Für Studierende, die sich für Augenheilkunde interessieren und sich hier bewerben wollen, kann ich ein Tertial am MRI wärmstens empfehlen. Das Team ist super nett und engagiert, jeder einzelne Assistenzarzt und Assistenzärztin hat sich immer Zeit genommen, unsere Fragen zu beantworten, man wurde als PJler tatsächlich wertgeschätzt (die Arbeit wurde nicht als selbstverständlich angesehen) und auch die Oberärzte haben bei Fragen immer viel erklärt. Grundsätzlich gilt (wie aber in jedem Tertial): das PJ ist ein Geben und Nehmen. Wer viel Interesse zeigt und mithilft (auch mal bei nicht so "tollen" Aufgaben wie Rezepte holen, Unterlagen kopieren etc.) bekommt super viel zurück im Sinne von Erklärungen, die Möglichkeit eigene Untersuchungen zu machen und gegen Ende auch Patienten komplett zu übernehmen und direkt den Oberärzten vorzustellen.
Am MRI gibt es die Bereiche Poliklinik (mit Notfallambulanz, Sprechstunde und Privatambulanz), Station, OP, IVOM-Zentrum, Orthoptik und Glaukom. Uns wurde geraten, den ersten Monat in der Poliklinik verbringen, da man dort am meisten sieht und mitbekommt und die größte Unterstützung für die Ärzte dort ist. Danach durften wir uns komplett frei einteilen, es wurde immer gerne gesehen wenn mind. eine Studentin in der Poli und eine auf Station ist, um dort zu helfen. Da wir aber nur zu zweit während unseres Tertials waren, konnten wir uns recht frei bewegen.
Am Anfang konnte man tatsächlich noch nicht so viel selber untersuchen (man musste natürlich die augenärztliche Untersuchung erstmal lernen), aber im Laufe des Tertial wurde es immer mehr. Je mehr Arbeit man den Assistenzen in der Poli abgenommen hat, desto mehr Zeit blieb dann natürlich, um sich die Patienten selber nochmal anzuschauen und die augenärztliche Untersuchung zu üben. Gegen Ende durften wir sogar freie Arbeitsplätze selber besetzen und unsere Patienten den Oberärzten direkt vorstellen. Dabei hat man immer super viel gelernt, das kann ich also wirklich jedem nur empfehlen!
Wir durften immer Mittags zusammen in die Mittagspause, und auch wenn man mal eine Stunde Pause gemacht hat, hat das niemanden gestört. Wenn mehr als 2 PJler da sind, würde ich jedoch empfehlen, sich aufzuteilen, damit nicht alle auf einmal fehlen. Fixe Fortbilden für Studierende gab es keine, das fand ich aber nicht schlimm, weil sich die Assistenten wirklich immer Zeit genommen haben, alle unsere Fragen zu beantworten.
Montag Nachmittag hat Dr. Klopfer oben in der Orthoptik immer eine Fortbildung für die Orthoptistinnen gemacht, dort haben wir uns oft dazu gesetzt, weil Dr. Klopfer das wirklich lustig und kurzweilig gemacht hat und man immer nochmal sehr viel gelernt hat.
Arbeitsbeginn ist 7.30 Uhr. Der Tag beginnt mit der Übergabe und einer Frühfortbildung (Montag bis Mittwoch, 7.30-8.00), danach ging es an die Arbeit. Arbeitsende war je nach Abteilung/Anzahl der einbestellten Patienten zwischen 14 und 16 Uhr, länger sind wir selten geblieben, weil wir immer nach Hause geschickt wurden.
Mir persönlich hat das PJ großen Spaß gemacht, ich habe unglaublich viel gelernt und auch viel selber machen dürfen. Ich bin jeden Tag gerne in die Klinik gegangen und würde dieses Tertial immer weiterempfehlen!