PJ-Tertial Innere in Klinikum Ernst von Bergmann (9/2015 bis 12/2015)

Station(en)
Kardiologie / AufnahmestAtion/ Rettungsstelle
Einsatzbereiche
Station, Notaufnahme
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Zu Beginn des Tertials wird man im Ernst-von-Bergmann vom Chefarzt der Aufnahmestation/Rettungsstelle begrüßt und in die jeweiligen Stationen eingeteilt.
Man kann bereits vorher bei der Sekräterin Wünsche angeben, die so gut wie möglich berücksichtigt werden. Ich wurde zunächst für die Kardiologie eingeteilt. Diese beinhaltet 2 Stationen, die von 2 unterschiedlichen Oberärzten betreut werden. Arbeitsbeginn ist um 7. Als PJler soll man zunächst so viele Blutentnahmen wie möglich vor der Frühbesprechung machen. Das sind teilweise echt viele und dauert ziemlich lange. Einige Assistenzärzte haben einem von sich aus geholfen, von anderen wurde man nur entnervt angeschaut, wenn man sie nach dem 3. mal danebenstechen dazugeholt hat. Die Frühbesprechung war immer ziemlich kurz und total unübersichtlich, da man die Patienten kaum kannte und auch nicht viel zu ihnen erklärt bekommen hat. Danach haben die Ärzte erstmal Briefe weitergeschrieben und als PJler sollte man weiter Briefe schreiben oder sich erstmal ins Arztzimmer setzen, da "es so stressig sei und man derzeit leider nicht helfen könne". Oberärztlich fand auf meiner Station leider kaum eine Betreuung statt, da diese Person meist nach der Frühbesprechung sofort wieder im Katheterlabor verschwand. Obwohl ich mich am ersten Tag mit Namen und Funktion vorgestellt hatte, fragte sie mich nach 3 Wochen, ob ich eigentlich Famulantin sei. Gegen 9 startet dann meist die Visite, die ziemlich lange dauert. Danach Briefe schreiben und um 14 Uhr Koro-Besprechung. Dort werden mögliche Patienten für Eingriffe am nächsten Tag vorgestellt. Gleichzeitig soll man EKGs auswerten, sodass man nicht wirklich hinterherkommt in der Besprechung. Alles in allem sind die Assistenzärzte auf der Kardio alle sehr nett gewesen, aber aufgrund der hohen Arbeitsbelastung und Unterbesetzung beider Stationen hat man nicht wirklich viel mitnehmen können als PJler und ich wechselten so bereits nach 4 Wochen auf die Aufnahmestation.
In der Aufnahmestation liegen Kurzlieger, welche meist nur einen Tag dort verbringen. Hier hatte ich sofort einen super Kontakt zur Pflege und zum ärztlichen Team. Arbeitsbeginn ist auch hier 7 Uhr und beginnt mit Blutentnahmen. Hier sind es aber deutlich weniger und die Ärzte helfen einem gerne mit und bieten immer und ungefragt ihre Hilfe an. Danach geht es weiter mit der Frühbesprechung, die auch deutlich strukturierter war und meist ziemlich interessant war. Die Visite fing meist gegen 9 Uhr an. Dreimal die Woche kommt der Chefarzt dazu und erklärt einem wirklich viel zu den Patienten. Nach der Visite schreibt man dann Briefe und erledigt weitere Aufgaben, die anfallen. Man hat immer jemanden zur Seite, dem man Fragen stellen kann und alle erklären einem gern und viel. Man wertet EKGs aus, meldet Untersuchungen an, wertet Laborbefunde aus, bewertet zusammen mit den Ärzten Röntgenbilder, nimmt Patienten auf und kann zu Untersuchungen mitgehen. Ich habe mich während der 4 Wochen auf der Aufnahmestation sehr wohl gefühlt und sehr viel gelernt. Die Ärzte sind allesamt sehr nett und ein wirklich tolles Team. Auch pflegerisch war die Station super. Besonders die Fachärztin der Station arbeitet sehr sorgfältig und man kann sehr viel von ihr lernen. Sie ist sehr herzlich und erklärt einem sehr viel. Wenn Zeit ist, denkt sie sich sogar Fälle für einen aus, die sie dann strukturiert mit einem durchspricht.
Nach 4 Wochen habe ich dann auf die Rettungsstelle gewechselt, die zur Aufnahmestation gehört. Hier wird man zu Beginn einem Arzt zugeteilt. Je nachdem wer das ist, darf man mehr oder weniger machen. Ich hatte großes Glück und konnte meistens mit einem sehr sehr netten Kollegen zusammenarbeiten, den ich schon aus der Aufnahmestation kannte. Ich durfte Patienten selbstständig betreuen, das heißt alleine Anamnese erheben, Untersuchen, Untersuchungen und Konsile anmelden und den ganzen weiteren Verlauf in Absprache mit dem betreuenden Arzt mitbestimmen. Es gibt sehr viele nette Ärzte auch in der Rettungsstelle und auch das Pflegeteam ist meist nett und hilfsbereit.
In der Rettungsstelle und der Aufnahmestation habe ich am meisten bisher gelernt und die beste Zeit meines PJs verbracht. Ich kann beide Abteilungen auf jeden Fall empfehlen und würde dort immer wieder mein PJ machen.
Leider fielen die angekündigten Fortbildungen während meines Tertials fast komplett aus. Eigentlich soll einmal die Woche eine Röntgen- Fortbildung und einmal die Woche ein Kardiologie-Seminar stattfinden.
Essen kann man in der Klinik umsonst und auch Kleidung bekommt man gestellt.
Bewerbung
Über die Uni
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
Fallbesprechung
Bildgebung
Tätigkeiten
Patienten untersuchen
EKGs
Braunülen legen
Briefe schreiben
Blut abnehmen
Botengänge (Nichtärztl.)
Mitoperieren
Untersuchungen anmelden
Eigene Patienten betreuen
Notaufnahme
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
1
PJler-Ansehen
1
Stimmung Klinik
2
Unterricht
4
Betreuung
1
Freizeit
1
Lehre auf Station
1
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.40