Es war mein erstes Tertial und ich bin mir sicher im Nachhinein wird es mein bestes gewesen sein. Ich war vorher nicht einmal sicher, ob ich überhaupt Augenheilkunde machen möchte, aber die Lehre hat mir an der Uni gut gefallen, deshalb dachte ich, ich probiere es im PJ mal aus. Beste Entscheidung!
Das Team ist super nett und als PJler (wir waren zwei) fühlt man sich sehr willkommen und wirklich nicht fehl am Platz.
Man kann entweder mit dem Zug fahren, der hält direkt vor der Haustür oder mit dem Auto. Alles PJler erhalten am ersten Tag einen Parkausweis, mit dem man während des gesamten PJs auf dem Klinikparkplatz parken kann. Am ersten Tag lernt man auch die PJ-Beauftragten in der Augenklink kennen (ein Oberarzt und eine Assistenzärztin). Die sind wirklich immer für einen da, wenn es Fragen gibt.
Beginn ist um 07:30. Morgens/Vormittags geht man auf Station und ist für die Viggos und OP Markierungen zuständig. Ansonsten kann man bei Visiten, Augendruckmessungen, vorstationären Untersuchungen und poststationären Kontrollen mitschauen und auch die ein oder andere Sache schon selbst durchführen. Generell sind alle sehr bemüht, dass man selbst viel selber machen kann. Man kann auch wirklich immer Fragen stellen.
Um 12 sind wir immer mit allen PJlern aus der ganzen Klinik essen gegangen. Es gab nicht einen Tag, an dem wir es nicht zum Mittag geschafft haben. Das Essen und auch alle Getränke sind komplett kostenlos für PJler. Und nicht nur mittags, sondern den ganzen Tag. Zwischendurch kann man sich also auch immer ein Brötchen oder einen Kaffee holen und es schmeckt echt alles auch sehr lecker.
Nachmittags kann man dann komplett selbst entscheiden, wo man hingeht: OP, Ambulanz, nochmal Station, Sehschule, Refraktive oder Studienzentrum. Ich persönlich bin viel rotiert und fast jeden Tag woanders hingegangen. Es sind wirklich alles sehr nett und man merkt dann ja auch, mit wem man besonders gut klar kommt. Einen Nachmittag im PJ kann man auch in der Hornhautbank und einen im Labor verbringen. Ende ist dann um 16:00.
Mittwochs um 16:00 Uhr ist (wenn es nicht ausfällt) Journal Club. Das ist freiwillig und es werden immer verschiedene Paper vorgestellt und diskutiert. Donnerstags um 16:30 ist Fortbildung. Eigentlich für Assistenzärzte gedacht aber auch PJler ganz gut. Auch das ist freiwillig und man kann gerne hingehen, es ist aber auch kein Drama, wenn man mal nicht kommt.
PJ Unterricht ist sehr abhängig von eurer Motivation. Jede Fachabteilung bietet ein mal pro Woche PJ-Unterricht an, wenn man sie aktiv drauf anspricht und Interesse zeigt. Wir hatten außer freitags jeden Tag PJ-Unterricht (Kardio, Radio, Chirurgie, Anästhesie, Auge und Neuro). Und es ist wirklich nie langweiliger Frontalvortrag. Man kann ganz einfach Sachen vorschlagen oder manchmal gibt es auch vorbereitete Präsentationen, die aber durch die kleine Gruppengrüße eher wie ein Gespräch oder eine Diskussion waren. Es wird auch sehr drauf geachtet, dass die Themen wichtig für die Klinik bzw. fürs M3 sind und nicht fürs IMPP. Hin und wieder ist mal eine Stunde ausgefallen, wenn ein Dozent krank war oder es viel zu tun gab. Aber insgesamt hatten wir für jeden Fach feste Termine, die auch regelmäßig stattfanden.
Bezüglich des Finanziellen: Parken ist kostenlos, Essen/Trinken auch komplett, 800 € Gehalt pro Monat und