Diagnostik, Notaufnahme, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Station, OP
Heimatuni
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Kommentar
Das Marienhospital Gelsenkirchen ist für das chirurgische Tertial absolut zu empfehlen. Man kann wenn man will sehr viel lernen und selbst mitanpacken und gleichzeitig sind die Ärzte sehr emphatisch gegenüber PJlern. Ich hatte zudem noch Glück und hatte ganz tolle PJler, die auch in diesem Zeitraum im Haus waren. Ich habe die zweite Hälfte meines Chirurgietertials im Marienhospital verbracht.
Koordination:
Am 1. Tag des Tertials hat der PJ Koordinator und OA der Kardio Herr Falk W. alle neuen PJler in Empfang genommen, hat sie durch das Krankenhaus geführt und gezeigt wo man sein Namensschild, Transponder und eigenes Telefon mit Ladestation bekommt. Danach wurde eine Whatsappgruppe mit allen PJlern unserer Rotation erstellt und jeder konnte seine Wünsche äußern, um einen Rotationsplan zu erstellen und er war danach auch immer erreichbar. Wenn man das volle Tertial im MAGE abgeleistet hat, wurde sogar eine Fremdrotation in einem Fach seiner Wahl ermöglicht.
Ich wurde auch schon in die Gruppe hinzugefügt und konnte somit im Vorhinein schon meine Wünsche sagen. Somit war ich 6 Wochen in der Allgemein- und Viszeralchirurgie und eigentlich 2 Wochen in der Gefäßchirurgie, da ich aber spontan dann doch noch auf die Intensivstation rotieren wollte, wurde mir dann noch eine Woche auf Intensiv ermöglicht. An meinem ersten Tag hatte Falk mir auch eine Führung durch einen anderen PJler organisiert, da er selbst an dem Tag leider nicht konnte. Also war alles in diesem Tertial sehr gut organisiert!
Allgemeinchirurgie:
Das Team der Chirurgie ist sehr sehr nett von Assistenzärzten bis Oberärzten und der Chefarzt waren alle sehr freundlich und darauf bedacht das man immer was lernt. Da immer viele PJler in der ACH sind, gibt es feste Aufgaben, aber da man meist mit mehreren PJlern gleichzeitig auf Station ist konnte man sich die Aufgaben gut teilen. Morgens hat um 7:30 Uhr die Visite auf Station gestartet und danach war um 8 Uhr die gemeinsame Frühbesprechung der Allgemein-und Viszeralchirurgen, Thoraxchirurgen und Gefäßchirurgen. Danach hat man die Blutentnahmen gemacht und Zugänge auf Station gelegt. Es gab bestimmte Operationen bei denen immer ein PJler gebraucht wurde, somit mind. einer mit in den OP konnte und die anderen die Aufgaben auf Station erledigt haben. Danach konnte man oft frühstücken gehen und den restlichen Tag sich eigentlich selbst planen, entweder ist man in den OP, in die Sprechstunde oder in die ZNA und falls es noch Blutentnahmen, Zugänge oder Verbandswechsel gab, haben einen die Pflege oder die Ärzte angerufen. Um 15:30 Uhr war die Mittagsbesprechung, die meist etwa so 15 min ging und danach konnte man eigentlich immer nach Hause gehen. Dabool war ein ganz toller Arzt mit dem Verbandswechsel und Operieren sehr viel Spaß gemacht hat.
Die Stimmung im OP ist super, auch wenn die OPs mal wirklich anstrengend und auch lang sein können. Aber man durfte wen man Interesse gezeigt hat je nach OP viel assistieren/mitoperieren und am Ende Nähen durfte man eigentlich immer. Die Chirurgen waren alle sehr nett und geduldig. Besonders der AÄ Dr. med Gerrit V. hat sehr gutes Teaching gemacht. Egal ob man mit ihm im OP, auf Station, in der Notaufnahme oder so wie bei mir fast ne ganze Woche auf Intensivstation war, hat er immer versucht einem etwas beizubringen, hat mir noch paar super Tipps zum Nähen gegeben und auch auf der ITS viel erklärt und beigebracht.
Intensivstation:
Insgesamt ist es hier sehr lehrreich, weil die Visiten länger sind und man auch selbstständig lange Patienten untersuchen kann und diese dann auch selber vorstellen darf. Für die Vorbereitung helfen einen die AÄ und OÄ und erklären einem auch das richtige Schema und geben am Ende auch ein Feedback zur Patientenvorstellung. Ich konnte in meiner Woche auf ITS leider nie Punktionen machen oder ZVKs legen, da ich ja nicht lange da war und es in dieser Zeit nicht so viele gab. Es war aber trotzdem ein guter Einblick in die Intensivstation. Besonders die zwei Ärzte Mona und Gerrit waren super toll und sehr lieb und dadurch wurde die Zeit sehr positiv und lehrreich. Mona hat mir zudem auch ermöglicht in meiner kurzen Rotationszeit ein Tag mit dem NEF mitzufahren und das war eine wirklich sehr tolle Erfahrung, das kann ich jedem PJler nur empfehlen!!!
Gefäßchirurgie:
Ich war hier nur ganz kurz, da ich einen Tag mit dem NEF mitfahren konnte und noch auf einen Viszeralchirurgie Kongress in Essen gehen konnte, was auch eine echt coole Erfahrung war. Aber auch hier waren die Ärzte sehr nett, es gab ähnliche Aufgaben auf Station wie in der ACH und im OP durfte ich sehr viel selbstständig machen. Waren auch hier interessante OPs.
Kurz vor unserem M3 hat Gerrit angeboten eine Examensvorbereitung/-simulation mit meiner Prüfungsgruppe zu machen und er hat sich 4-5h Zeit nach seinem Feierabend genommen und hat mit uns anhand viszeralchirurgischer Fälle eine Simulation gemacht, die mir wirklich sehr viel gebracht hat! Es war echt eine super Vorbereitung!
Ich hatte ein sehr tolles und lehrreiches Chirurgietertial und kann das jedem nur wärmstens empfehlen!