PJ-Tertial Allgemeinchirurgie in St. Franziskus-Hospital (7/2014 bis 9/2014)

Station(en)
Überall
Einsatzbereiche
Station, OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Diagnostik
Heimatuni
Kiel
Kommentar
Achtung! Das Chirurgietertial in Flensburg ist zweigeteilt: 8 Wochen Unfallchirurgie in der Diako und 8 Wochen Allgemeinchirurgie im Franziskushopital. Ich habe beide Krankenhäuser hier separat bewertet, also bitte unbedingt auch die Bewertung des jeweils anderen Krankenhauses anschauen!
Unterkunft (gilt für beide Abschnitte des Tertials): Die Unterkunft wird kostenlos gestellt. Ich habe in einer PJler-5er-WG im Haus Pniel gewohnt. Saubere Zimmer mit Bett, Tisch und Schrank, 2 Badezimmer, große, gut ausgestattete Küche. Und das direkt auf dem Diakogelände (das Franzikushospital ist auch nur 5 Gehminuten entfernt). Optimal. Auf Fernseher und Internet muss man leider verzichten. Aber ich denke das kann man verkraften. Alternativ wird man in anderen WGs oder Einzelzimmern untergebracht. Es befinden sich aber alle in unmittelbarer Umgebung der Kliniken und alle, die ich gesehen habe, haben einen sehr guten Eindruck gemacht!
Verpflegung: Top! Man bekommt drei Mahlzeiten am Tag. Und die schmecken auch! Das Abendessen kann man sich auch gleich mittags mitnehmen und dann später am Strand verputzen. Eine leichte Gewichtszunahme ist in der Zeit im Franziskus nicht auszuschließen.
Team und Betreuung: Hervorragend! Geradezu familiär. Es wird einem das Gefühl vermittelt, dass man wirklich willkommen ist und dass alle dankbar sind für die Hilfe, die man leistet. Habe mich echt richtig wohl gefühlt da! Auch mit dem Pflegepersonal bin ich super klargekommen.
Einsatzbereiche und Tätigkeiten: Im Wesentlichen der OP. Man ist zwar auf einer Station eingeteilt, wo man morgens die Visite, die ein oder andere Blutentnahme und Verbandswechsel macht. Aber wesentlich mehr Zeit verbringt man im OP. Hier ist etwas mehr Haken halten angesagt als in der Diako. Macht aber trotzdem Spaß, es wird viel erklärt, man darf kleinere OPs als 1. Assistent machen und viel selber nähen.
Dienste: Für einen geleisteten Dienst gabs einen anderen Tag nach Wahl frei. Die Dienste wurden recht großzügig bescheinigt, man musste keine ganze Nacht dafür dableiben. Es reicht schon, wenn man mal in einer OP festhängt, die wenige Stunden über den Feierabend hinaus dauert.
Blutentnahmen, Botengänge & Co: Angenehm wenig! Blutentnahmen macht man üblicherweise nur, wenn die Arzthelferin es nicht geschafft hat oder die Entnahme nachträglich in der Visite angeordnet wurde. Und Aufgaben wie „Trag mal die Akte von A nach B“ gabs praktisch gar nicht. Daher konnte man sich immer schön da aufhalten, wo es was zu lernen gab.
Arbeitszeiten und Mittagspause: Leider fangen die Allgemeinchirurgen im Franziskus schon um 6.45 Uhr an. Naja, dafür hat man eher Feierabend. Ein normaler Tagesablauf als PJler sieht in etwa so aus: 6.45 Uhr Visite, ein oder zwei Blutentnahmen, um 7.45 Uhr Frühbesprechung, direkt im Anschluss schnell in die Cafeteria laufen, einen riesigen Berg Brötchen, Rührei, Wurst, Käse, Lachs, (Schoko-) Crossaints und was man sonst so möchte verdrücken. Während des Frühstücks bespricht man sich mit den anderen Studenten, wer in welchen OP geht (und versucht sich um die Sigmaresektion zu drücken), dann geht’s ab in den OP. Da bleibt man dann so lange, wie es interessant ist oder man gebraucht wird. Da es viele kurze OPs gibt, findet man dazwischen fast immer ne Pause zum Mittagessen. Um 14.45 Uhr ist Nachmittagsbesprechung und danach Feierabend. Wenn man aber schon vorher nichts mehr zu tun hat muss man nicht Däumchendrehen und auf die Besprechung warten, sondern darf auch schon eher gehen.
Mein Fazit: Das Chirurgietertial in Flensburg kann ich sehr empfehlen! Viel Selbermachen in sehr angenehmer Atmosphäre hat zu einem riesigen Lerneffekt geführt!
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Prüfungsvorbereitung
Repetitorien
Bildgebung
Fallbesprechung
EKG
Tätigkeiten
Braunülen legen
Röntgenbesprechung
Blut abnehmen
Patienten untersuchen
Mitoperieren
Punktionen
Poliklinik
Untersuchungen anmelden
Eigene Patienten betreuen
Patienten aufnehmen
Chirurgische Wundversorgung
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche fest
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Unterkunft gestellt
Gehalt in EUR
400

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
1
PJler-Ansehen
1
Stimmung Klinik
1
Unterricht
3
Betreuung
1
Freizeit
1
Lehre auf Station
1
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.13