PJ-Tertial Pädiatrie in Universitaetsklinikum Kiel (7/2025 bis 10/2025)

Station(en)
Allgemeine Pädiatrie, Neuropädiatrie, Kinderonkologie, Kindernotaufnahme
Einsatzbereiche
Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Notaufnahme, Diagnostik, Station
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Zu Beginn des PJ gibt es eine Oberärztin als PJ-Koordinatorin, mit der man ganz unkompliziert besprechen kann, in welche Bereiche man gerne rotieren möchte. Bei mir konnten alle Wünsche berücksichtigt werden und ich konnte zwischendurch nochmal wechseln. Ich war in der allgemeinen Pädiatrie, der Neuropädiatrie, der Kinderonkologie und in der Notaufnahme – man bekommt also einen sehr breiten Einblick.

Auf der allgemeinen Pädiatrie sieht man alles: klassische pädiatrische Erkrankungen wie Infekte, Gastroenteritiden etc., aber auch immer wieder spannende „Kolibris“. Wenn man motiviert ist, kann man sehr selbstständig mitarbeiten. Man darf eigene Patient:innen betreuen, untersuchen, lernt die Arztbriefe zu schreiben, dokumentiert Visiten und kann viele praktische Fertigkeiten lernen, wie Blutabnahmen oder das Legen von Zugängen. Außerdem kann man jederzeit bei Untersuchungen wie Bronchoskopien, Sonos oder Gastros mitgehen, wenn Interesse besteht. Wenn mal wenig los ist kann man immer in eine der Spezialambulanzen gehen.

In der Neuropädiatrie kann man auch viel mitarbeiten. Man kann Kinder aufnehmen, neurologische Untersuchungen systematisch lernen und vertiefen und auch in die Ambulanzen mitgehen. Oft werden auch EEGs usw. durchgeführt.

Die Notaufnahme war für mich besonders lehrreich. Häufig durfte man die Kinder zunächst selbstständig untersuchen, sich Gedanken machen und anschließend alles mit einer Assistenzärztin oder einem Assistenzarzt oder Oberarzt/ärztin besprechen. Danach wurde der Patient oder die Patientin gemeinsam noch einmal gesehen und das weitere Vorgehen festgelegt.

Auch auf der Kinderonkologie kann man erstaunlich selbstständig mitarbeiten und eigene Patientin mitbetreuen. Morgens gibt es oft Pre-Rounds, bei denen man die Kinder vor der großen Visite schon einmal anschaut. Mit etwas Glück darf man unter Anleitung sogar eine Lumbal- und/oder Knochenmarkspunktion durchführen. Allgemein ist die Kinderonkologie ein sehr spannender Einblick, den man so vielleicht nie wieder bekommt, wenn man später an einer kleineren Klinik arbeitet.

Man konnte am Wochenende Dienste in der Notaufnahme mitmachen und sich dafür unter der Woche freie Tage nehmen. Alternativ konnte man nach einem Frühdienst länger in der Notaufnahme bleiben und sich ebenfalls einen freien Tag erarbeiten. So konnte man zusätzliche praktische Erfahrung sammeln, ohne dass es einfach nur Mehrarbeit war.

Oft geht man mittags gemeinsam mit dem Team essen. Wenn es für die Ärzt:innen im stressigen Alltag mal nicht möglich war mitzukommen, konnte man als PJler natürlich trotzdem jederzeit essen gehen. PJ Unterricht findet zusammen mit den PJlern aus dem städtischen KH statt.

Was ich außerdem sehr positiv erlebt habe: Der Großteil des Teams war wirklich motiviert, einen einzubinden und etwas beizubringen. Sowohl viele Assistenzärzt:innen als auch Oberärzt:innen haben sich Zeit genommen zu erklären und einen aktiv mitdenken zu lassen. Natürlich hängt es – wie überall – auch vom jeweiligen Team und vom eigenen Engagement ab, aber insgesamt hab ich das hier positiv wahrgenommen und habe mich im Vergleich zum Innere und Chirurgie Tertial viel stärker eingebunden und weniger als billige Arbeitskraft gefühlt.

Gerade Fachbereiche wie Neuropädiatrie oder Kinderonkologie sieht man in dieser Breite und Spezialisierung nur an einer größeren, universitären Klinik. Dadurch bekommt man ein sehr umfassendes Bild der Pädiatrie – von der allgemeinen Versorgung bis hin zu hochspezialisierten Krankheitsbildern.
Bewerbung
Über PJ Portal
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
Prüfungsvorbereitung
Repetitorien
Fallbesprechung
EKG
Tätigkeiten
Untersuchungen anmelden
Patienten untersuchen
Patienten aufnehmen
Blut abnehmen
EKGs
Briefe schreiben
Röntgenbesprechung
Punktionen
Eigene Patienten betreuen
Braunülen legen
Notaufnahme
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Mittagessen regelmässig möglich
Gehalt in EUR
400

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
2
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.07