PJ-Tertial Chirurgie in Klinikum Traunstein (5/2019 bis 9/2019)

Station(en)
1.1;2.3;2.4;2.5;5.1
Einsatzbereiche
Notaufnahme, OP, Station
Heimatuni
Goettingen
Kommentar
Als erstes muss ich sagen, dass ich sehr ungeschickt bin, was praktische Fähigkeiten angeht. Dementsprechend hatte ich nicht soviel Lust auf Chirurgie und habe vorher keine chirurgische Famulatur gemacht. Ich habe mir dementsprechend Traunstein vor allem wegen den Freizeitmöglichkeiten ausgesucht. Für alle die Spaß an Outdooraktivitäten, wie Rennrad fahren, Wandern, Mountainbiken, oder Schwimmen haben ist es hier ein Traum. Drum herum sind der Chiemsee, der Waginger See und der Tachinger See, alle ca 10 km entfernt.
Man bekommt eine Wohnung gestellt mit eigenem Bad und Herd, sowie Kühlschrank. Die Wohnung ist möbliert inklusive Geschirr und Kochutensilien. Die Gemeinschaft unter uns Pjlern war genial, weil wir alle im Wohnheim gewohnt haben. Sodass wir ständig etwas zusammen unternommen haben.
Es gibt jeden Tag PJ Fortbildung außer Freitags, sodass man jeden Tag spätestens um 16:00 Uhr aus hat und noch die Bergwelt genießen kann.
Das Tertial ist in 4 Abschnitte je 4 Wochen eingeteilt.
1. Unfallchirurgische Notaufnahme:
Beginn 8:00 Uhr
Hier hat es mir sehr gut gefallen, weil man schnell Patienten selbständig behandeln konnte inklusive Wundnaht und allem und die Ärzte am Ende kurz drüber geschaut haben. Man hat sich hier richtig als Teil des Teams gefühlt. Das gesamte Team war immer sehr freundlich zu den PJlern. Außerdem hat Traunstein sehr viele Polytraumata, sodass ich einige Schockraumversorgungen zu sehen bekommen habe.

2. Unfallchirurgische Station:
Beginn 7:00 Uhr Visite
Hier waren wir sehr viele PJler und es war nicht immer eine Op für einen. So dass man auch das ein oder andere mal früher gehen und die Berge oder Seen genießen konnte. Die OPs bei denen ich dabei war, waren aber sehr spannend, weil hier viele Frakturen operiert werden und weniger Prothetik. Die Oberärzte waren durch die Bank alle total nett und geduldig. Es ist nur so, das während dem Tertial der Chef gewechselt hat und der neue Chef kommt von der Uni.

3. Viszeralchirurgie.
Beginn 7:15 Uhr Visite
hier ist das Team leider etwas gespalten. Hier findet man schnell heraus welche Assistenzärzt mehr Spaß haben an Lehre und welche weniger und muss sich dann einfach an die netten entspannten Ärzte dranhängen. Auch die Oberärzte sind unterschiedlich. Ich kann sehr empfehlen am Montag mit ins AOZ zu den proktologischen OPs mitzugehen.

4. Gefäßchirurgie:
Beginn 7:30 Uhr
Das Team in der Gefäßchirurgie ist total freundlich und man fühlt sich gleich als Teil davon. Hier ist man viel im OP, welche ich mit am spannensten fand. Aber auch auf Station gibt es hier genügend Aufgaben für PJler

Abschließend hat mit das Tertial sehr gut gefallen, wegen dem tollen Zusammenhalt unter den Pjlern. Ich glaube, aber auch dass man hier im OP mehr machen darf, wenn man schon chirurgische Vorerfahrungen aus den Famulaturen hat.
Bewerbung
Bewerbung war damals über das Mecum Portal der LMU. Inzwischen glaube ich über Pj Portal. Wegen der Wohnung sollte man sich früh bei Frau Krause (Anästhesie Sekretärin) melden. Da man dann ein größeres Zimmer bekommt.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Bildgebung
Repetitorien
Fallbesprechung
Tätigkeiten
Mitoperieren
Briefe schreiben
Chirurgische Wundversorgung
Eigene Patienten betreuen
Patienten untersuchen
Notaufnahme
Braunülen legen
Röntgenbesprechung
Untersuchungen anmelden
Patienten aufnehmen
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Unterkunft gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
400

Noten

Stimmung Station
2
Kontakt zur Pflege
2
PJler-Ansehen
1
Stimmung Klinik
1
Unterricht
2
Betreuung
2
Freizeit
1
Lehre auf Station
2
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.33