PJ-Tertial Anästhesiologie in Robert-Bosch-Krankenhaus (10/2025 bis 12/2025)

Station(en)
OP & Intensivstation
Einsatzbereiche
OP, Station
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
4 Wochen Famulatur, aufgeteilt in 3 Wochen OP und 1 Woche Intensivstation (1A).

Am 1. Tag sollte man vor der Intensivstation warten, bis man vom zuständigen OA abgeholt wird. Leider ist niemand erschienen und auch auf der Telefonnummer, bei der man sich sonst melden kann, ist niemand ran gegangen. Nach knapp 1 Stunde vergeblichen Wartens eine vorbeilaufende Pflegekraft angesprochen und von dieser dann in den OP eingeschleust worden. Endlich im OP-Trakt angekommen wurde man dann von einem OA mit dem Kommentar „Aah Schlafmützen, auch endlich mal da“ begrüßt. Start war also alles andere als ideal.

Von nun an kam es drauf an, bei welchem Arzt man zugeteilt war, wie lehrreich der Tag war. Bei manchen Ärzten war es toll, man wurde gefördert & gefordert, bei anderen war man gefühlt nur atmende Deko den Tag über.
Die ersten 2 Wochen war ich von der OP-Koordination einem OP-Saal zugeteilt und war dann dort den Tag über. Diese Zuteilung war manchmal nicht wirklich durchdacht, teilweise war man einem Saal zugeteilt, in dem nur Regionalanästhesie durch den Chirurg betrieben wurde und die Anästhesie lediglich für den Fall der Fälle im Standby anwesend war. Also null lehrreich.

In der 3. Woche wurde ich komplett vergessen und nicht einmal mehr zugeteilt und ich musste mir morgens selber einen Arzt suchen, wo ich mitlaufen durfte.
Maske-Beutel-Beatmung, Viggo legen und Larynxmaske schieben durfte man eigentlich überall machen. In den 3 Wochen durfte ich jedoch nur 1 mal versuchen endotracheal zu intubieren, was ich als ziemlich schlechte Quote empfinde.
1x durfte ich unter wirklich sehr guter Anleitung in Seldinger-Technik eine arterielle RR-Messung legen.
Sonst kann ich den unten aufgeführten Kommentar bestätigen, dass man eher wenig bis gar nicht Hand im Thema erweiterte Maßnahmen (ET- Intubation, ZVK, Arterie…) anlegen darf.

Die letzte Woche war auf der Intensivstation. Dort war wirklich ein extrem wertschätzender Umgang mir gegenüber, man wurde toll angeleitet, es wurde einem viel beigebracht und es wurde immer geschaut, dass man bei interessanten Fällen ganz vorne mit dabei ist.

Man kann immer zum PJ-Unterricht gehen, dieser ist in meiner Zeit aber sehr oft ausgefallen (es ist einfach kein Arzt gekommen), was schade war.
Essen ist kostenlos, unten in der Kantine trifft man dann auch die Famulanten / PJler von anderen Stationen und kann nette Bekanntschaften knüpfen.

Kurz: OP eher mau, Intensivstation top


Insgesamt würde ich sagen, dass die Famulatur in Ordnung war – allerdings auch nicht mehr als das. Angesichts der Tatsache, dass es in Stuttgart noch mehrere andere Krankenhäuser gibt, würde ich das RBK für eine Famulatur in der Anästhesie rückblickend nicht unbedingt empfehlen, wenn man im OP wirklich viel selbst machen und praktisch lernen möchte.
An sich muss ich aber sagen, dass das RBK aus medizinischer Sicht wirklich sehr gute Arbeit leistet!
Bewerbung
Bewerbung schnell und einfach ohne großen Aufwand im Chefarztsekretariat (am besten dort einfach kurz anrufen und nachfragen).
Dort hat man auch Mails bekommen mit allen notwendigen Infos.
Bei mir ca. 2 Monate im Voraus.
Unterricht
3 x / Woche
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Fallbesprechung
Tätigkeiten
Braunülen legen
Patienten untersuchen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt

Noten

Team/Station
3
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
2
Klinik insgesamt
1
Unterricht
4
Betreuung
4
Freizeit
2
Station / Einrichtung
4
Gesamtnote
3

Durchschnitt 2.6