PJ-Tertial Neurologie in Klinikum Hanau (10/2025 bis 1/2026)
Station(en)
N34, N35, Stroke, ZNA
Einsatzbereiche
Notaufnahme, Station
Heimatuni
Giessen
Kommentar
Mir hat mein Neurologie Tertial in Hanau großen Spaß gemacht. Das Team ist super nett und hat mich gut aufgenommen. Ich habe immer eigene Patient*innen betreut, zur Visite und in der Besprechung vorgestellt und durfte viel selbst punktieren und schallen. Man bekommt in Hanau Zugriff auf die meisten Programme und kann so alle Anordnungen, Anmeldungen und Briefe selbst schreiben. Blutabnahmen und Braunülen macht in Hanau die Pflege, man macht als PJler nur die, die übrig geblieben sind :)
Ich hatte wirklich das Gefühl, dass alle immer super bemüht waren, dass ich auch viel mitnehme. Ich wurde viel gefragt, aber immer so, dass es nicht unangenehm war und ich wirklich viel gelernt habe.
Ich habe auch zwei mal selbst Themen in der internen Fortbildung präsentiert, wurde aber auch gefragt, ob ich das machen würde.
Man rotiert über das Tertial über die zwei neurologischen Stationen, wobei die N35 einen Schwerpunkt auf Parkinson-Erkrankungen legt, die Stroke-Unit (die sich auch um den Schockraum kümmert, wo man auch immer mitkann) und die ZNA, wobei man in letzterer, wenn man sich das zutraut, Patient*innen zuerst komplett alleine "vorsichten" und untersuchen kann um sie dann vorzustellen und gemeinsam ein Konzept zu überlegen.
Ein bisschen blöd ist, dass die Stroke ein anderes Programm zur Dokumentation nutzt, als die anderen Stationen, und für dieses eine Programm bekommt man keinen Zugang. Auch für die ZNA erhält man kein eigenes Kürzel, es war aber nie ein Problem mit dem Kürzel des oder der jeweiligen Ärzt*in zu dokumentieren, die einen an dem Tag betreuuen.
Außerdem hat Hanau keinen freien Studientag (Ich weiß allerdings auch nicht, ob das sowieso nur ein Ding ein paar weniger Unikliniken ist??).
Man bekommt 399 Euro im Monat, Essensmärkchen fürs Cafe und eine zusätzliche Gutscheinkarte für dieses. Es gibt auch eine Kantine, die in Zukunft auch von PJlern genutzt werden können soll, momentan klappt das aber noch nicht (kostenlos). In der Neuro ist das aber gar nicht soo schlimm, da die Neurolog*innen selbst morgens alle im Cafe zusammen frühstücken.
Außerdem kann mal als PJler kostenlos im Parkhaus des Klinikums parken, mit Öffis ist das Krankenhaus aus Frankfurt oder Gelnhausen auch ganz gut erreichbar.
Es ist 2x in der Woche Unterricht für alle PJler im Haus, dienstags ein EKG-Kurs und donnerstags wechseln sich die Fächer ab. Je nachdem, wer da ist, lohnt es sich mehr oder weniger, aber das ist wahrscheinlich überall so. Einige Seminare sind aber wirklich sehr gut!
Ich hatte leider wärend meines PJs einen Unfall, wegen dem ich das Jahr zwei Monate unterbrechen musste, das war vom Klinikum aus auch gar kein Problem und wirklich schnell geregelt!
Alles in allem kann ich das Tertial in Hanau sehr empfehlen, wenn man Lust hat, selbst praktisch zu arbeiten und viel zu sehen und zu lernen, wenn man dafür auf den Studientag verzichten kann.
Bewerbung
Ich habe vorher eine Famulatur in Hanau gemacht (ZNA), die mir sehr gefallen hat, wesshalb ich hier mein PJ machen wollte, obwohl Frankfurt nicht meine Heimat-Uni ist. Es ist gar kein Problem in der nationalen Vergabe einen Platz zu kriegen, Hanau schreibt viel mehr Plätze aus, als belegt werden. Es waren in meinen Tertialen immer so 3-5 PJler im Haus, in der Neuro war ich allein.