PJ-Tertial Gynäkologie in Klinikum Guetersloh (7/2014 bis 7/2014)

Station(en)
8
Einsatzbereiche
Station, OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Diagnostik
Heimatuni
Graz
Kommentar
Es gibt eine Station mit gynäkologischem und besonders onkogynäkologischem Schwerpunkt sowie eine Station mit geburtshilflichem Schwerpunkt und angegliedertem Kreißsaal (diese Bewertung bezieht sich auf die geburtshilfliche Station). Prinzipiell durfte man mit Einverständnis der Patientinnen sämtliche Untersuchungen auch unter Aufsicht selbst durchführen (z.B. auch vaginale Austastung zur Bestimmung der Muttermundreife oder Abtastung der Brust) oder zumindest den Untersuchungen beiwohnen. Leider lehnten dies aber auch immer wieder mal Patientinnen ab, gerade wenn man ein männlicher Student ist. Es hing immer auch von dem Arzt ab, mit dem man unterwegs war, inwieweit er die Ausbildung des Studenten dem Patientenwunsch gegenüber vorzog und durchsetzte. Insgesamt war das Team aber sehr engagiert und bemüht, einen immer einzubinden, und auch wenn man mal zurückgewiesen wurde und auf Wunsch der Patientin das Zimmer verlassen musste/ eine Untersuchung nicht durchführen durfte, konnte man bis zum Ende des Praktikums doch einiges an praktischer Erfahrung sammeln. Die Betreuung (1:1) war durchwegs von den Assistenzärzten bis zum Chefarzt äußerst gut, ebenso der Kontakt zur Pflege und zu den Hebammen. Man durfte sich zwischen Station, OP und Ambulanz frei bewegen und sich seine Tätigkeiten nach Interessenslage überwiegend selbst aussuchen. Blutentnahmen wurden nur teilweise von der Pflege übernommen, man durfte unter Aufsicht neben der körperlichen Untersuchung unter anderem auch Abdomen-Sonographien (bei narkotisierten Patientinnen im OP auch vaginale Sonographien) und Fetometrien durchführen, CTGs auswerten, U1-Untersuchungen machen, die Visite leiten, bei Operationen assistieren und sogar Kürettagen selbst ausführen.
Die Mittagspause war in der Regel verspätet, manchmal war sie nur verkürzt möglich oder fiel ganz aus. Als Student konnte man aber, wenn man wollte, sich vom ärztlichen Team absetzen und sie dann allein wahrnehmen. Überstunden gab es selten, oft durfte man auch schon eher gehen, wenn nur noch administrative oder dokumentative Aufgaben zu erledigen waren. Ein Tag pro Woche stand auf Wunsch zum Selbststudium frei.

Die Vortragenden der fachübergreifenden PJ-Seminare waren nicht immer vorbereitet, teilweise fielen sie kurzfristig aus. Die Teilnahme an anderen Fortbildungen für ärztliches und pflegerisches Personal war jederzeit möglich.
Unterkunft umsonst in einer feinen 4er WG mit anderen PJ-Studenten im Mehrfamilienhaus (sehr gut gepflegt und ausgestattet), 30min Fußweg entfernt (-> Fahrrad mitbringen), Internetzugang per USB-Stick (1-5GB/Monat). Im Krankenhaus steht ein eigener Raum mit Spinden und PC für die PJler zur Verfügung. Hose und Kittel werden gestellt. Ein Frühstück und ein Mittagessen pro Tag sind frei. Aufwandsentschädigung von 373€/Monat.

Bewerbung
Ich hatte mich 1 Jahr im Vorraus um die PJ-Stelle gekümmert, da ich nicht in Münster studierte. War zügig und problemlos organisiert. Bei sehr kurzfristiger Organisation kann es aber unter Umständen zu Problemen bei der Unterkunft kommen. Wenn mehr als 4 Studenten gleichzeitig eine benötigen, muss erst eine weitere Wohnung angemietet werden.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Repetitorien
Bildgebung
Fallbesprechung
EKG
Sonst. Fortbildung
Patientenvorstellung
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Blut abnehmen
Patienten untersuchen
Mitoperieren
Untersuchungen anmelden
Patienten aufnehmen
Chirurgische Wundversorgung
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt
Unterkunft gestellt
Gehalt in EUR
373

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
3
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.2