PJ-Tertial Neurochirurgie in Charite Campus Benjamin Franklin (1/2018 bis 4/2018)

Station(en)
S12B
Einsatzbereiche
Notaufnahme, OP, Station, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Berlin
Kommentar
Der Tag beginnt um 7 Uhr mit der Visite, während welcher man sich Notizen mit den To Dos des Tages macht. Anschließend gibt es die Morgenbesprechung mit Konferenzschaltung zum Campus Virchow Klinikum und Campus Mitte, danach geht’s auf die Intensivvisite. Im Anschluss daran beginnt die stationäre Arbeit, es sei denn man ist für den OP eingeteilt. Stationäre Arbeit bedeutet Bilder und Konsile anmelden, Blut- und Liquorentnahmen (aus Tuohy Drainagen) machen, Zugänge legen, Verbände wechseln, Drainagen ziehen und übernähen und Rehas anmelden. Letzteres wird teilweise auch vom Patientenmanagement übernommen, dieses ist jedoch schnell überfordert. Man muss häufig vielen Sachen hinterher telefonieren um sicherzustellen, dass Dinge auch laufen. Nicht selten sind die PJler auf sich alleine gestellt, man kann wenn nötig jedoch immer die Assistenten anrufen, die oft in der Ambulanz oder im Saal sind. Im Grunde genommen lernt man die Station selbstständig zu schmeißen. Das Verhältnis zur Pflege ist sehr gut und als PJler wird man von der Pflege ähnlich wie ein Assistenzarzt behandelt, man ist häufig erster Ansprechpartner bis zum Nachtmittag. Wenn der morgendliche Schwung an Arbeit getan ist, kann man in die Ambulanz oder mit dem Diensthabenden in die Rettungsstelle bzw. zu Konsilen mitgehen. Man kann aber auch im Arztzimmer chillen und sich selbst belesen. Ab dem frühen Vormittag kommen dann die Aufnahmen, als Student nimmt man bei diesen meistens nur Blut ab, die Assistenten machen die OP-Aufklärungen und untersuchen bei dieser Gelegenheit zielgerichtet.
Wenn man in den Saal kommt, ist man erste Assistenz. Meist saugt und spült man, hält Haken, am Ende der OPs darf man Drainagen annähen, manchmal darf man auch Teile der Naht machen. Je nach Verlauf der OP kann der Ton im Saal auch schon mal rauer sein, die Oberärzte/Innen an diesem Campus sind aber alle durchgehend sehr nett und wer nur Streicheleinheiten erwartet, für den ist es sicher nicht das richtige Fach und vor allem nicht die richtige Klinik. Die Assistenten sind eine super Gruppe, alle sind sehr nett, helfen einem immer, wenn man es braucht und erklären ab und zu auch etwas, auch wenn Letzteres aufgrund mangelnder Zeit eher im begrenzten Rahmen vorkommt. Es ist oft sehr lustig. Wenn gearbeitet werden muss, wird aber auch gearbeitet. Der Chef ist dienstags und donnerstags an diesem Campus. Dienstags gibt es die Chefvisite, als PJler sollte man dabei schon mal ein Zimmer vorstellen. Donnerstags visitiert der Chef nur Privatpatienten. Mit dem Chef kommt man eher wenig in Kontakt, man muss ihm jedoch regelmäßig Infiltrationen vorbereiten (ISG, FGI, PRT). Die Assistenten zeigen einem auch zu Beginn einmal wie das geht. Sicherlich hat der Chef einen Führungsstil, der nicht jedem liegt, aber auch für sehr viel Entertainment sorgt. Wer von seinem Chef Streicheleinheiten und Umarmungen haben will und ständig hören will, wie toll er etwas macht, ist hier an der falschen Adresse. Die Kommentare vom Chef haben Legendenstatus ☺.
Um 15 Uhr gibt es die Nachmittagsbesprechung, wo zunächst in Konferenz mit dem Campus Mitte die für den nächsten Tag geplanten OPs durchgesprochen werden. Anschließend gibt es eine Stationsbesprechung, wo die To Dos des Nachmittags besprochen werden. Der Tag endet meist zwischen 18 und 19 Uhr, es kann aber auch mal früher/später nach Hause gehen.
Es gibt ein sehr breites Spektrum an Fällen und im Prinzip wird die gesamte Neurochirurgie mit Ausnahme von Bypässen an diesem Campus angeboten. Im Verlauf darf man Liquorpunktionen und ISG und FGI Infiltrationen unter Aufsicht selbst durchführen. Für Leute, die nur entspannen und pünktlich nach Hause wollen oder sich wenig zutrauen und an die Hand genommen werden müssen, ist es wahrscheinlich die falsche Klinik (und das falsche Fach). Leute die wissen, dass sie in die Neurochirurgie wollen, etwas längere Arbeitszeiten und die Übernahme von Verantwortung nicht scheuen, werden hier gut auf den Alltag einer universitären Neurochirurgie vorbereitet.
Bewerbung
Anmeldung über das PJ Portal.
Unterricht
Kein Unterricht
Tätigkeiten
EKGs
Punktionen
Mitoperieren
Chirurgische Wundversorgung
Poliklinik
Röntgenbesprechung
Braunülen legen
Rehas anmelden
Notaufnahme
Botengänge (Nichtärztl.)
Blut abnehmen
Untersuchungen anmelden
Patienten untersuchen
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
nach 18:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
Haha

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
1
PJler-Ansehen
1
Stimmung Klinik
2
Unterricht
3
Betreuung
2
Freizeit
3
Lehre auf Station
1
Insgesamt
2

Durchschnitt 1.87