Alle Berichte müssen mit einem Lob an Rosi Lange anfangen. Sie ist top organisiert, gefühlt jederzeit erreichbar und löst jedes eurer Probleme. Nur durch ihre Arbeit könnt ihr ein super organisiertes PJ Tertial genießen. Ich war 8 Wochen in der Viszeralchirurgie, 4 Wochen Gefäßchirurgie und 4 Wochen Unfallchirurgie eingeteilt. Ich hatte mir die Abteilungen auch vorher so gewünscht und tatsächlich bekommen. Nun sollte der Leser bzw die Leserin des Berichts noch wissen, dass mir Chirurgie und OP sehr gefällt.
Viszeralchirurgie
Hier war ich auf der Station N071. Das ist auch die Station von der PJ Beauftragten Frau Deutschmann. Auch sie ist super motiviert und hat immer ein offenes Ohr. Allgemein muss ich sagen, dass zu meiner Zeit ein Wechsel des Chefarztes stattgefunden hat. Die Stimmung im Team war unter den Ärzten aufgrund der neuen Situation etwas unsicher, aber mir gegenüber war die Stimmung zu jederzeit gut und freundlich. Ich habe mich nach den 8 Wochen sehr gut in das Team integriert gefühlt. Arbeitszeit ist von 6:45 bis 15:15. Ich bin manchmal länger geblieben, weil ich die OP noch mitmachen wollte. Ansonsten sollte man zu den OPs wissen, dass sich die PJler frei einteilen dürfen, wer welche OP übernimmt. Wichtig ist nur, dass alle OPs besetzt sind. Sprecht euch hier also frühzeitig mit euren Studientagen ab. Allgemein muss man sagen, dass man viel bei größeren und längeren OPs mit eingeteilt ist. Allerdings erfolgt keine Einteilung als reiner Hakenhalter, sonder es wird richtig viel Wert auf Lehre gelegt. Man darf jederzeit fragen und natürlich auch ab und zu mal fragen beantworten. Ansonsten häufige Aufgaben im OP Kameraführung, Hautnaht (Intrakutan), ab und zu Haken halten, manchmal auch erste Assistenz bei kleineren Eingriffen z.B. Port. Mittwoch bis Freitag sind zusätzlich im Küchwald die Robotereingriffe. Hier seid ihr auch mit eingeteilt, schaut aber zum Größtenteil nur zu was auch sehr spannend ist.
Auf Station waren die Hauptaufgaben Blutentnahme, Flexülen, Arztbriefe schreiben. Ich durfte auch ab und zu mal einen Blasenkatheter legen, Redon oder Thoraxdrainage ziehen. Teaching fand meistens im Op Saal statt, aber auf Station konnte man auch immer Fragen stellen.
Ich war auch ein paar Mal im Aufnahmezimmer dabei und durfte dort unter Aufsicht meine eigenen Patienten betreuen und dokumentieren.
Es ist so, dass bei der Morgenbesprechung die Einteilung der Ärzte vorgelesen wird. So könnt ihr euch dann je nach Interessen und Kapazitäten auch gleich an den jeweiligen Arzt hängen und so zum Beispiel mit in das Aufnahmezimmer.
Es ist ganz angenehm, dass der erste Tag im Tertial für alles Organisatorische ist. So funktioniert auch ab Tag 2 schon der Computerzugang und ihr habt Wäsche. Zusammenfassend kann ich die Viszeralchirurgie sehr empfehlen, um auch ein paar Basics zu festigen wie z.B. Hautnähte. Auf die erwartete schlechte Stimmung und genervte Chirurgen bin ich in diesem Tertial zu keiner Zeit gestoßen, egal wie dumm ich mich angestellt habe. Ich wurde positiv überrascht, vor allem wie sehr man als Pjler in dieser Abteiung geschätzt wurde.