Das Innere Tertial an der Uniklinik ist zweigeteilt. Ich war erst in der Onkologie und dann in der Kardiologie.
Zuerst zur Onkologie:
ich war auf Normalstation eingeteilt und ich muss sagen, dass es viel besser war, als ich erwartet hätte. Die Betreuung war wirklich super, man hatte sehr viel Kontakt zu den Ärzten, weil man auch in einem Raum mit den Ärzten saß und sie versucht haben alles zu erklären, sie haben sich immer die Zeit genommen.
Der Tag fing um 8:00 Uhr an. Man kam auf Station und musste erst mal Blut abnehmen. Was aber kein Problem ist weil es eine Stations Assistentin gibt die schon 2-3 Blutentnahmen am Morgen macht. Zwischen 9 und 9:30 Uhr beginnt die Visite, wo man immer mitgeht, was auch so gewollt ist. Man lernt die Patienten kennen und man lernt viele Diagnosen kennen. Auch hier kann man immer Fragen stellen und es wird einem alles gerne erklärt. Danach geht es zur Besprechung mit der Radiologie und nachmittags gibt es verschiedene Aufgaben. Man nimmt Patienten auf, man legt Viggos, man kann ZVKs legen oder andere Punktionen. Ich durfte eine Knochenmarkpunktion und mehrere Lumbalpunktionen selber machen. Insgesamt muss ich sagen, hätte ich mir kein besseren Start ins PJ vorstellen können.
Zur Kardiologie:
Die Kardiologie ist nochmal unterteilt in ; Wochen Normalstation und 4 Wochen IMC. Die Zeit auf der Normalstation verbringt man zu 90 % mit Blut abnehmen und Viggos legen. Die Ärzte stehen unter einem enormen Druck, weshalb Teaching kaum möglich ist und man, wenn man nach Aufgaben fragt, immer nur Scheiß Aufgaben bekommt. Es sind relativ viele PJler auf Station, die Station ist aber auch mit 50 Patienten sehr groß. Man kann auch jeden Tag Pause machen, aber viel lernen tut man jetzt nicht und der Spaß hält sich auch in Grenzen.
Die 4 Wochen auf IMC sind da schon interessanter, weil man kaum Blut abnimmt und sehr lange und intensive Visiten hat, wo man auch sehr viele Fragen stellen kann. Man lernt die Patienten kennen, was auf Normalstation kaum der Fall war, und man kann sehr viel Echos und Ultraschall üben. Außerdem muss man sehr viele EKGs auswerten, was einem auch sehr hilft, fit im EKG lesen zu werden.
Alles in allem kann ich das Tertial an der Uniklinik schon empfehlen. Ich muss aber sagen, dass Onkologie mit Abstand die beste Betreuung (meiner Meinung nach) hat und es sich auf jeden Fall lohnt, dort rein zu rotieren. Die Kardiologie hat mich insgesamt leider enttäuscht, aber auch hier konnte ich einiges mitnehmen.