PJ-Tertial Anästhesiologie in Asklepios Klinik St. Georg (9/2025 bis 12/2025)

Station(en)
OP und Intensivstation
Einsatzbereiche
Station, OP
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
So habe ich mir mein Wahlfach vorgestellt!

Also erstmal grundsätzlich zum Klinikum: der Start war top organisiert. Alle PJ Studierenden, die ihr Tertial starten wurden zu einer Uhrzeit einbestellt. Es gab eine kleine Einführung und man hat einen Laufzettel bekommen mit Stationen, die man abarbeiten muss am ersten Tag (Sekretariat, Schlüssel, Wäsche etc.). Das habe ich in anderen Kliniken schon ganz anders erlebt.

Man kann einen Spind in einer umkleide beantragen, es wird einem gesagt dass das teilweise sehr lange dauern kann, ich hab das direkt am Anfang gemacht und den Spind nach 4 Wochen bekommen. Fand ich voll ok, die ersten 8 Wochen hab ich mich ja eh in der OP Umkleide umgezogen. Würde also empfehlen den Spind direkt am Anfang zu beantragen!

Dann haben 2 Monate im OP begonnen. Die Tage im OP starten um 7:20 mit einer kleinen Frühbesprechung.
Man kann sich jeden Tag aussuchen, mit wem derAnästhesistInnen man mitlaufen mag. Man kann auch jederzeit zwischendurch wechseln, wenn zb die ersten OPs coole Einleitungen versprechen und ab mittags nur Sedierung gemacht wird oder so.
Während meines Tertials war ich alleine mit einem anderen PJler. Insgesamt können glaube ich 4 PJs zeitgleich im Tertial theoretisch in der Abteilung sein, also beide Tertiale zsm. 8. Ich würde das 2. Tertial empfehlen, weil die meisten, die gleichzeitig im 3. Tertial mit dir da wären nehmen ja die 20 Urlaubstage am Ende und dadurch sind dann weniger PJs da. Hoffe man versteht was ich meine :)
Im OP ist definitiv Selbstständigkeit gefordert. Man sollte nicht erwarten alles fest organisiert vorgelegt zu bekommen. Ich fand das cool, dadurch ist man sehr frei, aber man muss auch Initiative zeigen.
Im OP ist es für alle AnästhesistInnen klar, dass man maskenbeatmen/ intubieren/ Narkose leiten soll. Das funktioniert bei den meisten sehr gut. Man muss sich am Anfang ein bisschen orientieren wer besonders Bock auf Lehre hat, dann hat man teilweise echt stundenlang 1:1 teaching und es ist dann auch nicht schlimm, dass es keinen festen Unterricht gibt.

Ich bin dann nach 2 Monaten auf die neurochirurgische/ traumatologische Intensivstation E3 + IMC gewechselt, der andere PJler auf die E1 (kardiochirurgisch).
Da hatte ich einfach die beste Zeit.
Ich durfte ganz viele ZVKs und Shaldons in alle möglichen Gefäße legen. Arterienanlagen gehörten quasi zur Tagesordnung. Ich habe tracheotomiert und bronchoskopiert, reanimiert, Pleuradrainagen gelegt und ganz viele Abdomen/Lungensonos gemacht.
Wenn man sich motiviert zeigt, haben die mega Bock einen was machen zu lassen.
Dadurch, dass ich die einzige Studentin auf Station war, konnte ich frei wählen ob ich Frühdienst (7:00-15:00) oder Spätdienst (13:30-ca. 21:30) machen möchte. Das fand ich ehrlich gesagt mega nice, gerade weil man nachmittags oft mehr Zeit für die ganzen praktischen Sachen hat.
Ich habe PatientInnen eigenständig betreut und auch bei der Übergabe dem nächsten Team übergeben. Super Training fürs M3.

Die ÄrztInnen sind alle super lieb, es wird immer geguckt, dass man genug Pause macht und gerade im Spätdienst wird man schon auch mal um 20:00 nachhause geschickt, wenn nichts mehr zu tun ist.
Im OP wird man auch zwischendurch mal nen Kaffee trinken geschickt, also man überarbeitet sich nicht ;)
Gerade im OP bin ich relativ häufig nach der letzen Einleitung gegangen (13:30/14:00), damit waren die immer alle fine.

Man kann immer mit zu den Schockräumen gehen, im OP ist auch manchmal ein Telefon übrig, was man tagsüber einstecken kann, um den Schockraumalarm zu hören. Dann kann man einfach mit der Zuständigen ATA runterlaufen.

Ich bin kumulativ fast 2 Wochen NEF mitgefahren, das ist wohl verhältnismäßig relativ viel, lag auch daran, dass da kaum andere Studis waren. Der Zeitraum war echt perfekt.

Essen in St. Georg ist umsonst und meistens auch lecker.

Großer Minuspunkt ist das fehlende Gehalt, aber vielleicht ändert sich das ja in Zukunft..

Freitags hat man frei. Das ist in der Abteilung offiziell, von der Uni Hamburg aus aber nicht :D. 1x im Monat ist Studientag für alle Studierenden in Hamburg am UKE (Vorlesungen von 10:15-13:30), da muss man auch hin, sonst Fehltag.

Was Fehlzeiten angeht sind die ansonsten sehr entspannt, wenn man mal früher los muss, später kommt ist das kein Problem. Und wenn man krank ist solle man zuhause bleiben. Das sehen da alle so und verlangen dafür auch keine Urlaubstage.

Insgesamt war ich wirklich richtig happy mit meiner Wahl, würde es jedem empfehlen.
Bewerbung
Bewerbung über PJ Portal
Unterricht
Kein Unterricht
Tätigkeiten
Patienten untersuchen
Blut abnehmen
Untersuchungen anmelden
Punktionen
Braunülen legen
Notaufnahme
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Mittagessen regelmässig möglich

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
6
Betreuung
2
Freizeit
2
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.53