PJ-Tertial Allgemeinchirurgie in All India Institute of Medical Sciences (3/2025 bis 5/2025)

Station(en)
Unit 1, Unit 3, Trauma Center
Einsatzbereiche
Notaufnahme, Diagnostik, OP, Station, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Bochum
Kommentar
Ich hab die erste Hälfte meines Chirurgie Tertials am AIIMS in New-Dehli in der Allgemein- und Viszeralchirurgie und der Traumachirurgie absolviert. Die ersten 3 Wochen verbrachte ich auf der Unit 1, welche auf Pancreas-, Galleblasen- und Hernienchirurgie spezialisiert ist, die nächsten 2,5 Wochen war ich der Unit 3 zugeteilt, welche auf die Brustkrebs- und Lungenchirurgie spezialisiert waren und als letztes im Trauma Zentrum.
In der Allgemeinchirurgie wird an 3 Tagen pro Woche operiert, an den anderen Tagen stehen die Poliklinik (OPD) und akademische Veranstaltungen auf dem Tagesplan. Man konnte morgens immer an den Visiten teilnehmen und nachmittags wenn man wollte bei Blutentnahmen und Verbandswechsel unterstützen. Man durfte immer mit in den OP und auch gerne steril mit an den Tisch. Da aber viele Oberärzte und Assistenzärzte am Tisch standen, konnte man nicht so viel mitoperieren. Insgesamt sieht man sehr viele verschiedene Eingriffe und Krankheiten, aber alles bei einem sehr guten und modernen Standard. Sehr interessante, aber oft auch traurige Fälle. Man sieht zudem auch sehr sehr viele Patienten in einer Sprechstunde und ein etwas anderes Krankenhaussystem als in Europa. Die Traumachirurgie ist absolut zu empfehlen, hier sieht man wirklich viel und kann schnell mithelfen.
Die Zeit am AIIMS hat mir sehr viel Spaß gemacht. Durch die indischen Ärzt:innen wurde man auch sehr schnell in das Team integriert und sie waren alle sehr nett und kompetent. Ich konnte während meiner Zeit an 2 Kongressen teilnehmen, welche sehr interessant und lehrreich waren. Zudem konnte man immer Mittagessen und es war sehr viel billiger als in Deutschland.
Man kommt morgens meist gegen 8/8:30 Uhr und kann dann zwischen 14-16 Uhr gehen, früher gehen war auch möglich. Die Ärzte können gutes Englisch und sprechen auch untereinander und im OP viel Englisch, aber viele Patienten können nur indisch, somit hatte ich einen Vorteil, da ich selbst indisch sprechen und verstehen kann. Aber für PJler deren Muttersprache nicht Hindi ist, sind die Visiten und Sprechstunden oftmals schwer nachzuvollziehen. Dennoch empfehle ich das AIIMS sehr. Es war eine sehr positive und lehrreiche Erfahrung.
Bewerbung
Ich hab mich etwa ein Jahr vorher online über ein Bewerbungsformular beworben und danach meine Dokumente noch postalisch nach Indien gesendet. Ich hab mich für ein Elective Training/Observership beworben und das hat dann gepasst.
Man sollte etwa 4-6 Monate vorher sein Studentenvisum für Indien beantragen, weil die Botschaft in Hamburg z.B wirklich sehr lange gebraucht hat den Antrag zu bearbeiten.
Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
Bildgebung
Fallbesprechung
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
Notaufnahme
Röntgenbesprechung
Botengänge (Nichtärztl.)
Blut abnehmen
Patienten untersuchen
Mitoperieren
Chirurgische Wundversorgung
Dienstbeginn
Nach 8:00 Uhr
Dienstende
Vor 15:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Mittagessen regelmässig möglich
Gebühren in EUR
125 US Dollar

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
3
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.2