolle Anleitung für die praktische Arbeit.
OP-Mitarbeit: Die Möglichkeit, aktiv im Operationssaal mitzuwirken, war eine gute Erfahrung. Die Vielfalt der Eingriffe trug zur Erweiterung des chirurgischen Wissens bei.
Abwechslungsreiche Tätigkeiten: Die Arbeit auf der Station bot eine breite Palette an Tätigkeiten, die von der Nachsorge der Patienten bis zur Wundversorgung reichten.

Kontras:
Häufige Blutentnahmen: Die wiederholten Blutentnahmen sind belastend und monoton.
Lange Arbeitszeiten: Die Arbeitszeiten waren oft sehr lang, und die Vergütung stand in keinem angemessenen Verhältnis zu den geleisteten Stunden.
Fehlende Poliklinik-Rotation: Das Fehlen einer Rotation in die Poliklinik beeinträchtigte die Möglichkeit, die Patientenversorgung aus verschiedenen Perspektiven kennenzulernen.
Unfallchirurgie:

Pros:
Notaufnahme und Sprechstunde: Die Mitarbeit in der Notaufnahme bot eine intensive Lerngelegenheit, um akute chirurgische Fälle zu bewältigen. Die Sprechstundenarbeit half, den Patientenkontakt zu vertiefen.
Praxisnahe Erfahrungen: Die Arbeit in der Unfallchirurgie ermöglichte direkte Einblicke in die akute Versorgung von Verletzungen und Traumata.


Kontras:
Schlechte Betreuung durch Oberärzte: Die Unterstützung vonseiten der Oberärzte ließ zu wünschen übrig. Wenig Engagement und mangelnde Anleitung beeinflussten das Lernerlebnis negativ.
Langwierige Verbandsrunden: Die ausgedehnten Verbandsrunden auf den Stationen wurden oft als zeitaufwändig empfunden und ließen wenig Raum für gezielte Weiterbildung.
Fehlende Einarbeitung: Die mangelnde Einführung in die Abläufe der Unfallchirurgie erschwerte den Einstieg und führte zu Unsicherheit bei der Durchführung bestimmter Aufgaben.

Empfehlung:
Alles in allem ist das PJ in Marburg medizinisch-betrachtet nicht schlecht. Die Mitarbeiter leisten für die Bedingungen die von der Krankenhaus- und Abteilungsleitung angeboten wird gute Arbeit. Jedoch führt die extreme Belastung innerhalb der unterschiedlichen Berufsgruppen zu einem katastrophalen Arbeitsklima, sehr sehr schwierige Zusammenarbeit zwischen den Berufsgruppen. Als PJ-ler fühlte ich mich nicht wertgeschätzt und eher als Billigkraft betrachtet, die aufgrund der gesetzlichen Regelungen aus einem eh unerschöpflichen Topf von Studierenden kommt ganz gleich wie langweilig und inspirationslos das PJ hier gestaltet wird. (Aus dieser Kritik sind die Ärzte fast ausnahmslos auszuschliessen - vielmehr muss sich die verantwortliche PJ Leitung mal überlegen was sie für schlechte Arbeit leistet)
Wenn ihr nicht gezwungen seid, in Marburg das PJ machen zu müssen, dann geht an eine andere Klinik, eine spannendere Stadt und allgemein einen Ort, wo die Mitarbeit geschätzt und man nicht als Billigkraft betrachtet wird.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Fallbesprechung
Sonst. Fortbildung
Nahtkurs
Tätigkeiten
Botengänge (Nichtärztl.)
Blut abnehmen
Mitoperieren
Rehas anmelden
Notaufnahme
Eigene Patienten betreuen
Patienten aufnehmen
Untersuchungen anmelden
Punktionen
Braunülen legen
Poliklinik
Patienten untersuchen
Briefe schreiben
Chirurgische Wundversorgung
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Essen frei / billiger
Gehalt in EUR
400

Noten

Team/Station
2
Kontakt zur Pflege
3
Ansehen des PJlers
6
Klinik insgesamt
5
Unterricht
5
Betreuung
2
Freizeit
4
Station / Einrichtung
4
Gesamtnote
5

Durchschnitt 4.4