PJ-Tertial Chirurgie in Parkkrankenhaus Leipzig-Suedost (1/2025 bis 3/2025)

Station(en)
Visceralchirurgie, Gefäßchirurgie
Einsatzbereiche
OP, Diagnostik, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Station
Heimatuni
Leipzig
Kommentar
Ich habe 8 Wochen Klinische Chemie in mein Chirurgie-Tertial einbezogen und somit nur 8 Wochen Chirurgie absolviert (6 Wochen Visceralchirurgie und 2 Wochen Gefäßchirurgie). Dadurch habe ich mitten im Tertial mit Chirurgie begonnen. Daher gab es für mich keine Einführungsveranstaltung wie sonst am ersten PJ-Tag, sondern ich war kurz in der Personalabteilung für den Vertrag und dann ging es für mich ins Sekretariat der Chirurgie. Die Sekretärin schloss mir eine Umkleide auf, sonst passierte dort nichts. Auf meine Frage nach einem Spint wurde mir geantwortet, dass PJler doch keinen Spint bekommen (was nicht stimmt, PJler können für einen Spint eine Mail schreiben) und als ich fragte wie ich jetzt jeden Tag zum Umziehen in die Umkleide komme, da ich keinen Schlüssel habe, meinte sie, das soll ich halt die anderen PJler fragen, wie die das machen (stellte sich dann heraus, dass die Umkleide im Keller offen ist und man keinen Schlüssel braucht). Dann wurde ich auf Station geschickt. Ich begann mit Visceralchirurgie. Im Arztzimmer war niemand, ein Pfleger meinte, ich soll im Arztzimmer warten, er würde den Ärzten Bescheid geben. Ich wartete und wartete...ab und zu kam jemand rein und suchte ebenfalls einen Arzt, sonst passierte nichts und jeder sagte mir, ich solle warten. Nach fast 2 Stunden kam dann der Chefarzt rein und war ziemlich verwundert, warum ich denn alleine im Arztzimmer sitze und nicht mit bei Visite bin...mein Chirurgiestart war dementsprechend nur so semi. Zugangsdaten für den Computer hatte ich auch noch keine, das hat sich jedoch im Laufe des Tages geklärt und Frau Birnstock, die PJ-Beauftragte (der Inneren) hat mir eine kleine Haustour gegeben und mir ein paar organisatorische Sachen erklärt. Hauptaufgabe auf der Visceralchirurgie ist definitiv der OP, es gibt immer 2 bis 3 Säle pro Tag und in vielen OPs ist fest mit einem PJler geplant. Wir konnten uns dann frei einteilen, wer zu welcher OP geht. Allerdings ist dies teilweise schwierig, da man auch oft zu OPs angerufen wird, bei denen gar kein PJler im OP-Plan eingeteilt ist. Für Chirurgiefans ist die Zeit auf der Visceralchirurgie sicherlich klasse, man hat viel OP-Zeit. Für mich, die sich absolut gar nicht für Chirurgie begeistert und im OP immer mit dem Kreislauf zu kämpfen hat, war es besonders am Anfang echt schwierig. Durch Absprache mit meinen Mit-PJlern konnte ich dann oft in die SchilddrüsenOPs gehen, bei denen immer ein PJler gebraucht wird (fast täglich sind es 3 SchilddrüsenOPs). Das war eine Winwin-Situation, ich war in den nicht so langen OPs und die anderen PJler konnten sich spannendere OPs angucken. So stand ich in meinen ersten 3 Wochen Visceralchirurgie jeden Tag im OP, eigentlich genau das, was ich nie wollte. Wenn man auf Station war, waren die Hauptaufgaben Blut abnehmen/Flexülen legen, was sich jedoch in Grenzen hielt, weil die erste Runde früh um 5 Uhr schon abgenommen war, Visiteneinträge (falls man es mal zur Visite schafft) und Arztbriefe (sind sehr kurz gehalten und man bekommt Vorlagen) schreiben. Erklärt haben mir alles immer nur die anderen PJler, ohne die wäre ich sehr verloren gewesen. Nach 3 Wochen sind die anderen PJler rotiert (ich nicht, weil ich ja mitten im Tertial begonnen hatte). Dann waren wir nicht mehr 4 (was auch schon viel war) sondern ganze 6 PJler auf Station, was die OP-Zeit endlich reduziert hat. Ich konnte dann auch mal mit in die Aufnahme gehen. Die macht man in der Visceralchirurgie mit einem Arzt zusammen, man ergänzt die Anamnese vom Arzt und macht die körperliche Untersuchung, was ich echt gut fand, um eine kleine Routine aufzubauen. Dadurch, dass wir so viele PJler waren, konnte man oft eher gehen (außer man stand im OP). Ich persönlich durfte im OP nie nähen, ich stand aber halt oft in den Schilddrüsen, wo nicht genäht wird, und bei meinen anderen OPs habe ich auch nie proaktiv danach gefragt. Die anderen PJler haben durchaus im OP genäht. Zusammenfassend war das Team der Visceralchirurgie nett, auch mit der Pflege kam ich super klar, nur die Arztassistentin ist manchmal ein bisschen mürrisch. Man fängt 7.30 Uhr an mit Frühbesprechung und kann eher gehen (meist gegen 14 Uhr), wenn man nicht im Saal steht, 1 PJler muss immer bis 16 Uhr bleiben, falls man noch für eine OP gebraucht wird. Gelernt habe ich nicht besonders viel, den PJ-Unterricht, der 3mal pro Woche mittags stattfindet, kann man durch die vielen OPs nur selten besuchen. Studientage nehmen war okay solange genug PJler für den OP-Plan da waren, als wir 4 PJler waren, war das teilweise schwierig, zu sechst dann sehr entspannt. Danach bin ich für 2 Wochen auf die Gefäßchirurgie rotiert. Auch hier war mein erster Tag sehr chaotisch: Die anderen beiden PJler, die zu der Zeit schon auf der Gefäßchirurgie waren, waren beide nicht da und der einzige Assistenzarzt hatte Urlaub. Die Hauptaufgabe auf der Gefäßchirurgie sind die Aufnahmen. Die Anamnese machen zwei supernette Schwestern und als PJler macht man dann die körperliche Untersuchung und wertet das EKG aus. Die Patienten der Gefäßchirurgie sind nicht immer die angenehmsten, aber auch hier fand ich die Aufnahmen gut, um eine Routine zu finden. Ansonsten nimmt man auch hier Blut ab/legt Flexülen (auch hier wieder nicht zuuu viele) und schreibt Arztbriefe. Gelegentlich schreibt man mal auf Station ein EKG, das kann man dann aber auch direkt selber auswerten. Im OP war ich nur einen Tag in meinen 2 Wochen, an vielen Tagen wurde kein PJler gebraucht und die Gefäßchirurgie hat immer nur einen Saal. Auch hier beginnt man 7.30 Uhr mit der Frühbesprechung und kann eher gehen, wenn 1 PJler bis 16 Uhr bleibt. Am PJ-Unterricht konnte ich immer teilnehmen. Studientage zu nehmen, war gar kein Problem.

Zusammenfassend war mein Chirurgie-Tertial nicht besonders toll, aber ich denke, es hätte schlimmer sein können. Ich hatte für meine 8 Wochen 5 Studientage (für ein ganzes Tertial bekommt man 10), das ist ein großer Vorteil. Mittagessen hab ich mir immer selbst mitgebracht, da ich als Studentin 5,70 € ziemlich teuer fand und man v.a. in der Visceralchirurgie nicht immer vor 14 Uhr in die Cafeteria kommt und danach gibt es kein warmes Mittagessen mehr. PJ-Unterricht ist 3mal pro Woche (Innere, Chirurgie und Anästhesie), Chirurgie fällt leider öfter aus. Zusätzlich gibt es alle 2 Wochen ein Orthopädieseminar. Wäsche kann man sich in einem zentralen Lager holen, leider gibt es besonders die kleineren Kasackgrößen öfter nicht. Einen Spint kann man beantragen per Mail, aber nicht jeder PJler bekommt einen. Ich hatte keinen Spint und habe mich immer auf dem Klo umgezogen.
Unterricht
4x / Woche
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Repetitorien
Fallbesprechung
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Mitoperieren
Botengänge (Nichtärztl.)
Blut abnehmen
Braunülen legen
Patienten aufnehmen
Eigene Patienten betreuen
Patienten untersuchen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
Vor 15:00 Uhr
Studientage
Frei verfügbar
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
419

Noten

Team/Station
2
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
3
Klinik insgesamt
2
Unterricht
1
Betreuung
4
Freizeit
1
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
3

Durchschnitt 2.33