PJ-Tertial Anästhesiologie in UniversitaetsSpital Zuerich (USZ) (9/2021 bis 12/2021)

Station(en)
Notfall, Gyn. Uro
Einsatzbereiche
OP
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Das Anästhesie-Tertial am USZ!
Am ersten Tag erhält man eine Einführung von der zuständigen Sekretärin,
sowie Dienstausweis, Dosimeter und bekommt alles wichtige gezeigt. Danach geht‘s in den OP-Trakt, dem man zugeteilt ist (man ist vier Monate nur im OP). Bei uns war sie leider in Urlaub und wir mussten uns alles selbst zusammensuchen.
Ich war mit ein paar Unterbrechungen die ersten zwei Monate auf dem Notfall-OP/Schockraum, eine wirkliche fachliche Einführung gibt es keine - eher learning by doing. Man läuft ein paar Tage mit den Assistenten mit.
Bereits in der ersten Woche stand ich dann regelmäßig alleine im Saal, wobei ein OA immer per Telefon erreichbar ist. Mit Vorerfahrung in der Anästhesie ist das zu meistern, ohne diese stelle ich mir das jedoch wirklich etwas überfordernd vor. Deshalb wichtig: kommunizieren, wenn man sich überfordert fühlt!! Man wird schneller als es einem lieb ist als Assistent behandelt.
Alles in allem hat man aber in der Schweiz als UHU wirklich eine steile Lernkurve, man ist fest OP‘s zugeteilt und führt eigenständig alles über Vorbereitung, Dokumentation, Verordnungen, Einleitung, Narkoseführung, Ausleitung, sowie Abgabe im Aufwachraum durch. Zu Ein- und Ausleitung kommt immer ein OA dazu. Ich durfte über Narkosevorbereitung, Monitoring, PVK‘s, ZVK‘s, AK‘s, DK’s, Intubationen, LAMA’s, Fiberoptiken bis hin zu Schockräumen wirklich fast alles (unter Anleitung) durchführen. Regionalanästhesien werden am USZ generell eher wenige durchgeführt. Wenn man motiviert ist gibt es wirklich fast nichts, was man nicht machen dürfte. Die leitende Ärztin hier ist motivierten UHU‘s sehr zugewandt und fördert diese aktiv. Auch die in der Schweiz sehr erfahrene Pflege, welche selbst Narkosen durchführt, ist immer für Fragen ansprechbar, vor allem die Berufsbildner (in Deutschland Praxisanleiter) teachen neben ihren Studis auch gerne UHU‘s.
Danach war ich auf noch auf der Uro und Gyn, wo man am Vortag für Narkosen fest eingeplant wird - aber auch hier im Prinzip dasselbe Spiel, aber etwas ruhiger und planbarer als auf dem Notfall - was defintiv die beste Zeit war.

Urlaub hat man 8 Tage (welche nicht als Fehlzeit in Deutschland zählen) die man bereits vor Tertialbeginn per Mail einreichen muss. Arbeitszeit ist offiziell von 07-17.30 Uhr, jedoch bin ich häufig eher gegen 16 Uhr nach Hause.

Das Wohnheim in der Vogelsangstraße, in dem alle PJ’ler wohnen ist okay für die wenige Zeit, die man dort verbringt. Es sind winzige Zimmer mit Gemeinschaftsbad/Küche für die man stolze 650CHF pro Monat zahlt. Ansonsten lädt Zürich und der Rest der Schweiz zu Ausflügen am Wochenende ein und einem wird wirklich nicht langweilig.

Abschließend kann ich Anästhesie am USZ wirklich empfehlen, durch das sehr eigenständige Arbeiten kann man viel Erfahrung sammeln, was in Deutschland so sicher nicht möglich wäre!
Bewerbung
Zirka 1,5 Jahre per Mail an Fr. Gröflin
Unterricht
Kein Unterricht
Tätigkeiten
EKGs
Blut abnehmen
Punktionen
Untersuchungen anmelden
Braunülen legen
Eigene Patienten betreuen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Unterkunft gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
1050 CHF
Gebühren in EUR
650CHF Miete

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
3
Betreuung
1
Freizeit
2
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.2