Mein 1. Tertial meines PJ absolvierte ich im Klinkum Darmstadt ind er Inneren. Mein Plan ist Innere zu machen, weshalb ich dachte am Anfang sollte eine gute Basis gelegt werden, gute Anamnesen und gute körperliche Untersuchungen sind wichtig. Am ersten Tag wirden wir super freundlich und nett von Bettina Brandt, der sogenannten PJ-Beauftragten (oder auch PJ Mama) begrüßt und eingeführt. An dem Tag erfolgt auch die Einteilung für die Stationen, jeglicher Orgakram, eine kleine Hausführung und die Begrüßung im PJ ärztlicherseits. Hauptsächlich findet der Tag in der PJ Wohnung statt, der Ort wo unsere Umkleiden sind, Bettina ihr Büro hat und ein Aufenthaltsraum zur Verfügung steht. Eine wirkliche schöne Sache, der die Gemeinschaft unter den PJlern fördert. Die Einteilung erfolgt gemeinschaftlich zwischen den PJlern in vorgefertigte Stationslisten. Man rotiert über 3 Stationen und immer in die ZNA.
ZNA war mein erster Einsatzort. Ich war schon einmal für eine Famulatur dort, sodass ich die Abläufe und Strukturen schon ein wenig kannte. Generell fand ich die Notaufnahme mega! Man kann super selbstständig arbeiten und kann einfach so viel lernen jnd mitnehen. Man kann jederzeit sich ein Sono schnappen und schallen gehen. Einfach toll! Meist wendet man sich an einen Assistenzarzt, der einen am Tag ein wenig begleitet und unterstützt.
In der Nephrologie kam dann das erste mal für mich der Stationsalltag. Der Fall ist hart nach dem Einsatz in der Notaufnahme. Hier sind besonders die Chef- und Oberarzt Visiten zu empfehlen. Dadurch, dass hier viele Assistenten erst frisch hinrotiert sind oder gerade erst als erste Stelle ins Berufsleben gestartet sind, war eigentändiges Arbeiten schwierig. Aber dann kann einem auf jeder Station passieren. Falls es einen älteren Assistenten gibt, hängt euch einfach an den. Blutentnahmen und Zugänge legen, waren häufig ein großer Teil der Arbeit. Tipp: es gibt einen Blutentnahmedienst, der auch mehr als einmal kommt, sehr euch also nicht immer in der Verantwortung alle Blutentnahmen zu machen, die da stehen. Wenn man interessiert ist, kann man auch mal auf der Dialyse vorbeischauen.
In der Hämatoonkologie herrscht ein besonders schönes und angenehmes Arbeitsklima, zwischen den Assistenten und den Oberärzten sowie der Pflege. Insgesamt ist es ein sehr angenehmes Arbeiten, wenige Blutentnahmen, da die Stationssekretärin viele macht. Wenn ihr sie lieb fragt, zeigt sie euch wie man einen Port ansticht und darüber Blut abnimmt. Es gibt quasi 2 Seiten auf der Station: eine befasst sich mit soliden Tumoren und eine mit Hämatonko. Man kann viel lernen über die verschiedensten Krebstherapien, sollte sich aber bewusst sein, dass keiner verlangt, dass man diese nur annähernd kennt und kann. Die Ärzte schmeißen auch gerne mit den Handelsnamen der Zytosstatika um sich, fragt einfach nach. Onkopedia hilft auch, nicht nur euch, sondern auch den Assistenten oder OÄ.
Zum Schluss war ich auch der Pneumologie. Zusammen mit der Gastrologie, ergeben sie die medizinische Klinik II. Die PJler werden aufgeteilt zwischen Gastro, Pulmo und der 6V (Privatstation). Also es hängt ein wenig davon ab, ob schon PJler da sind, wenn ihr dorthin rotiert. Generell waren viele Altassistenten in der Pneumologie, die mich viel haben machen lassen. Habe dort erstmals meine eigenen Patienten betreut und selbst Arztbriefe geschrieben, Visiten dokumentiert und vieles mehr. Generell darf man auch bei jeder Visite mitdenken und auch seine Ideen einbringen, bei Chefarzt- und auch Oberarztvisite. Alle sind super nett und es herrescht auch ein angenehmes Teamgefühl. Als einiges Team gehen alle geschlossenen zum Mittagessen. Kann die Med 2 nur empfehlen .
Während des gesamten PJs ist Bettina bei Problemen jeglicher Art für euch ansprechbar. Sie kümmert sich sehr und ist für alle da 😊